Mittwoch, 31. Januar 2018

BREMEN CLASSIC MOTORSHOW 2018

BREMEN CLASSIC MOTORSHOW 2018


Die Bremen Classic Motorshow vom 2. bis zum 4. Februar  sollte man nicht verpassen


VW -   DIE AUTOSTADT zeigt hier 4 Gran-Turismo-Klassiker 


BREMEN - vom 2. bis zum 4. Februar. Automobilgeschichte erleben? Dann auf nach Bremen zum "Auftakt in die Oldtimersaison 2018". Wieder werden auf der Bremen Classic Motorshow unter anderem Klassiker des so genannten ZeitHauses von VW-Wolfsburg gezeigt. Darunter ein

  • Bentley R-Type Continental, 
  • ein Lamborghini 350 GT, 
  • ein Volkswagen Porsche Beutler 696 Spezial 
  • und aus der  Volkswagengruppe der Typ 14 Karmann-Ghia Coupé ( zusehen in: Halle 5, Stand 5D10). 

Classic cars, Foto: Helga Waess (Archiv)



Autogrammstunden zwei Rennfahrer-Legenden 


Walter Röhrl und Christian Geistdörfer werden als  Rallye-Weltmeister  am Freitag, den 2. Februar, ab 15.30 Uhr, und am Samstag, den 3. Februar,  ab 11.00 Uhr, am Messestand der Autostadt Fans treffen und Autogramme verteilen.

Mobilitätsgeschichte auf der Classic Motorshow

„Mit den Klassikern des ZeitHauses präsentieren wir in der Autostadt in Wolfsburg Meilensteine der Mobilitätsgeschichte. Daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, auch in diesem Jahr das Motto der Bremen Classic Motorshow aufzugreifen und den Messebesuchern die Bandbreite der Marken des Volkswagen Konzerns zu zeigen ... “, 

sagte Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung von der Autostadt, gegenüber der Presse.
„Vor allem beweist unser Karmann-Ghia, dass es bereits in den 1960er Jahren einen – wenn auch kleinen – Gran Turismo gegeben hat, der ein echter ‚Volkswagen’ war.“


Der legendäre Bentley R-Type Continental

Der Hersteller Bentley Motors Ltd. entwickelte im Jahr 1954 einen Reihen-Sechszylinder mit immerhin 4.566 cm3 und 121 kW/165 PS bei 4.500/min. Für damals nur 6.512 £ konnte man mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h rechnen. Damit konnte die Leistung eines Supersportwagen erreicht werden und man fuhr dennoch wie in einer Luxuslimousine.

Der Bentley Continental gilt als Vorbild für den Continental GT

Im Jahr 1952 debütierte dieser als sportlicher Bruder der  Bentley-Limousine R-Type. Er war der schnellste Viersitzer seiner Zeit. In der Leichtmetallkarosserie gab es ihn als A, B und C mit 4,6 Liter Hubraum und zwei Jahre darauf bereits als D und E- Serie mit 4,9 Litern. Na klar, man hätte sich für den Preis des Wagen auch eine Londoner Vorstadtvilla kaufen können, aber dann wäre man ja immobil gewesen. Von 1952–1955 wurden 208 Stück verkauft.

Der schöne und schnittige Lamborghini 350 GT

Er eroberte ab 1966 die Herzen der Fans. Immerhin punktete der  Automobili Ferruccio Lamborghini S.p.A.-Hersteller mit einem V-Zwölfzylinder-Motor mit 3.464 cm3 und 206 kW/280 PS bei 6.500/min. Für die fliegende Schnelligkeit von 240 km/h legten betuchte Liebhaber damals immerhin 58.000 DM auf den Tisch. Endlich war ein Sportwagen von Lamborghini mit Hochleistungstechnik geboren (V-12 mit 2 ohc-Zylinderköpfen, mit Einzelradaufhängungen und einer Leichtmetall-Karosserie, die wie der Porsche 550 aus Aluminium war. An diesem Lambo orientierten sich fortan alle italienischen Sportwagen-Eliten der berühmten 60er Jahre.
Das in Bremen vorgestellte Modell dieses Lamborghini wohnt übrigens seit 2002 in der Autostadt und hatte beim Erwerb im restaurierten Zustand gerade mal an die 13.000 km auf dem Tacho. Eins von 164 Audos, die Lambo in den Jahren von 1963–1966 auf den Markt brachte.


Der  Volkswagen Porsche Beutler 696 Spezial war ein europäischer Traumwagen

Die Volkswagenwerk GmbH/Porsche KG/Gebr. Beutler brachten 1957 den Porsche Beutler 696 Spezial auf den Markt. Der  Vierzylinder-Boxer Motor hatte leistungsstarke 1.582 cm3 bei 55 kW/75 PS bei 5.000/min. Die Höchstgeschwindigkeit von immerhin 165 km/h kopstete schlappe 19.750 SFR. Eingebaut war ein Porsche-356-Motor und eine Porsche-Bremsanlage. Der europäische Traumwagen war ein Viersitzer und Vorbild für darauf folgende Baureihen von Viersitzer-Coupés. In Großserie entstanden nach diesem Vorbild unter anderem der Ford Capri, der Opel Manta und auch der VW-Scirocco.
Die im Jahr 1945 entwickelte Beutler-Sonderkarosserien wurden von Privatiers sehr geschätzt. Und bereits 1949 gab Porsche immerhin sechs 356 Cabrios in Auftrag. 1953 folgten Cabrios auf Volkswagen Basis und 1957/58  modifizierte Coupés und Cabrios - man höre und staune: auf den berühmten Käfer-Bodengruppen. Sie waren Wahlweise mit einem Porsche-356-Motor ausgestattet. Im Jahr 1962 kamen dann Coupés  auf Porsche-356-Basis auf den Markt.

Museum Frieder Burda auf der Art Karlsruhe

Museum Frieder Burda mit Sonderschau auf der Art Karlsruhe


Die Sonderschau „L´amour fou pour l´art » wird vom 22. - 25. Februar 2018 auf der art KARLSRUHE die Besucher anlocken


 Die Kunstmesse art KARLSRUHE findet vom 22. - 25. Februar 2018 statt


Das Museum Frieder Burda aus Baden-Baden wird als Gast auf der art KARLSRUHE eine Ausstellung mit dem Titel „L´amour fou pour l´art » präsentieren. Gezeigt werden an die 30 Werke aus der Frieder Burda-Sammlung. Seit Mai 2017 leitet Henning Schaper das Museum Frieder Burda. Als verantwortlicher Direktor entwickelte er zusammen mit Patricia Kamp, Stieftochter Frieder Burdas, als Kuratorin einen Sonder-Auftritt des Museums auf der Zeitgenössischen Kunstmesse in Karlsruhe.

Schlosspark in Baden-Baden, Foto: Helga Waess (Archiv)

Direktor Henning Schaper äußerte sich gegenüber der Presse -zu dem Auftritt des Museum auf der art KARLSRUHE - wie folgt


„Kunstmessen sind Knotenpunkte des Austauschs und der Wahrnehmung. Auch
wenn das Verhältnis zwischen Kunstmarkt und Museumsarbeit immer wieder kritisch auf dem Prüfstand steht: Kunstsammeln hat zunächst einmal mit Kunstkaufen zu tun. Umso mehr freuen wir uns, nun mit einigen ausgewählten Highlights unserer Sammlungstätigkeit auf der Messe Karlsruhe präsent zu sein.“ ... „Wir wollen hier natürlich die Besucher neugierig machen und zu einem Besuch in Baden-Baden animieren. Aber wir wollen auch ganz einfach zeigen, wie reich und spannend ein Leben mit der Kunst sein kann. Dafür steht Frieder Burda mit seiner umfangreichen Sammlung schließlich beispielhaft in Deutschland.“
Im Kurpark - Lichtenthaler Allee, Baden-Baden,
Foto: Helga Waess (Archiv)

Das Konzept der Sonder-Präsentation auf der Kunstmesse in Karlsruhe


Die Ausstellung soll den Charakter der Sammlung  Frieder Burda verdeutlichen. Der Sammler lebt die Sammelleidenschaft mit Kunstwerken und lässt seine Erfahrung und Emotionalität von der Zusammenstellung der Werke spiegeln. Das Museum wurde im Kurpark an der Lichtentaler Allee im Zentrum Baden-Baden vor nunmehr 14 Jahren gegründet. Das  "salon-artige Präsentationskonzept" wir soll in der Sonderschau auf der Kunstmesse im Februar für die Besucher aufleben. Wie in einem Schlossbau wird die flügelartige Raumfolge den Besucher zum Schlendern einladen und von Thema zu Thema geleiten.

Klassiker und the next art generation in einer Sonderschau


Gezeigt werden Aktdarstellungen  von Ernst Ludwig Kirchner ironisch-humorvolles von
Ton William Copleys oder auch etwas kühl-ästhetisches des Grandseigneurs der Zeitgenössischen Kunstgeschichte Gerhard Richters. The next art generation wird von Alicia Kwade und Jose Dávila vertreten.
Wer den vor kurzem eröffneten Salon Berlin von  Frieder Burdas Stieftochter Patricia
Kamp kennt, weiß jene Experimentierfelder zu schätzen.

„Dieser Ort soll der Leidenschaft, der l'amour fou pour l'art Ausdruck geben, die Frieder Burdas Verhältnis zur Kunst bestimmt,“ 
so die als Kuratorin mitverantwortliche Patricia Kamp,  der die jüngere
Künstler-Generation am Herzen liegt.

Folgende Messe-Talks sollen die Frieder-Burda-Ausstellung auf der art KARLSRUHE begleiten






  •  Artima Talk mit Kuratorin Patricia Kamp, Donnerstag, 22. Februar 2018, Moderation: CarlFriedrich Schroer, Kunstzeitung, 22. Februar 2018, 13 Uhr
  •  Monopol Talk, mit Direktor Henning Schaper, Moderation: Silke Hohmann, Monopol, Freitag, 23. Februar 2018, 16.30 - 17.00 Uhr
  •  SWR Art Talk mit Kuratorin Patricia Kamp, Moderation: Susanne Kaufmann, SWR, Sonntag,25. Februar 2018, 16-17 Uhr


Museum Frieder Burda 

Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden
www.museum-frieder-burda.de

Aktuelle Ausstellung im Museum in BADEN-BADEN


  • America! America! How real is real? noch bis zum 21. Mai 2018

Vorschau der Ausstellungen im Museum in BADEN-BADEN


  • 9. Juni – 28. Oktober 2018: James Turrell 
  • 18. November 2018 – 24. März 2019: Die Brücke 1905 – 1914 

Mittwoch, 24. Januar 2018

München: Sammlung-Avitabile / Museum Fünf Kontinente

München Museum Fünf Kontinente


Ein Vortrag von Gunhild Avitabile aus Bonn über Textilien aus Guatemala


Termin: 28. Januar 2018 um 16:00 Uhr im Museum, Vortrag: Die Sammlung Avitabile. Textilien aus Guatemala


Im Jahr 2006 hat die Sammlung des Museums Fünf Kontinente in München eine großzügige Schenkung von über 300 herausragenden Textilien aus Guatemala erhalten. Die Mäzenin wird am Sonntag, den 28. Januar 2018 um 16:00 Uhr im Museum einen Vortrag über diese wunderbaren Kulturgüter halten. (Kostenbeitrag 10 Euro)

Museum Fünf Kontinente - München, Maximilianstrasse
Foto: Helga Waess (Archiv)



Die Sammlung Avitabile. Textilien aus Guatemala 


Unter den 300 Textilien aus Guatemala finden sich zahlreiche einmalige Zeugnisse der Weber-Kunst. Darunter eine Bandbreite an "traje", wie die guatemaltekischer Kleidung traditionsgemäß heißt. Wie sich die Weber-Kunst in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte, das hat die Sammlerin sehr interessiert und so erarbeitete sie sich eine Fach- und Detailkenntnis, die neue Einblicke und Überblicke gestattet.

Familie Avitabile und die Cooperativa Sol d'Italia in Guatemala

Giuseppe Avitabile war als italienischer Botschafter in Guatemala.  Während dieser Zeit engagierte sich seine Ehefrau Gunhild Avitabile für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Frauen in dem, besonders in den Jahren von 1984 bis 1986, vom Bürgerkrieg gebeutelten Land. Sie tat sich mit den Textil-Weberinnen zusammen und begründete die Cooperativa Sol d'Italia. Durch die Bündelung von Herstellung und Verkauf konnte sie das Auskommen der Frauen und deren Arbeitsbedingungen verbessern.

Die Sammlung Avitabile

Die jetzt in München beheimatete Sammlung von Gunhild Avitabile besteht aus Zeugnissen der Textilkunst, die sie während ihrer Zeit in Guatemala unter anderem von den Weberinnen der Kooperative, aber auch landesweit einkaufte. Man kann also sagen, selbst in der Zeit, als die Sammlung entstand, war Gunhild Avitabile eine Mäzenin, eine Wohltäterin der Weberinnen, ihrer Familien und Förderin der traditionellen Textil-Produktion - einer wichtigen kulturellen Errungenschaften des Landes.

Sammlerleidenschaft und Wissenschaft


Es wird sicherlich ein interessanter Vortrag, der am Sonntag, den 28. Januar 2018, um 16:00 Uhr, im Museum Fünf Kontinente von Gunhild Avitabile gehalten wird. Wissenschaftlich untermauert wird dieser Textilkunst-Nachmittag von den Moderatoren Dr. Bruno Richtsfeld, Dr. Michael Buddeberg und Dr. Johannes Wolff-Diepenbrock.

Alle Zuhörer sind im Anschluss an den Vortrag zu einem Beisammensein zu Gesprächen und Wein eingeladen.


28. Januar 2018: Ende der Ausstellung "Aus dem Land des Schneelöwen. Kostbarkeiten aus Tibet 15.-20. Jahrhundert. Die Sammlung Justyna und Michael Buddeberg“


  • Ab 14:00 Uhr findet im Museum eine Finissage-Führung durch die Ausstellung statt. Das Ehepaar Buddeberg führt die Besucher durch seine Sammlung



Museum Fünf Kontinente

Maximilianstraße 42
80538 München

Dienstag, 23. Januar 2018

UNESCO-Geoparks Harz und Alb

2 deutsche UNESCO Geoparks für weitere Jahre bestätigt


Der Geopark "Schwäbische Alb" bleibt 2 Jahre und der Geopark "Harz – Braunschweiger Land  – Ostfalen" bleibt mindestens 4 Jahre lang durch die UNESCO geschützt 


Hier lesen Sie: Warum diese Regionen für die Erforschung unseres Erdzeitalters wichtig sind? 


Nach der Überprüfung der Geoparks durch die UNESCO hat es grünes Licht für "Harz – Braunschweiger Land  – Ostfalen" - wo wir die „Klassische Quadratmeile der Geologie“ finden -  und eine Gelbe Karte für die "Schwäbische Alb" - wo die komplette Stratigraphie für das Jura erstellt wurde - gegeben.
Der "Internationale Rat der UNESCO-Geoparks" hat entschieden, das die zwei genannten Regionen eine Verlängerung der Anerkennung als Geopark erhalten. Grund dafür war die erfolgreiche Arbeit in den jeweiligen Regionen.

Kultivierte Naturlandschaft, Foto: Helga Waess (Archiv)

Was sind UNESCO-Geoparks?


UNESCO-Geoparks bezeichnen geschützte Regionen, welche die Erdgeschichte sehr gut dokumentieren, wichtige Fossilfunde aufweisen oder einmalige Gesteinsformationen zeigen. Bewohner der Region und Natursuchende können durch nachhaltige Bewirtschaftung, Schutz und Förderung das Erbe der Landschaft erleben. Seit Jahrhunderten identifizieren sich Einwohner mit ihrer Region. Allem globalem Wandel zum Trotz wird durch das Schutzschild der UNESCO ein Geopark nachhaltig behütet. Die Förderung des sanften Tourismus ist hierbei zu berücksichtigen. Die UNESCO-Liste der Geoparks verzeichnet zurzeit 127 Gebiet in insgesamt 35 Ländern. Deutschland hat übrigens sechs besonders schützenswerte Geo-Regionen:

  1. Bergstraße-Odenwald, 
  2. TERRA.vita, 
  3. Schwäbische Alb,
  4. Vulkaneifel, 
  5. Harz–Braunschweiger Land–Ostfalen 
  6. und den deutsch-polnischen Geopark Muskauer Faltenbogen.


Alle bestehenden UNESCO-Geoparks werden regelmäßig vierjährlichen Qualitätsprüfungen unterzogen.

UNESCO-Geopark Schwäbische Alb für weitere zwei Jahre geschützt


Beim UNESCO-Geopark Schwäbische Alb kann die UNESCO nicht darüber hinweg sehen, dass es hier unzureichendes Personal und zu wenig finanzielle Mittel gibt. Es fehlen klare Beschilderungen und bis dato wurden die internationalen Partnerschaften nicht weiter ausgebaut.
 Empfehlungen zur Verbesserung der Umstände in dem Geopark, die zuvor bereits das deutsche Nationalkomitee für UNESCO-Geoparks ausgesprochen hatte. Im Jahr 2020 wird eine erneute Überprüfung des  Geoparks stattfinden.

Warum ist der  UNESCO-Geopark Schwäbische Alb so wichtig?


In der Schwäbischen Alb finden sich viele so genannte "geowissenschaftliche Juwele". Hier entstanden im Jura in der Zeit vor 201–145 Mio. Jahren eine wunderbare Tafellandschaft (gelegen zwischen Rhône und Franken). Anhand dieser Tafellandschaft konnte eine komplette Stratigraphie für das Jura erstellt werden - also hier fand sich die Vorlage für die weltweite genutzte Untergliederung für dieses Erdalter an einem Ort. Und die Jura-Abschnitte "Aalenium" sowie das "Pliensbachium" wurden nach eben diesen Orten in der Schwäbischen Alb betitelt.
Was sich noch findet? Die Alb enthält sehr bekannte Fossilienfundstätten und wir fanden hier die ältesten Skulpturen und sogar die ältesten Musikinstrumente der gesamten Menschheitsgeschichte. Doch damit nicht genug. Die schöne Karstlandschaft weist beim Durchwandern Dolinen, Fossilienriffe, Karstquellen und eine Menge interessante Höhlen auf. Wer hier einmal als Kind war, der träumt garantiert davon Geowissenschaftler zu werden.

Weitere vier Jahre wurde der UNESCO-Geopark Harz - Braunschweiger Land – Ostfalen bestätig!


Eine überwiegend positive Bewertung erhielt der UNESCO-Geoparks Harz - Braunschweiger Land
– Ostfalen. Aber auch hier wurden Empfehlungen angesprochen, so könnte das mehrsprachige Angebots für internationale Naturliebhaber und Besucher ausgebaut werden. Eine erneute Überprüfung findet 2022 statt.
Dieser UNESCO-Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen schließt den gesamten  Harz ein, weitet sich aus in das Welfenland, das nördlich gelegene Braunschweiger Land und führt bis zum Flechtinger Höhenzug.

Was finden wir im UNESCO-Geopark Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen?


Im norddeutschen Geopark finden wir Trias-Gesteine, die sich entlang von Salz-Antiklinalen, Schiefer, Dinosaurierresten, Sedimenten- und vulkanischen Gesteinen  sowie Karstlandschaften ziehen.
Der Nordrand dieses Mittelgebirges ist ein so genanntes Teilgebiet des für weitere vier Jahre bestätigten Geoparks und wird als die „Klassische Quadratmeile der Geologie“ bezeichnet. Und: immerhin reicht Bergbau- und Forschungsgeschichte hier nachweislich 1000 Jahre zurück.



Weitere Informationen zu den beiden deutschen UNESCO-Geparks auf der Homepage der UNESCO unter folgenden Links:




Link zu allen UNESCO-Geoparks und deren Sinnhaftigkeit

Freitag, 19. Januar 2018

Berlin Wettbewerb: Kunst-am-Bau

Kunst-am-Bau-Wettbewerb des BBR, Ref. A2


Es werden Künstler oder Künstlergruppen für die Gestaltung des "Foyers" im Neubau "Walther-Meißner-Bau" in Berlin-Charlottenburg gesucht


Bis 01. Februar 2018 können Sie ihre Ideen für den nichtoffiziellen, anonymen Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerbungsverfahren beim Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung einreichen


Kunst-am-Bau ist eine gute Möglichkeit für Künstler ihre Ideen finanziert zu verwirklichen. Doch bevor begonnen werden kann, steht am Anfang natürlich eine Ausschreibung und ein Wettbewerbsverfahren. Zu einem "nichtoffenem Bewerbungsverfahren" für den KUNST-AM-BAU-WETTBEWERB des Neubaus des Tieftemperatur-Zentrums "Walther-Meissner-Bau" für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt Berlin sind noch bis zum 01. Februar um 14:00 Uhr alle Künstler und Künstlergruppen aufgerufen sich mit ihren Ideen zu bewerben. Das Gebäude wird in Berlin-Charlottenburg gebaut und der Innenstandort "Foyer" steht zur Diskussion für eine Künstler-Gestaltung.

Parlamentsgebäude im historischen
Berliner Reichstagsgebäude mit Tannenbaum,
Foto: Helga Waess

Der Wettbewerb Kunst-am-Bauist anonym mit vorgeschaltetem offenen Bewerbungsverfahren zur Auswahl der 8-10 besten Vorschläge


Die Bewerbersprache ist deutsch. Erwartet wird ein Konzept für die Wand- und Bodengestaltung, eventuelle hängende Installationen und Licht. Das ganze soll mit einem Kostensatz von 50.000 Euro realisiert werden.

Aus allen Bewerbern werden 8 bis 10 Künstler oder Künstlergruppen ausgewählt, die offiziell am Wettbewerb teilnehmen. Sodann wird für diese ausgewählten Künstler, für die Einreichung einer prüf-fähigen Entwurfs-Arbeit ein Honorar von 1.500 Euro genehmigt.

Dienstag, 16. Januar 2018

Kunstwettbewerb: STRABAG ArtAward International 2018

Kunstwettbewerb: STRABAG Art Award International 2018


Kunstförderung: Die STRABAG SE hat für die  Geburtsjahrgänge 1978 und jünger den STRABAG ARTAWARD INTERNATIONAL 2018 ausgeschrieben


Ausgebildete Künstler einer Kunstakademie/Hochschule/Universität aus Österreich oder Deutschland können sich ab sofort für den STRABAG Artaward International bewerben


Bewerbungszeitraum für den ArtAward der STRABAG SE 15.01. - 15.02.2018. Künstler aus Deutschland und Österreich - bis zum vollendeten 40. Lebensjahr - können sich mit Werken aus den Bereichen Malerei und Zeichnung online bewerben. Angesprochen werden hiermit die Geburtsjahrgänge 1978 und jünger. Die Teilnehmer müssen eine akademische künstlerische Ausbildung nachweislich abgeschlossen haben oder eine solche künstlerische Ausbildung seit mindestens 2 Jahren verfolgen (Kunstakademie, Kunsthochschule, Universität).


Presselogo für den
Link zu den Bewerbungsunterlagen:
STRABAG ArtAward  INTERNATIONAL 2018
Der Hauptpreis ist mit € 15.000,- dotiert. Zusätzlich werden vier Anerkennungspreise zu je € 5.000.- vergeben. Die  STRABAG Artcollection wird zudem Werke der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler ankaufen.
In einer Gemeinschafts-Ausstellung werden die prämierten Werke  vom STRABAG Kunstforum vorgestellt. Außerdem wird jeder der  fünf ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler eine eigene Einzelausstellung in der Wiener STRABAG Artlounge bespielen.
Alle prämierten Künstlerinnen und Künstler können sich im Anschluss an die Prämierung außerdem für einen Studioaufenthalt im STRABAG Artstudio in Wien bewerben

Mehr über den STRABAG ARTAWARD INTERNATIONAL 2018, 

die Vergaberichtlinien und Teilnahmebedingungen sowie die Bewerbungsunterlagen können über diesen Link aufgerufen werden:
Der STRABAG ArtAward - internationaler Kunstförderungspreis für Künstlerinnen und Künstler bis 40 Jahre in den Bereichen Malerei und Zeichnung

Freitag, 12. Januar 2018

Fotograf Terry O'Neill - Galerie Stephen Hoffman in München

Terry O'Neill wird in München durch die Galerie Stephen Hoffman vertreten


"Ich bin kein Paparazzo" - Terry O'Neill plauderte mit uns über seine Arbeit als Fotograf


... denn es geht auch anders! Star‐Fotograf Terry O'Neill und seine einmaligen Sammler-Fotos in der Galerie Stephen Hoffman


Er ist ein Ausnahme‐Fotograf: Terry O’Neill. Mit einem untrüglichen Gespür für die Persönlichkeit der Celebrities. Er hat sie alle fotografiert, Stars von Ursula Andress bis Catherine Zeta‐Jones (daher der Titel seines Katalog-Buches „Terry O'Neill: The A‐Z of fame“.
In den letzten Jahren stellte der in London lebende Fotograf immer wieder in München in der Galerie Stephen Hoffman an der Rückseite des Hotels Bayerischer Hof aus.
Wir hatten vor einiger Zeit die Gelegenheit, den sympathischen Photo‐Künstler mit dem Auge für, wie er selbst sagt, „Magical Moments“, bei der Vernissage kennen zulernen und ein Interview zu führen. Die Galerie Stephen Hoffman in München präsentiert die Photokunst Terry O'Neills in Einzel- und Sonderausstellungen und so manch ein Sammler findet hier das gesuchte Motiv seiner Film- und Musik-Stars.

Terry O'Neill und Stephen Hoffman,
Foto: Helga Waess (2014)

ZWEITVERÖFFENTLICHUNG DES INTERVIEWS mit TERRY O'NEILL


Das folgende Interview wurde 2014 erstmals veröffentlicht! Leider existiert das Online-Portal von damals nicht mehr, so dass wir das Interview mit dem Photographen Terry O'Neill hier im Kunst-Kultur-Blog noch einmal veröffentlichen.

Wir trafen Terry O'Neill auch in den Ausstellungen 2015 und 2016 (zur Vorstellung des "Rock 'N' Roll Albums", zur Hommage-Ausstellung an "David Bowie" oder in der beeindruckenden "Rolling Stones"-Ausstellung) in der Galerie Stephen Hoffman.

AKTUELL in München:
Im Rahmen des Jubiläums "15 Jahre Galerie Stephen Hoffman - Fine Art Photography"
werden in der Ausstellung "Photographers of the Gallery" auch
Sammler-Photographien von Terry O'Neill zu sehen sind (z.B. Brigitt Bardot oder Steve Martin).

Terry O'Neill und seine Arbeiten sind international bekannt, seine Fotografien schmückten die Titelseiten des Stern, Rolling Stone, Newsweek, GQ, Time, The Sunday Times Magazine, People, Playboy, Paris Match, Look, Vanity Fair und vieler anderer Magazine


Für Filmplakate und Platten‐Cover oder Mode‐Vorlagen für die weltbesten Designer wurde er engagiert. Denn, und dass ist sicherlich seiner unkonventionellen Einstellung und seinem Gespür für Persönlichkeiten zuzurechnen: Dieser Fotograf findet immer das richtige Maß und kommt sehr nah, teils sehr privat an jene Celebrities heran, die weltweiten Ikonen‐Charakter haben. Viele zählen seit Jahrzehnten zu seinen Freunden und „niemals“ habe er sie „in Momenten fotografiert, die peinlich gewesen wären“, so betont er und hebt den Zeigefinger:

„Ich bin kein Paparazzo!“


Terry O'Neill fotografierte die Rolling Stones, Paul Newman und Lee Marvin, Richard Helms und Robert Redford, das 75‐jährige Jubiläum der Paramount Pictures mit allen damals am Set anwesenden Stars, Audrey Hepburn, Faye Dunaway – mit der Mr. O'Neill sechs Jahre verheiratet war –, die Beatles, die Gruppe The Who, Jimmy Page, die Gruppe The Queen mit Freddy Mercury, The Royal Family mit HM the Queen oder ihren Familienangehörigen halbprivat, Amy Winehouse, Kate Moss, Christy Turlington, Dean Martin, Brigitte Bardot, das Bond Girl Ursula Andress, David Bowie, Frank Sinatra, Steve Martin und Michael Caine, Franz Beckenbauer und Bobby Moore, Raquel Welch – diese und viele andere Fotografien in der Galerie Stephen Hoffman.

Paul McCartney und Audrey Hepburn, davor Terry's Buch
mit den Film-Ikonen - in der Galerie Stephen Hoffman
Foto: Helga Waess

Terry O'Neill in München: Ein Rückblick



Zur Vernissage füllte sich die exklusive Galerie Stephen Hoffman – Fine Art Photography – an der Rückseite des Hotels Bayerischer Hof schnell. Das Schaufenster und der Rote Teppich werden von außen mit großen Filmset‐Strahlern erleuchtet. Passanten bleiben neugierig stehen. Im Fenster ein Foto von Raquel Welch am Kreuz und eines, das den jungen Mick Jagger im Winter zeigt – sehr privat, sehr persönlich.
Terry O'Neill ist einer der berühmtesten Fotografien der Film‐ und Musikgeschichte. Ein sehr sympathischer Mensch, der, wie die Gäste bei Hoffman schnell merken, für jeden ein offenes Ohr hat und gerne über sein Leben und seine Arbeit spricht. Ganz schnell kommt er während seiner Ausstellungseröffnung mit den Sammlern ins Gespräch, signiert im größten Trubel mit gleichbleibender Freundlichkeit und fast stoischer, innerer Ruhe Kataloge oder lächelt in die Kamera der anwesenden Fotografen. Dabei ist er knapp zwei Stunden zuvor erst am Flughafen München gelandet und schon mitten in seinem Element. Das Zimmer im Bayerischen Hof gefällt ihm. Hier sind schon viele Berühmtheiten, die er persönlich kennt und kannte und „Ikonen“ nennt, über Nacht geblieben.

Terry O'Neill signiert Fan-Karten,
Foto: Helga Waess (2014)


In München zeigte Terry O'Neill in den letzten Jahren Fotografien aus 50 Jahren Celebrity‐Photography, seine Rolling Stones-Fotos, eine David Bowie-Ausstellung und Fotos aus seinem Rock'N Roll Album.


Der Oscar verändert dein Leben: Am Morgen danach...



In München zeigte Terry O'Neill unter anderem Fotografien aus 50 Jahren Celebrity‐Photography. Wir hatten Gelegenheit einige Fragen zu stellen:

Mr. O'Neill, nach der Veröffentlichung dieses Fotos erhielten Sie weltweit zahlreiche Preise. Das Bild mit dem Titel „Oscar Ennui“ wurde als einer der kultigsten Hollywood‐Shots aller Zeiten nominiert. Wie entstand diese Aufnahme? 

TERRY O’NEILL: „Die Photographie zeigt Faye Dunaway, meine Ex‐Frau, in Beverley Hills. Es entstand am Morgen, nachdem sie ihren Oscar als beste Schauspielerin für den Film „Network“ bekommen hatte. Es war der Morgen nach der Party. Sie stand auf, durchblätterte ein paar Zeitungen, trank einen Schluck Tee, und in einem Moment war ihr kurz bewusst, was geschehen war. Es war sehr früh am Morgen. Es zeigt jenen Moment in Fayes Karriere, in dem ihr bewusst wird, dass sich von nun an alles ändert. Der Oskar verändert dein Leben!“

Der Hotelpool hatte eine wunderbare kühle, eisige Farbe. Der Himmel und Faye Dunaways Morgenmantel: alles in zartem Rosa. Perfektes Licht? 

TERRY O’NEILL: „Genau! Alles schlief noch. Es war der perfekte Ort. Das perfekte Licht! Nichts ist gestellt, nichts nachbearbeitet, sondern in einem Moment so gesehen und auf den Auslöser gedrückt. Faye durchblätterte die Zeitungen, es war alles noch nicht so tief in Ihrem Bewusstsein, die Ehrung, der Oscar, die Party; und doch ahnte sie, dass sich nun alles ändern würde. Nicht nur die Honorare! (Terry lacht!) Es war so ein magischer Moment. Ein Augenblick im Leben, an dem du weißt, dass du am Beginn von etwas Neuem stehst, etwas noch nicht Greifbares. Ich machte das Foto, dann ging sie wieder schlafen. Es war noch sehr früh und die Party erst ein paar Stunden her. All dies fing ich hier ein.“

Diese wunderschöne Frau betrachtet versonnen diese kleine, goldene und so mächtige Skulptur, die alles verändert. Das Bild erzählt eine Geschichte, man mag es immer wieder ansehen. Das scheint es zu sein, was seine Fotos außergewöhnlich macht:
Sie erzählen Geschichten und zeigen doch nur einen Moment, einen Blick, einen Augenblick im Leben der Celebrities. Ein kurzes Aufleuchten in den Augen oder einen bestimmten Gesichtsausdruck in einer besonderen Situation, etwas, das nur ein Fotograf einfangen darf, der Vertrauen und Freundschaft genießt.

Während der Vernissage in der Galerie Stephen Hoffman muss Terry O'Neill immer wieder sein Katalog-Buch signieren „Terry O'Neill: The A‐Z of fame“ 


Insgesamt 360 Seiten mit bekannten Persönlichkeiten von AC/DC bis Catherine Zeta‐Jones. Das große, schwere Buch ist 2014 in England erschienen und zeigt eine Auswahl, die für das Ganze steht, für das Opus aus 50 Jahren „ICONIC‐Photography“. Von Terry O'Neill für diese Veröffentlichung ausgewählte und zum Teil kommentierte Arbeiten.

Im Vorwort zu diesem großartigen Foto‐Buch erzählt Dylan Jones wie Terry O'Neill 1966 erstmals in die Staaten kam. 1938 in London geboren, verließ Terry, wie viele Jungen damals, mit 14 Jahren die Schule. Seine Passion war der Jazz, und so wollte er eigentlich Jazz‐Drummer werden.

Seine Passion: Jazz‐Drummer


Sie wollten eigentlich Drummer werden, wieso wurden Sie Fotograf?

TERRY O’NEILL: „Das war ein Unfall! Ich war am Londoner Flughafen Heathrow und sah mich um. Meine Kamera dabei. Dann sah ich Rab Butler schlafend. Ich drückte den Auslöser. Kurze Zeit später sprach mich ein Reporter einer Tageszeitung an, ob er mir dieses Foto abkaufen könne und überhaupt, ob ich ihn regelmäßig mit Aufnahmen vom Flughafen versorgen könne. So wurde das mein Beruf. An Accident!"

Und Ihr Traum vom Jazz‐Drummer, was ist davon geblieben? 

TERRY O’NEILL: „Die Improvisation. Mein ganzes Leben ist Improvisation! Das ist das, was ich jeden Tag tue: IMPROVISATION!“

Wieso nennen Sie Ihre Aufnahmen „iconic“‐photographien? 

TERRY O’NEILL: „Wenn Sie sich die Fotos ansehen, dann merken Sie gleich, dass ich vielen Persönlichkeiten begegnet bin, die unsere Zeit mit prägten. Ich lernte die Beatles oder die Stones kennen, und wir waren alle junge Leute, keiner wusste, ob er einmal berühmt wird. Wir freundeten uns an, und so durfte ich sie immer wieder fotografieren. Das sind wirklich Ikonen! Heute sind Celebrity‐Ikonen seltener geworden. Künstler, Talente, die ihrer inneren Berufung folgend Großes erreichen und einen weltweiten Bekanntheitsgrad erlangen. Die für etwas stehen!“

Wie war die Begegnung mit den Rolling Stones? 

TERRY O’NEILL: „Ich erhielt den Auftrag, diese fünf wilden Musiker zu fotografieren. Und ich dachte, ich würde auf fünf Monster treffen. Aber dann stellte ich fest, dass es genauso nette Jungs waren wie ich selbst. Wir waren alle jung und hatten Spaß. Niemand wusste, wie lange der Erfolg anhält oder gar wie berühmt man werden würde…“ Sie sind vielen berühmten Filmdiven begegnet und waren mit Faye Dunaway verheiratet.

Wer hat Sie besonders beeindruckt?

TERRY O’NEILL: „Alle! Sie waren und sind alle ganz wunderbar. Audrey Hepburn und Christy Turlington haben eine besondere, weibliche Ausstrahlung, ihr Wesen zieht dich magisch an. Vollkommene Ladies! Und geheiratet hätte ich meine Modelle am liebsten alle – vom Fleck weg. Brigitte Bardot war sehr spontan. Sie war stets mitten im Leben, man musste nicht sagen, ob oder wie sie posieren sollte.“

Sie haben Filmschauspieler, Politiker und Musiker fotografiert. Gibt es da Unterschiede beim Fotografieren? 

TERRY O’NEILL: „Jeder hat eine andere Motivation: Popstars sind ganz Musik, Politiker wollen ihre Message verbreiten, und Schauspieler können alles sein. Bei den Beatles z.B. hatte jeder eine ganz eigene Mentalität, aber alle trafen zusammen und harmonierten, weil sie Musik machen wollten. Sie hatten viel Spaß, waren aber auch sehr ernst bei der Arbeit. Es war Swinging‐London in den 60th , und die jungen Frauen waren verrückt. Die Musiker konnten bei Konzerten kaum ihre Musik hören. Alles stand am Anfang, es war „the best time of my life“. Auch für Fotografen war es eine gute Zeit. Ich ging damals nach Amerika, um etwas Neues zu machen. Jeder Tag war anders, jeder Tag brachte etwas Neues. Eine wirklich beeindruckende Begegnung wird für mich immer jene mit Nelson Mandela bleiben, den ich anlässlich seines 90. Geburtstags fotografieren durfte. Bill Clinton kam für einen halbstündigen Besuch. Als Nelson Mandela ging, ging eines der größten Individuen der Welt, was für ein Charisma. Immer noch und für alle Zeiten wird dieser Mann mit seiner Aura anwesend sein."

In Ihren Fotos hat man eine besondere Nähe. Man verliert die Distanz zur „Ikone“, und sie wird menschlich greifbar. Wie schaffen Sie das? Vor Ihrer Kamera erscheint der eine oder andere noch schöner oder verletzlicher bzw. stärker und unnahbar. Körperhaltungen, Blicke und Situationen scheinen un‐gestellt – oder?

TERRY O’NEILL: „Filmfotografie, klassische Fotografie kommt ohne Retusche aus. Ich hasse diese ganze Retuschiererei. Keiner nimmt sich mehr die Zeit für die perfekte Vorarbeit. Ein richtiger Fotograf verlässt sich nicht auf das Zufallsfoto. Er sieht den Moment und löst aus. Dann hat er das perfekte Foto. Heute wird alles schnell, schnell geknipst und dann einfach wild retuschiert, bis man kaum noch erkennt, in welchem Licht die Aufnahme entstand. Hat der Fotograf den Ort, das Licht und den Moment gewählt, tagelang überlegt, stundenlang auf den Moment hingearbeitet, und dann beim Druck auf den Auslöser das Gefühl gehabt:
DAS IST ES! 
Wenn ja, dann erzählt ein Bild alles! Mit einer Kamera kann man das Schönste aus jedem Menschen herausholen. Ich nenne es das „glowing“. Gemeint ist das innere Leuchten, jene Motivation, die ihn antreibt und die sich auf das Gegenüber überträgt. Das, wofür dieser Mensch auf dem Foto brennt. Jenes innere Leuchten, das sich in einem bestimmten Blick ausdrückt, das sein Charisma ausmacht. Das versuche ich einzufangen, wenn ich einen Menschen, den ich fotografieren soll, verstanden habe. Das war immer mein Anliegen, meine Mission! Ich zeige, wofür es sich lohnt, alles auf sich zu nehmen und seinen Weg zu gehen – gegen alle Widerstände und Meinungen. Berühmt zu werden, ist manches Mal sehr schwer, es verändert dein Leben. Du kannst daran wachsen oder zerbrechen.“

Was ist für Sie das Wichtigste am Beruf des Fotografen? 

TERRY O’NEILL: „Das Wichtigste in meinem Beruf: echtes Interesse an Menschen! Und natürlich Talent! Du musst ein Foto fühlen, bevor du auf den Auslöser drückst.“

Paul McCartney am Piano bei der Hochzeit von Ringo Starr.
Foto: ©Terry O'Neill, mit freundlicher Genehmigung der
Galerie Stephen Hoffman, München


Mit vielen Celebrities sind Sie heute noch befreundet. 

TERRY O’NEILL: „Mit vielen. Wir begleiten das Leben des Anderen. Wie z.B. Paul McCartney und die Beatles. Wir lernten uns sehr jung kennen. Waren auf Familienfesten eingeladen. In der Ausstellung findet man z.B. ein Foto, das auf der Hochzeitsfeier von Ringo Starr und Barbara Bach entstand. Ich war privat eingeladen. Hatte aber, wie immer, den Fotoapparat dabei. Es war sehr viel los und ein tolles Fest. Dann entdeckte Paul plötzlich ein Klavier, setzte sich daran und spielte „All you need is love!“, und auf einmal sangen wir alle mit. Wirklich alle, auch die Kinder. Paul und Linda, Ringo, einfach alle singen. Eine tolle Stimmung. Genau so war es! Aber auch dieses Foto zeigt mehr, das Leuchten in den Augen und das Leuchten in dem Raum. Man spürt, wofür diese Musiker brannten und dass sie selbst und ihre Musik Ikonen‐Charakter hatte. Es ist sehr privat.

Imponiert hat mir natürlich auch Mick Jagger. Hier gäbe es viele Stories.

1970 nahm ich Fotoserien mit der Deutschen Nationalmannschaft auf: darunter auch Franz Beckenbauer, ein toller Sportler und Mensch.“

Sie fotografierten auch HM Queen Elisabeth? 
TERRY O’NEILL: „Ja! Es sind sehr private Portraits. Sie zeigen einen großartigen Menschen.
Die Fotos entstanden in privaten Räumen. Als Fotograf der Königlichen Familie durfte ich viele Aufnahmen machen. Eine ganz außergewöhnliche Atmosphäre und Ehre.“

Waren alle, die Sie fotografiert haben, immer begeistert von Ihren Fotos? 

TERRY O’NEILL: „JA! Nicht nur ich, sondern auch die Fotografierten müssen mit dem Ergebnis leben, und das geht nur, wenn eine absolut überzeugende Begeisterung herrscht. Niemand wurde in Situationen aufgenommen, die er nicht wollte. Und natürlich haben alle besondere Abzüge bekommen."

Und diese Ausstellungen in der Galerie Stephen Hoffman in München? Sie reisen kurz, meist nur  für zwei Tage aus London an   und stellten aus. Sie signieren Bücher, reden mit der Presse und mit Sammlern. Jeder möchte viel von Ihnen wissen, das ist doch sehr anstrengend?

TERRY O’NEILL: „Natürlich! Aber ich brenne für die Fotografie, und jetzt toure ich mit meinen Fotos durch die Lande. Ich treffe sehr viele interessante Menschen, mit denen ich angeregte Gespräche führe. Sie wollen viel über meine Arbeit wissen. Und ich merke, dass ich über die Kamera und die Fotos meine Mission verständlich mache. Man sieht, was ich damals sah. In diesem einen Moment des Auslöser‐Drückens. Das direkte Feedback von Galeristen und Sammlern gibt mir sehr viel.“

Gibt es jemanden, einen Superstar, den Sie unbedingt noch fotografieren möchten? 

TERRY O’NEILL: „Gute Frage! Die Antwort lautet vermutlich: Nein! Niemanden! Denn ich glaube, es gibt keine echten Ikonen mehr. Aber wer weiß, vielleicht ja doch?! Lasst uns sehen, was kommt!“

Lieber Terry O'Neill, vielen Dank für das Interview. 

Wir durften in Ihnen einen Fotografen kennen lernen, der für seine Kunst brennt. 
Jetzt sehen auch wir die Fotografien in Ihren Ausstellungen mit anderen Augen! 


About Galerie Stephen Hoffman


Immer wieder schafft es die Münchner Galerie Stephen Hoffmann Highlights in der Szene zu setzen. Wie mit den  Ausstellungen des Londoner Star‐Fotografen Terry O’Neill. Dass die Fotografie dem Galeristen Stephen Hoffman am Herzen liegt, ist kein Wunder. In den 90igern lebte er in den USA und hatte dabei Gelegenheit, viele Fotografen kennen zulernen – darunter auch bedeutende Magnum‐Mitglieder. Durch diese langen Bekanntschaften arbeitet die Galerie Stephen Hoffman, die 2002 - immerhin vor nunmehr über 15 Jahren - in der Münchner Prannerstraße eröffnet wurde, ausschließlich mit bekannten internationalen Fotografen zusammen oder zeigt Werke aus deren Nachlässe. Für Sammler eine unschätzbare Qualität. 

Als einer der führenden Kunsthändler für Fotografie spezialisierte sich Stephen Hoffman auf die Meister der klassischen Fotografie des 20. Jahrhunderts. Weiterer Schwerpunkt: die internationale Modern und Contemporary Photography.

GALERIE STEPHEN HOFFMAN Prannerstraße 5, Rückseite Hotel Bayerischer Hof, 80333 München ÖFFNUNGSZEITEN: DI ‐ FR 11 ‐ 18   SA 11 ‐ 14 UHR Tel.49/89/255 40 844, Fax 49/89/255 40 843

- dieser Link führt zur Homepage des Galeristen Stephen Hoffman und zu den Fotografien von Terry O'Neill - galeriehoffman.com

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Dienstag, 9. Januar 2018

Wolfsburg Autostadt Winterwelt

Winterwelt der Autostadt in Wolfsburg meldet Besucherrekord


405.000 Besucher ließen sich im Dezember von der "Zauberhaften Winterwelt" in Wolfsburg verzaubern


Volkswagen-Konzern punktet in Wolfsburg mit einer 1-A Marketing-Strategie


Am Wochenende endete die „Zauberhaften Winterwelt“ in der Autostadt in Wolfsburg. Man verzeichnete im Monat Dezember 2017 den besucherstärksten Monat in der Geschichte
der Autostadt. Fünf Wochen konnten Alt und Jung die Schneewelt, samt Eislauffläche, Eisshows und dem beliebten Wintermarkt erleben. Der Volkswagen Konzern lieferte ein Winter-Marketing-Highlight mit einem einmaligen Wintermärchen. Dieser Link führt zur Homepage der Autostadt in Wolfsburg.

Winterwelt, Foto: Helga Waes (Archiv)


Lobend und begeistert äußerten sich die Vertreter der Autostadt gegenüber der Presse


 Roland Clement, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt, ist von der Umsetzung des Events überzeugt:
„Mit gut 405.000 Besuchern war der Dezember 2017 nicht nur der stärkste Dezember, sondern der besucherstärkste Monat seit Eröffnung der Autostadt im Jahr 2000. Mit unserem Winterevent haben wir offenbar den Geschmack unseres Publikums genau getroffen. Unser Dank gilt besonders den Mitarbeitern der Autostadt und allen Partnern, die dieses tolle Angebot entwickelt und umgesetzt haben ...“
Bis zum 7. Januar 2018 leuchteten die vier Schornsteine des Kraftwerks der Autostadt als Adventskerzen über der zauberhaften Winterwelt.

Weihnachtsbaum, Foto: Waess (Archiv)


Ein riesiger Weihnachtsbaum und eine 6.000 Quadratmeter große Eislaufbahn konnte den in diesem Winter leider nicht zugefrorenen 2,4 km langen Maschsee (mit übrigens 0,8 Quadratkilometer Fläche, was immerhin eine Fläche von über 100 Fußballfeldern ergibt) in Hannover für Schlittschuhläufer ersetzen und lud zum Eisstockschießen ein.  Für Kinder gab es eine Rodelbahn in der Eiswelt und unter dem Motto „Skate around the world“ wurden auch Eislauf-Show-Fans zu Träumern.

„Unser Ziel war es, den Menschen hier in der Autostadt eine wirklich zauberhafte Winterwelt zu präsentieren mit vielfältigen Möglichkeiten zum Mitmachen und Genießen – und der augenzwinkernde Claim unserer Kampagne: ‚Träumen Sie nicht vom Winter – besuchen Sie ihn’ hat erfolgreich funktioniert. Gut 490.000 Gäste aus ganz Deutschland haben uns in den zurückliegenden fünf Wochen besucht ... Wir werden uns auf diesem Erfolg natürlich nicht ausruhen, er ist für uns Ansporn für alle zukünftigen Events.“ 
äußerte sich Claudius Colsman, Mitglied der Geschäftsführung der Autostadt.

Freuen wir uns auf die Sommerwelt mit
Cabrio-Wetter




 VW-Käfer Cabrio - Oldtimer, Foto: Helga Waess