Münchner Stadtmuseum
öffnet ab Dienstag, den 9. März 2021
Das Stadtmuseum im Herzen Münchens
zeigt "Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander –
Kunst der 20er Jahre"
Die Welt im Umbruch wird bis 02. Mai
2021 im Stadtmuseum in München gezeigt
München. Ab Dienstag, den 9. März
2021, öffnen die Münchner Museen und Kunstgalerien ihre Türen für
die Besucher. Das Münchner Stadtmuseum zeigt dann mit verlängerten
Öffnungszeiten und Hygienekonzept von Dienstag bis Sonntag (in der
Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr die spannende Ausstellung „Welt
im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre“.
Extra für die Wiedereröffnung nach dem langen Lockdown aufgrund der
Corona-Pandemie wurden die Öffnungszeiten um zwei Stunden täglich
verlängert (Die Website des Museums führt die aktuellen
Besuchsregelungen näher aus).
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Cover Kunst-Kultur-Blog Münchner Stadtmuseum, Archivbild - Pressefoto: Helga Waess
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Die Kunst der 20er Jahre des 19.
Jahrhunderts entstand in einer „Welt im Umbruch“
Vor gut einhundert Jahren malte Otto
Dix eine teils übersatte Gesellschaft seiner Zeit, während August
Sander in seinen, heute würde man sagen „Fotoreportagen“ ein
Gesellschaftsbild des Alltags zeigte. Es war eine Zeit in der die
Gegensätze des Alltäglichen nicht hätten größer sein können.
Stellt man sich die Frage, welche Künstler sind mit ihrer Kunst noch
im Blickpunkt, so gibt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum eine
gute Antwort. Es sind jene, die Extreme und Gegensätze ihrer Zeit
fühlten und visuell verarbeiteten. Sie waren zwischen Licht und
Schatten, Hoffnung und Elend mit ihren künstlerischen Mitteln
beheimatet.
Der Dialog zwischen Malerei und
Fotografie zeigt ein neues Medium, dass damals in den Fokus der
künstlerisch Tätigen rückte und zu einer erweiterten
Kunstauffassung führte
Die Ausstellung zeigt eine Gesellschaft
am Höhepunkte ihres kulturellen Daseins, die trotz aller
künstlerischer Innovationen dem Niedergang der freien Kunst in die
Augen blickte.
Mit der „Neuen Sachlichkeit“ zeigte
die Malerei eine sprechende Bilderwelt und die Fotografie vertiefte
ein Neues Sehen des Moments. Das neue Medium der künstlerisch
Tätigen sollte den Bildgegenstand realistisch und wahrheitsgetreu
wiedergeben.
Sachliche Wiedergabe einer Welt ohne
jegliche Illusionen
Nüchterner Blick ohne Emotion, ohne
jegliches Pathos, das noch von den aus dem Expressionismus kommenden
Malenden gepflegt wurde. Das war der neue Zeitgeist in den Künsten
der 20er! Und: er griff schnell um sich. Banales rückte in den
Vordergrund und für damalige Sehgewohnheiten „hässliche“ Sujets
überzeugten durch die Sprache der künstlerisch Tätigen. Der Alltag
in der Großstadt und der gefühlte sowie erlebte Umbruch in der
Gesellschaft wurde thematisiert und von manch einem nicht so gerne
gesehen.
Malerei und Fotografie der Zwanziger
Jahre
Vorbei war es mit der Unschärfe in der
Fotografie, die doch immer noch eine Anspielung an die Kunst von
Impressionismus und Symbolismus beinhaltete. Die fotografisch Tätigen
kamen zur Tiefenschärfe der in der Wiedergabe des Fokussierten. Die
Realität, die Sicht auf die Wirklichkeit kennzeichnet die Fotokunst
jener Zeit. Vorbei war die Zeit der Schönmalerei in der Fotografie.
Man zeigte was ist und das wurde nicht manipuliert.
Gezeigt werden 250 künstlerische Artefakte der
20er Jahre des 20. Jahrhunderts
Neben Fotografien,
Gemälden und Grafiken sind maßgebliche Fotopublikationen der Zeit
zu sehen. Gezeigt werden Kunstwerke aus Malerei und Fotografie von
- Aenne Biermann,
- Erwin Blumenfeld,
- Otto Dix,
- Hugo Erfurth,
- Carl Grossberg,
- George Grosz,
- Florence Henri,
- Hannah Höch,
- Karl Hubbuch,
- Germaine Krull,
- El Lissitzky,
- László Moholy-Nagy,
- Albert Renger-Patzsch,
- Walter Peterhans,
- Max Radler,
- August Sander,
- Georg Scholz,
- Sasha Stone
- und Umbo.
Was wird in der Ausstellung "Welt
im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre"
gezeigt?
Die, für die Ausstellung „Welt im
Umbruch“ von den Kuratoren Dr. Ulrich Pohlmann, Sammlung
Fotografie im Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit
mit Dr. Kathrin Baumstark vom Bucerius Kunst Forum in
Hamburg, zusammengetragenen Kunstwerke aus Malerei und Fotografie
stammen von über 30 privaten und öffentlichen Leihgebern; darunter
sind Sammlungen wie die
Berlinische Galerie,
Galerie Berinson Berlin,
Museum Folkwang Essen,
Museum für Kunst und Gewerbe
Hamburg,
Museum Ludwig Köln,
Städtische Galerie im Lenbachhaus
und Kunstbau München,
Pinakothek der Moderne München,
Sammlung Dietmar Siegert München,
Von der Heydt-Museum Wuppertal
sowie Werke aus dem Eigenbestand
des Münchner Stadtmuseums.
Ein Katalog ergänzt die
Ausstellung:
"Welt im Umbruch.
Von Otto Dix
bis August Sander – Kunst der 20er Jahre"
Hirmer Verlag
mit Aufsätzen von Kathrin Baumstark,
Simone Förster, Miriam Halwani, Ulrich Pohlmann, Esther Ruelfs,
Bernd Stiegler und Katharina Sykora
Der Katalog ist in München direkt an
der Museumskasse oder auch im Online-Shop erhältlich
Preis von 39,90 €
Hinweis für einen Entspannten Besuch einer Ausstellung des
Münchner Stadtmuseums
Liegt der Inzidenzwert für München
unter 50 ist der Museumsbesuch ohne Terminbuchung möglich.
Informieren Sie sich über die Homepage
des Museums:
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Ein Museum der Landeshauptstadt
München