Museum LA8 an der Lichtentaler Allee in Baden-Baden
“Luxus. Die Lust am Überfluss” - Eine Sonderausstellung in der Kurstadt Baden-Baden betrachtet Luxusbegriff im Wandel von Zeit und Gesellschaft! Was ist Luxus? Prunk, Glamour und materieller Reichtum oder vielmehr Zeit, Selbstbestimmung und Gesundheit?
24. Oktober 2026 – 6. Juni 2027: Sonderausstellung “Luxus. Die Lust am Überfluss” im Museum LA8 - im Kulturzentrum LA8 an der Lichtentaler Allee
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| Eingang in die Ausstellung "Luxus. Die Lust am Überfluss" im Mueum LA8 in Baden-Baden - Pressefoto: Helga Waess |
Doch was genau ist Luxus?
Eine Frage, der die Kuratoren der Ausstellung eine Antwort geben wollen:
Prunk, Glamour und materieller Reichtum
oder vielmehr Zeit, Selbstbestimmung und Gesundheit?
Der Luxusbegriff changiert frei zwischen materiellen und immateriellen Werten und entzieht sich einer starren Definition.
Die neue Sonderausstellung im LA8 widmet sich der Transformation des Luxus von der Frühindustrialisierung bis zur Weimarer Republik
– eine Epoche, in der sich Luxus vom aristokratischen Privileg zum bürgerlichen Statussymbol wandelte.
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| Museum LA8 an der Lichtentaler Allee - Pressefoto: Helga Waess |
Um dem Phänomen LUXUS auf den Grund zu gehen werden zentraler Themenfelder dargestellt:
Kulinarik,
Kolonialwaren,
Mobilität
Architektur
Mode
Design
Freizeit und Muße
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| Oldtimer in Baden-Baden, Foto: A. Waess |
Spannung verspricht der Übergang hin zum Überfluss an der Schwelle zur Moderne
Einst unbezahlbare, durch koloniale Ausbeutung gewonnene Importgüter entwickelten sich im Zuge der Industrialisierung zu Genussmitteln für die Masse. Parallel dazu verbreitete sich die aufkommende Haute Cuisine mit komplexen Rezepturen und raren Zutaten für ein finanzkräftiges Publikum.
Mit dem Ausbau des Schienenverkehrs, der Automobilbranche und der Passagierschifffahrt entwickelte sich Mobilität zum zentralen Statussymbol
Legendäre Züge wie der Orient-Express und luxuriöse Ozeandampfer wie die Titanic beherrschten große Distanzen unter Bedingungen maximalen Komforts.
In Kur- und Großstädten wuchsen prächtige Grandhotels zu temporären „Weltstädten im Kleinen“ heran
Sie boten glanzvolle Bühnen für eine internationale Elite.
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| Hinweis-Schilder zur LUXUS- Sonderausstellung im Mueum LA8 Eingang, Pressefotoarchiv: Helga Waess |
Auch die Modewelt erfuhr eine fundamentale Wandlung
Erste Modeschöpfer begründeten die Haute Couture
Pioniere wie Charles Frederick Worth (1825–1895) gaben fortan das Design eigener, saisonaler Kollektionen vor und leiteten eine moderne Markenmentalität ein.
Gleichzeitig ermöglichten industrielle Fertigungsverfahren qualitativ hochwertige Konfektionskleidung und seriell gefertigten Schmuck.
Das Aufkommen großer Kaufhäuser ab den 1850er-Jahren machte Mode und Luxusgüter für eine stetig wachsende Käuferschicht zugänglich.
Demgegenüber schufen Meister des Jugendstils wie René Lalique (1860–1945) mit innovativen Materialien und handwerklicher Raffinesse exklusive Unikate.
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| Die Bäderbahn in Baden-Baden in der Lichtentaler Allee, Foto: A. Waess |
Mit der fortschreitenden materiellen Absicherung breiterer Bevölkerungsschichten veränderte sich die Wahrnehmung von Wohlstand
Luxus bedeutete nicht mehr nur Besitz, sondern zusehends die Freiheit zur selbstbestimmten Zeitgestaltung.
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert blieb diese Souveränität über die eigene Zeit jedoch ein exklusives Privileg, das die Trennlinie zwischen ökonomischer Abhängigkeit und gesellschaftlicher Spitzenstellung zog. Ein besonderes Augenmerk der Ausstellung liegt auf der Kurstadt Baden-Baden, die sich in dieser Ära zum mondänen Treffpunkt einer kosmopolitischen Weltgesellschaft und zum Modebad von Weltrang entwickelte.
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| Restaurants in der Baden-Badener Innenstadt, Foto: A. Waess |
Die Ausstellung vereint hochkarätige Exponate
aus den Bereichen Kunst-, Kultur- und Technikgeschichte, historische Gemälde, Grafiken und Fotografien aus den Bereichen Architektur, Kulinarik, Mode, Werbung sowie dem Verkehrswesen.
Zu sehen sind bedeutende Arbeiten unter anderem von
Abraham Hendricksz. van Beyeren (ca. 1620–1690), Jan Davidsz. de Heem (1606–1683/1684), Adolphine Herpp (1820–1882), Fritz Klingholz (1861–1921), René Lalique (1860–1945), Jakob Lehnen (1803–1847), Henri Manguin (1874–1949), Jeanne Paquin (1869–1936), Paul Poiret (1879–1944), Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976), Max Slevogt (1868–1932), Emmy Roth (1885–1942), Heinrich Vogeler (1872–1942) und Charles Frederick Worth (1825–1895).
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| Lichtentaler Allee in Baden-Baden - Museum LA8, Pressefotoarchiv: Helga Waess |
SONDERAUSSTELLUNG
LUXUS. DIE LUST AM ÜBERFLUSS
24. OKTOBER 2026 – 6. JUNI 2027
Museum LA8
Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts
Lichtentaler Allee 8
76530 Baden-Baden
- Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 18:00 Uhr
- geöffnet an allen Feiertagen auch montags,
- außer 24. + 31.12.
Das Museum ist Teil des ebenfalls im März 2009 von der GRENKE-Stiftung eröffneten Kulturzentrums LA8 im historischen Anwesen an der „Museumsmeile“, der Lichtentaler Allee.








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