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Dienstag, 13. Mai 2025

München Pinakothek: Ankauf Hans Baldung Grien

Alte Pinakothek zeigt eine bedeutende Neuerwerbung


Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ein herausragendes Gemälde aus dem frühen 16. Jahrhundert erworben -  Der Ankauf des Kunstwerks von Hans Baldung Griens 'Maria als Himmelskönigin' für den Bereich der Altdeutschen Malerei der Alten Pinakothek ist etwas ganz Besonderes

Ab dem 05. Juni ist die bedeutende Neuerwerbung im Rahmen der Sammlungspräsentation „Wie Bilder erzählen - Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens“ in der Alten Pinakothek zu sehen (ENGLISH)


 
München.  Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben ein herausragendes Gemälde aus dem frühen 16. Jahrhundert erworben: Hans Baldung Griens „Maria als Himmelskönigin“. Es war eines der letzten noch in Privatbesitz befindlichen Gemälde dieses faszinierenden Künstlers der Dürerzeit. Es gelang mit den Mitteln der Pesl-Stiftung Bayern, der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Pinakotheks-Verein das Werk anzukaufen. Diese Medieninformation, aus der wir unten zitieren, erreichte die Redaktion des Kunst-Kultur-Blogs gestern. Schön, dass die Sammlung erweitert werden konnte! Wir freuen uns mit der Sammlungsleitung und auf die Präsentation des Gemäldes im Rahmen der Ausstellung "Wie Bilder erzählen ... " ab Juni 2025. 

Alte Pinakothek unten Rechts - Collage mit Pinakothek der Moderne, Foto: Helga Waess (Pressefotoarchiv)



Der Künstler Hans Baldung, genannt Grien (1484/85-1545) ist einer der bedeutendsten und zugleich stilistisch eigenwilligsten und originellsten Künstlern der Renaissance nördlich der Alpen



Er kam aus der Nürnberger Werkstatt Albrecht Dürers und ließ sich 1509 in Straßburg nieder. Aus seiner Werkstadt kommen eine Bandbreite an kleinformatigen Andachtsbilder, Altarretabel und Bildnisse, aber auch mythologischen und allegorischen Darstellungen. Seine profanen, neuartigen Bildthemen zeigen neben der Kenntnis der etablierten Bildtradition, die Einflüsse humanistischen Gedankenguts  auch zeitgenössische theologische Diskurse. 
 

Das nun für München neu erworbene Gemälde „Maria als Himmelskönigin“

Es kann aus stilistischen Gründen in die Zeit um 1516/18 eingeordnet werden. In diesen Jahren entstand auch der Hochaltar des Freiburger Münsters für Grien ein prestigeträchtiger Großauftrag. Danach kehrte er nach Straßburg zurück. Es ist daher vermutlich eine der frühesten Auseinandersetzungen des Künstlers mit dem Thema im Medium der Tafelmalerei.

Die Staatsgemäldesammlungen beschreiben in ihrer Pressemeldung das Gemälde wie folgt:

Über mögliche Auftraggeber beziehungsweise Käufer ist nichts bekannt, doch dürfte das Bild sich an ein anspruchsvolles und gebildetes Publikum wie Juristen oder Kleriker gerichtet haben. Dabei kombiniert er die Darstellung der gekrönten Himmelskönigin mit der einer Maria lactans, der stillenden Muttergottes. Neben der hohen malerischen und koloristischen Qualität, die für sich genommen den Ankauf für die Alte Pinakothek rechtfertigen würde, zeigt das auf den ersten und flüchtigen Blick vermeintlich traditionell wirkende Bild exemplarisch Baldungs besondere Fähigkeit zu eigenständigen, von gängigen Mustern abweichenden und dabei inhaltlich anspruchsvollen Bilderfindungen: 

So kontrastiert Baldung einerseits die idealschöne, mit ihren fein gelockten Haarsträhnen durchaus sinnliche Mariengestalt mit einem mit geradezu zupackendem Realismus gegebenem Säugling, der hungrig und ganz irdisch an der Brust der Mutter trinkt. Gleichzeitig sorgt der hauchzarte, transparente und von der Bügelkrone Mariens in einem weiten Bogen herabwehende Schleier – ein malerisches Bravourstück – für eine sinnfällige Verbindung beider Figuren, indem er sich mit dem Windeltuch des Jesuskindes zu vereinen scheint und so sinnfällig wie beifällig auf die doppelte Natur des Jesuskindes hinweist. 

Doppeldeutig erscheint auch die fahle, in ihrer Helligkeit mehrfach abgestufte Scheibe hinter dem Kopf der Maria: Einerseits als Heiligenschein lesbar, hat sie zugleich den Charakter einer übernatürlichen Lichterscheinung, die erneut auf die göttliche Natur Christi wie auch die Aufnahme Mariens in himmlische Sphären bezeugt. Damit erweist sich die Darstellung als überzeitliche Vision, die sich vor den Augen der Betrachtenden ereignet, worauf auch die wie geblendet wirkende, fast karikaturartig und in Grisaillemalerei ausgeführte Engelsfigur zur linken Seite der Muttergottes anzuspielen scheint.
 

Mit diesem bedeutenden Ankauf kann eine bestehende Lücke der Sammlung auf höchstem Niveau geschlossen werden!

Ein kleinformatiges Andachtsbild des Künstlers fehlte bisher in der Alten Pinakothek. 

Gleichzeitig fügt sich das Bild so nahtlos in die bestehende Sammlung – eine der größten und zugleich bedeutendsten dieser Art überhaupt – ein, dass es fast wie für diesen Ort geschaffen scheint. Ankäufe dieser Qualität sind nicht nur seltene Glücksfälle, sondern angesichts der Preise auf dem internationalen Kunstmarkt eigentlich unmöglich. Dies unterstreicht die überragende Bedeutung der zukünftig dauerhaft zur Verfügung stehenden Unterstützung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen durch die Pesl-Stiftung Bayern, durch die sich zukünftig in dieser Hinsicht ganz neue Möglichkeiten eröffnen.


Baldungs „Maria als Himmelskönigin“ besitzt eine gut dokumentierte und sogar illustre Provenienz

  •  Nachdem es 1907 aus Basler Privatbesitz in das Fürstlich Hohenzollern‘sche Museum in Sigmaringen gelangt war, wurde es 1928 vom jüdischen Lederwarenfabrikanten Robert von Hirsch, einem begeisterten und passionierten Kunstsammler, für dessen Privatsammlung in Frankfurt erworben. Beraten vom damaligen Direktor des Städelschen Kunstinstituts, Georg Swarzenski, trug Robert von Hirsch eine der bedeutendsten Privatsammlungen der Weimarer Republik mit Schwerpunkt auf Kunst und Kunsthandwerk des Mittelalters und der Renaissance zusammen. 
  • Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten gelang es Robert von Hirsch, bereits 1933 nach Basel zu emigrieren, wobei er auch seine Kunstsammlung in die Schweiz ausführen konnte (ein von ihm als Gegenleistung unter Zwang an Hermann Göring abgetretenes Cranach-Gemälde wurde nach Kriegsende an ihn restituiert). Nach seinem Tod im Jahr 1977 wurde, wie testamentarisch bestimmt, die komplette Sammlung Robert von Hirschs 1978 in London versteigert, wobei zahlreiche Werke ihren Weg in die Sammlungen bedeutender deutscher wie internationaler Museen fanden. 
  • Nach über 30 Jahren in einer deutschen Privatsammlung gelangte Baldungs „Maria als Himmelskönigin“ 2012 in amerikanischen Privatbesitz, woher die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen das Gemälde unter Vermittlung des New Yorker Kunsthändlers Nicolas Hall nun erwerben konnten.

Das Gemälde wurde im Zuge der Neuerwerbung eigens neu gerahmt

Die Pesl-Stiftung Bayern ermöglichte nach intensiver Recherche großzügig den Erwerb eines ästhetisch perfekt passenden und zeitgenössischen historischen Profilrahmens (Deutschland um 1500-1550, Nussbaumholz, mit Schellack gefasst) bei Knoell Rahmen, Basel.
 

Ab dem 05. Juni ist diese bedeutende Neuerwerbung im Rahmen der Sammlungspräsentation „Wie Bilder erzählen"

Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens“ in Saal XII in den Sonderausstellungsräumen im Erdgeschoss West der Alten Pinakothek zu sehen, wo sie ihren ersten Auftritt im Kontext der Sammlung erhalten wird.

Markus Blume, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Freistaat Bayern:


„Himmlischer Zuwachs für Bayern: Hans Baldung Griens 'Maria als Himmelskönigin' wird Münchnerin! Dass wir dieses herausragende Werk der Altdeutschen Malerei dauerhaft in der Alten Pinakothek bestaunen können, verdanken wir maßgeblich dem Wirken von Maja und Rudolf Pesl. Ohne viel Aufsehens hat das Ehepaar Pesl Münchens Kunstwelt mit leiser Stimme laut geprägt, es hat Bayerns Kunstsammlungen bereits in der Vergangenheit fantastische Schätze beschert. 'Maria als Himmelskönigin' ist die erste von der Pesl-Stiftung Bayern maßgeblich mitgeförderte Erwerbung für die Alte Pinakothek - aber längst nicht die Letzte. Die Pesl-Stiftung wird auch in Zukunft Ankäufe für die Alte und Neue Pinakothek sowie das Bayerische Nationalmuseum ermöglichen. Unsere Dankbarkeit gebührt auch zwei weiteren starken Partnern - der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Pinakotheks-Verein, die bei diesem Ankauf wieder großzügige Unterstützung geleistet haben. Mäzenatentum hat in Bayern große Tradition - darauf sind wir stolz! Gemeinsam machen wir große Kunst möglich!“


Dr. Thomas Weckbach, Vorsitzender des Stiftungsrates der Pesl-Stiftung Bayern:


„Der Ankauf von Hans Baldungs „Maria als Himmelskönigin“ ist ganz im Sinne des Stifters, der durch den engen Stiftungszweck die nachhaltige Förderung der Museen mit Ankäufen höchster Qualität gesichert wissen wollte. Er ergänzt die Sammlung nicht nur, sondern wird sie bereichern. Ein derart herausragendes Werk erwerben zu können, ist ein seltener Glücksfall. Dies zu ermöglichen war uns Verpflichtung und Freude zugleich.“

 

Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung:

„Ein Ankauf der Superlative: Hans Baldung ein kreativer, gebildeter Renaissancemensch hat der Himmelskönigin eine malerisch perfekte, farblich beeindruckende, göttliche und sinnliche Erscheinung verliehen. Kompliment an die Wissenschaftler der Staatsgemäldesammlungen, die den Erwerb mutig betrieben haben und die Mitförderer, die einmal mehr zeigen, wie wichtig privates Engagement für unsere Museen ist. “

 

Elisabeth Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, Vorsitzende des Pinakotheks-Vereins:


„Der Pinakotheks-Verein, getragen von großem bürgerschaftlichen Engagement, freut sich, gemeinsam mit den beiden Stiftungen diesen bedeutenden Ankauf für die Alte Pinakothek ermöglicht zu haben. “


Anton Biebl, Interimistische Leitung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen:


„Der Ankauf des Kunstwerks von Hans Baldung Griens 'Maria als Himmelskönigin' für den Bereich der Altdeutschen Malerei der Alten Pinakothek ist etwas ganz Besonderes. Dafür danke ich der

Pesl-Stiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Pinakotheks–Verein sehr.

Den heutigen Tag können wir aus einem noch anderen Grund besonders feiern, da wir von nun an die Pesl-Stiftung als weiteren wichtigen Partner an der Seite der Alten Pinakothek wissen. Diese Partnerschaft wird es uns ermöglichen, eine Erwerbungs–Strategie zu entwickeln, um so die weltberühmte Sammlung auf höchstem Niveau zu verdichten.“


 

Bayerische Staatsgemäldesammlungen -
Alte Pinakothek München

Adresse: Barer Str. 27, 80333 München


Öffnungszeiten: 
  • Täglich außer Montag von 10.00 - 18.00 
  • Dienstags und Mittwochs von 10.00 - 20.00
  • Montags geschlossen

Samstag, 1. Februar 2025

München: Jugendstil-Ausstellung in der Kunsthalle

München und der Jugendstil

 

Ausstellungstipp: "Jugendstil. Made in Munich" in der Kunsthalle München 

 

Ausstellung bis zum 23. März 2025 in der Kunsthalle München (Italiano, Français, English)

­
München. Das Münchner Stadtmuseums und die Kunsthalle München haben gemeinsam eine sehr interessante Jugendstil-Show gestaltet. Sie betrachtet jene Jahre um 1900 als rasante wissenschaftliche wie technischer Neuerungen die Gesellschaft mitnahm. Junge und visionäre Kunstschaffende trafen in München zusammen und die Kunst in eine neue Form zu pressen und mit ihr auch das Leben im Allgemeinen zu reformieren. Man war auf dem Weg zu einer "gerechteren und nachhaltigeren Lebensführung", die keinen Platz mehr zeigte für  historische Vorbilder, die einer alten, traditionellen Idee folgten. 

 

Kunsthalle München - Theatinerstrasse (links) in den Fünf Höfen, Foto: Helga Waess (Archiv)

Die Neue Kunst sollte das Format "Jugendstil" hervorbringen

Revolutionäre, neue Ideen und künstlerische Entwürfe bildeten fort an die Grundlage für den Aufbruch von Kunst und Design in die Moderne.

Gezeigt werden Objekte aus der Sammlung des Stadtmuseums München, die in neuem Zusammenhang Angewandte Kunst, Skulptur, Malerei, Grafik, Fotografie, Mode und Schmuck zu einem Gesamtbild des jungen, neuen Stils um 1900 illustrieren. 

Im Zentrum steht die Rolle Münchens als eine "Wiege des Jugendstils in Deutschland" sowie die damals diskutierten Lebensfragen ...

 

"Jugendstil. Made in Munich" 

Ausstellung bis zum 23. März 2025

 in der Kunsthalle -  FÜNF HÖFE München

Adresse: Theatinerstraße 8, 80333 München

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 20 Uhr

Montag, 25. November 2024

München: Tollwood Winterfestival 2024 - Theresienwiese

TOLLWOOD WINTERFESTIVAL - Alternativer Weihnachtsmarkt und mehr ...


Am Tag vor dem Festivalstart: Der Tannenbaum leuchtet, die Silberne Traube glitzert und das große silberne Einhorn dreht sich


Tollwood Winterfestival auf der Theresienwiese in München vom 26. November bis zum 23. Dezember 2024


München. Der Tannenbaum leuchtet, die Silberne Traube glitzert und das große silberne Einhorn dreht sich. Die Theresienwiese wird am späten Nachmittag zum leuchtenden Hingucker auf der Oktoberfestwiese in München. Hier lockt das Tollwood Winterfestival mit dem „alternativen Weihnachtsmarkt“ mit internationalen Produktionen, Straßentheater, Bio-Gastronomie aus aller Welt und Kunsthandwerk. Hier findet man tolle Geschenkideen und kann fast 90 Prozent der Veranstaltungen, wie Theater, Kunst, Musik, Performances und ein tolles Kinderprogramm kostenlos erleben. Der Eintritt auf das Festivalgelände und zum Markt der Ideen und so weiter  ist kostenfrei!


Am späten Nachmittag wird die Beleuchtung getestet - Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Blick von der Haltestelle Theresienwiese, Foto: A. Waess 

In diesem Jahr gibt es Leuchtende Zeltdächer für Demokratie und Gemeinschaft - das Motto in diesem Jahr lautet „Wir braucht Dich!“ 

An den Ständen werden die letzten Dekorationen angebracht, denn morgen,  am Dienstag um 14 Uhr werden die Stände leuchte und das Tollwood Winterfestival im vollen Glanz seine Dächer illuminieren.


Blick vom Sockel der Bavaria: Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Theresienwiese, Foto: A. Waess


Das Tollwood Winterfestival vom 26. November bis 23. Dezember steht in diesem Jahr unter dem Motto „Wir braucht Dich!“

Meint "Demokratie braucht Engagement und Zusammenhalt" und jeden einzelnen.

Mit beginn der  Dunkelheit werden die Zeltdächer des Festivals in leuchtende Leinwände werden. Eine Installation „Ein leuchtendes Manifest zur Verteidigung unserer Demokratie“, so die Veranstalter. Um 19 Uhr wird das Publikum die leuchtende "Liebesgeschichte an die Demokratie" auf den Zeltdächern sehen. Dann gibt es noch die  „Werte Bänke“ im Bazar-Zelt, die für eigene, ganz persönliche Botschaften "zu Demokratie und Gemeinschaft" hinterlassen.

Links am Eingang: Ticketverkauf - Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Blick von der Haltestelle Theresienwiese, Foto: A. Waess

Ein weiteres Highlight ist die Atemberaubende Artistik im Festival du Cirque


Eine Deutschlandpremiere mit „Deserance“ wird es geben. Hier wird die italienische Compagnie Circo Zoé vom Dienstag, dem 26. November bis 8. Dezember eine Verbindung zwischen Operngesang, elektronischer Live-Musik und unfasslicher Akrobatik zu einer poetischen Inszenierung vereinen. 

Das Festival du Cirque wird  mit „Humans 2.0“ von "Circa" und „Duel Reality“ von "The 7 Fingers"  internationale  Produktionen auf die Theresienwiese bringen. Hierfür gibt es noch Restkarten unter www.tollwood.de

Restkarten für das Festival du Cirque ab 39 Euro (ermäßigt ab 29 Euro) 

  • München Ticket
  • Eventim 

Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Blick von der Haltestelle Theresienwiese, Foto: A. Waess



Tollwood Winterfestival 2024


Ort: Theresienwiese, München

Zeitraum: 

  • 26. November bis 23. Dezember 2024
  • Festival du Cirque bis 22. Dezember 2024
  • Silvesterparty am 31. Dezember 2024

Freier Eintritt auf das Festivalgelände

Am späten Nachmittag wird die Beleuchtung getestet - Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Blick von der Haltestelle Theresienwiese, Foto: A. Waess 

Festival du Cirque – Programm

Ort: Grand Chapiteau, Tollwood Winterfestival

Circo Zoé: „Deserance“

  • Zeitraum: 26.11. bis 8.12.2024, jeweils 19:30 Uhr (spielfrei: 2.12.)
  • außer: 1.12. und 8.12. – Showbeginn: 18 Uhr
Circa: „Humans 2.0“
  • Zeitraum: 10.12. bis 14.12.2024, jeweils 19:30 Uhr
  • Zusatzshow: 14.12., 16:30 Uhr
The 7 Fingers: „Duel Reality“
  • Zeitraum: 17.12. bis 21.12.2024, jeweils 19:30 Uhr, 
  • 22.12., 18:00 Uh

Einen Tag vor dem Start des Tollwood Winterfestivals auf der Oktoberfestwiese - Blick von der Haltestelle Theresienwiese, Foto: A. Waess


Freitag, 13. September 2024

München feiert! Wochenende 14./15. September 2024

Kultur-Straßenfest in München


Corso Leopold. Das  Kulturfestival zwischen Siegestor und Münchner Freiheit - und Zamanand-Festival vom Siegestor bis zum Odeonsplatz 

 

Autofreie Erlebnismeile am 14./15. September 2024 - von der Münchner Innenstadt bis nach Schwabing


München. In München gibt es immer etwas zu feiern! An diesem Wochenende ist vom Siegestor bis zur Münchner Freiheit wieder Corso Leopold (corso-leopold.de). Es ist das bunte Straßenfest bei dem Kunst, Kultur und Politik für jeden greifbar sind. Parallel wird auf dem Zamanand-Festival (zamanand.de) zwischen Siegestor und Odeonsplatz gefeiert, so dass man nur den Bühnen und Ständen weiter folgen muss. Die Erlebnismeile der Künstler, Performances, Live-Musik auf vielen Bühnen und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt.

 
Feldherrnhalle zwischen Residenz (links) und Theatinerkirche (rechts) und davor die Musik-Bühne und Biergarten am Odeonsplatz - Pressefotoarchiv: Helga Waess

Veranstaltungszeiten

  • Samstag, 16:00 Uhr bis 02:00 Uhr (Programm endet zwischen 23:00 und 01:30 Uhr)
  • Sonntag, 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr 
  • "Ab Samstag früh ist die Leopold- und Ludwigstraße im Bereich von Herzogstraße über Siegestor bis Feldherrnhalle für Fahrzeuge aller Art gesperrt (auch Fahrräder und eScooter)."
  • Abbauende und Straßenfreigabe: Montag gegen 03:00 Uhr 

 

Corso Leopold

 

München. Münchner feiern zusammen mit Gästen aus aller Welt und über 10 Bühnen mit Live-Musik ein großes Straßenfest: Der Corso Leopold findet seit 20 Jahren zwei Mal jährlich statt. Das bunte Fest mit Live-Musik, Kunstständen und Performance bietet Kulinarik aus aller Herren Länder und führt Münchner und alle Gäste zusammen. 

Am Odeonsplatz kann an der großen Bühne gut gefeiert werden, Foto: Helga Waess (Pressefotoarchiv)

    Live-Musik  internationaler Künstler

  •     Eine Silent Party mit zwei DJs, gemeinsam mit Radio Charivari, am Siegestor.
  •     Das Theater der Corsaren gibt die Bühne für House, Tech-House, Techno, entspannte Beats und Rap, Hip-Hop und Pop frei.
  •     Tanzen am Vintage Club am Siegestor
  •     Die Bühne "Im Hier und Jetzt" erwartet einen bunten Abend mit Musik, Kabarett und Talk.
  •     Die Bühne "Traumstadt Schwabing" wird unter anderem von  André Hartmann,  neuer Chef der Lach- und Schießgesellschaft bespielt
  •     Die Schwabinger Kultbühne "Heppel und Ettlich" bietet neben Rockigem auch Exotisches
  •     Aber was wäre ein boarisches fest ohne die "Lederhosn Bühne" - Münchner Freiheit, die auch neue bayerische Volksmusik mit Roland Hefter vorstellt
  •  Die "Sing & Swing Bühne" gibt Nachwuchstalentem aus Jazz, Funk oder auch Soul sowie neuen Singer-Songwritern einen RAUM - vorgestellt von  Annette „Leo“ Hartmann
  •    Und dann ist da ja noch das "Neue Kunstforum München"  mit den aktuellen Preisträgern des "Seerosenkreises" - hier servieren die Kuratoren Martin Blumöhr und Tobias Krug einen Ohrenschmauß aus Kunst und Musikdarbietungen.

 

... und dann gibt es beim Corso Leopold noch

 

Corso Leopoldino heißt das Programm für Kinder

Corso Mercato: 18 Stände mit kreativen, witzigen und besonderen Produkten.

Kulinarik: Internationale Köstlichkeiten

Und ein großes Bierangebot 

  • bei dem auch kleinere Brauereien wie Zehmerbräu 
  • oder Giesinger Bräu, 
  • neben Hofbräu 
  • und Paulaner 

probiert werden können. 

 

Für Weinliebhaber 

  • bieten die Vins de Loire stilvolle Weine am Siegestor an. 

 

Das Zamanand-Festival

 

Die große Strasse die von der Innenstadt (Odeonsplatz) an der Ludwig-Maximilians-Universität vorbei aus der Stadt heraus führt bleibt dieses Wochenende Autofrei:  und direkt auf dem Odeonsplatz gibt es die Hauptbühne des Festivals. Mitten in der Weltstadt München wird ein Straßenfest 7 Tage vor der Eröffnung des Münchner Oktoberfestes zur Feiermeile.  Blues, Country, Jazz, Prog Rock, ein Biergarten und vieles mehr bringt die "Leut zam!"

Blick vom Odeonsplatz zur Frauenkirche in München, Foto: Helga Waess (Archiv)

Das Zamanand-Festival


  • M-net Bühne
  • M94.5 Bühne
  • Artist Jam Bühne
  • Welttanzbühne präsentiert von Salsamás
  • Halle2 Wohnzimmer (Sofakonzerten in einem aus 2ndHand-Möbeln gebauten Wohnzimmer)
  • Kollektiv Arkaden hosted by Dreschwerk (Elektronische Musik, DJs, Live-Acts und Visuals gibt es unter den Arkaden der Ludwigskirche)
  • Highlight: am Sonntag: DJ- Workshops für Kids  



 

Blick vom Odeonsplatz in Richtung Siegestor - so sieht es aus, wenn nicht gefeiert wird - ehem, oder nur in den Gaststätten am Hofgarten (rechts), Pressefotoarchiv . Helga Waess



 


Sonntag, 12. Mai 2024

Museum Frieder Burda: Was ist Zukunft? Eine Diskussion der Künste!

 MUSEUM FRIEDER BURDA - Freitag, den 17. Mai 2024, von 19 – 21 Uhr

 

Was ist Zukunft? Das Museum Frieder Burda, als Kunstinstitution in der Diskussion mit den Wissenschaften


AUF DEN SPUREN DES UNMÖGLICHEN in der Ausstellung ImPOSSIBLE - Ein Abend im Zeichen von Kunst, Wissenschaft, Musik, Literatur und Theater


BADEN-BADEN. Am 17. Mai begeben sich Extrembergsteiger, Musizierende, Umweltwissenschaftler  und Gesellschaftsforscher in einer Diskussion an Fragen rund um die individuellen, gesellschaftlichen und planetaren Grenzen in unserer Zeit - unserer Dimension. Erörtert wird die Frage: Wenn die Zukunft heute ist, was ist dann morgen? Das Konzept für den Abend ersannen Ingolf Baur,  TV-Moderator und Mattes Herre, Schauspieler am Theater Baden-Baden.

 


 MUSEUM FRIEDER BURDA in Baden-Baden (Eingang), Foto: Helga Waess


Die Veranstaltung findet innerhalb der aktuellen Ausstellung ImPOSSIBLE statt.

 
"Raumschiff Erde – eine Reise an die Grenzen der Menschheit. Wie würden die Bewohner eines anderen Planeten wohl auf die Erde schauen? Die Menschheit hat sechs von neun planetaren Grenzen bereits überschritten. Die Biosphäre ist destabilisiert, gleichzeitig wächst der Druck globaler Prozesse weiter: Leben ist riskant geworden. Steht die Menschheit wie schon zuvor in ihrer Entwicklungsgeschichte vor einem Nadelöhr? Welche Impulse braucht sie, um wieder auf Kurs zu kommen?
 
Klar ist: Die Zukunft unserer Zivilisation hängt von der genauen Kenntnis ihrer Grenzen ab: Wo liegen sie, welche lassen sich verschieben, was ist ImPOSSIBLE? Ein genreübergreifender gemeinsamer Gang durch die Ausstellung im Burda Museum kartographiert die Grenzen des menschlichen Wirkens und seiner Chancen: Wer sind wir? Wer wollen wir werden? Und an welche Grenzen sind wir bereit zu gehen?"
(Pressemeldung vom 08.05. - Museum Frieder Burda)


An der Diskussion um das Thema Zukunft beteiligen sich


  • Prof. Dr. John-Dylan Haynes, Neurowissenschaftler, Charité Berlin
  • Helga Hennge, Bergsteigerin
  • Walter von Lucadou, Parapsychologe, Freiburg
  • Prof. Dr. Ueli Mäder, Soziologe, Universität Basel
  • Daniel Ruppert, Architekt, Atem- und Kälte-Trainer
  • Prof. Angelika Zahrnt, Wirtschaftswissenschaftlerin, Ehrenvorsitzende BUND
  • und weitere Gäste (namentlich nicht genannt)

 

 MUSEUM FRIEDER BURDA in Baden-Baden (Eingang), Foto: Helga Waess

Museum Frieder Burda in Kooperation mit dem Theater Baden-Baden


  • Freitag, den 17. Mai 2024
  • 19 – 21 Uhr
  • Eintritt: 20,- Euro
  • ONLINE TICKETS


MUSEUM FRIEDER BURDA

Lichtentaler Allee 8 b, 76530 Baden-Baden
Öffnungszeiten: Di – So: 10 – 18 Uhr

Mittwoch, 3. Januar 2024

Klickranking 1. Januar 2024 - meistgelesen

 Kunst - Kultur - Blog aus München

Kunst-Kultur-Blog: Heute stellen wir das Klick-Ranking bis 01. Januar 2024

Meistgelesene Beiträge im Monat Dezember 2024

 

München. Im Dezember haben sehr viele unsere Silvesterparty-Beiträge gelesen und danach hoffentlich schön in das neue Jahr hineingefeiert. An dieser Stelle wünschen wir ein "Frohes Neues Jahr 2024". Hier die meistgelesenen Beiträge mit hohen Klickzahlen im Monat Dezember 2024. Immer wieder fragt man sich, was man in München gesehen haben sollte?! Unsere Antwort die Wolpertinger im Jagd- und Fischereimuseum (Link führt zum Artikel in diesem Blog) in der Kaufinger Strasse (Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Stachus) ... Besonders freut es die Redaktion, dass unsere neuen Artikel als ENGLISH VERSION gerne gelesen werden - wir werden zukünftig mehr Inhalte auch auf Englisch anbieten. Die "English Version" unseres Nachrufes zum Tode des großen Magnum-Fotografen Elliott Erwitt - den wir einige Male in München in der "Galerie Stephen Hoffman - Fine Art Photography" persönliche trafen - erhielt spontan sehr viele Klicks und Leser: In loving Memory of Elliott Erwitt. English Version: Photographic art by Elliott Erwitt. Elliott Erwitt. His life was photography. He showed us his view of the world: In loving memory of Elliott Erwitt (1928 in Paris - November 29, 2023 in New York)



Bavaria vor der Ruhmeshalle über der Theresienwiese in München, Foto: A. Waess

Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  - Platz 1


 Tollwood Winterfestival - Große Silvesterparty 2023-2024: Tollwood Silvesterparty 2023 . Bands und DJs bringen Partystimmung auf die Münchner Theresienwiese.
Sonntag, 31.12.2023 - bei einer Mega-Party ins neue Jahr 2024 hineinfeiern


Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  - Platz 2


 Münchner Stadtmuseum: Lange Nacht am 6. Januar 2024 - Münchner Stadtmuseum - feiert Abschied - Generalsanierung bis 2032: Noch 8 Tage lang alle Ausstellungen des Münchner Stadtmuseums kostenfrei besuchen - am 6. Januar 2024 bei der "Langen Nacht" bis 1 Uhr nachts durchs Museum tanzen und am 7. Januar im Bücherflohmarkt Museumskataloge der vielen Ausstellungen für 3 Euro erwerben. Das  Abschiedsprogramm "Hin und weg" im Münchner Stadtmuseums - kein Museumseintritt in allen Ausstellungen - bis einschließlich 7. Januar 2024



Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  - Platz 3


 ENGLISH Version: Munich: Alte Utting for New Year's Eve.  New Year's Eve at the Alte Utting in Munich: Celebrate into 2024 on the steamer Alte Utting in Munich-Sendling. New Year's Eve party on board the Munich steamer - party on Sunday, December 31, 2023

Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  - Platz 4


 München: Wolpertinger-Sammlung im Jagd- und Fischereimuseum - Deutsches Jagd- und Fischereimuseum - Wolpertinger-Sammlung in München. Wie die Bayern mit dem Wolpertinger leben? Die rätselhafte Wolpertinger-Sammlung im "German Hunting and Fishing Museum" in München. Das Jagd- und Fischereimuseum in München zeigt verschiedene Wolpertinger-Exemplare

 
Bavaria vor der Ruhmeshalle über der Theresienwiese in München, Foto: A. Waess

Dienstag, 12. Dezember 2023

Tollwood Winterfestival 2023 in München

Tollwood Winterfestival 2023 - Fotoimpressionen


180 Marktstände auf dem Tollwood-Markt der Ideen, Live-Bands und Varieté mit Silvestergala 

 

Eisstockschießen, Pegasus und Tannenbaumverkauf auf dem Tollwood Winterfestival 2023 ... noch bis 31. Dezember 2023 auf der Theresienwiese in München


München. Das Winterfestival auf der Theresienwiese bietet Kunst, Artistik, Varieté, Performances, Konzerte und den Markt der Ideen. Ein sprechender und singender Weihnachtsbaum begrüßt das Publikum auf dem Tollwood Winterfestival. In diesem Jahr werden mehr als 600 Veranstaltungen stattfinden. Atemberaubende Artistik und faszinierendes Varieté von Limbo Unhinged. Die australische Compagnie tritt im Spiegelzelt auf und bietet mehr als nur Zirkus oder Kabarett dazu gibt es dann ein exklusives Bio-Menü. Öffnungszeiten findet ihr unten ..... nach den FOTOS vom Tollwood-Gelände in München ...

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Andreas Waess

Wer einen würdigen Jahresausklang feiern möchte, der sollte sich für die Silvesterparty oder der Silvestergala auf Tollwood anmelden.

Tollwood Winterfestival - Pressefoto-Archiv: Helga Waess


Viele Bands mit Live-Musik - neben Feuerkunst und Walk-Acts 

  • für über 90 Prozent der Veranstaltungen gilt: Eintritt frei!


180 Marktstände auf dem Markt der Ideen

Immerhin bieten 180 Marktstände auf dem Markt der Ideen allerlei Geschenkidee und über 50 Gastro-Betriebe bieten internationale Bio-Speisen von Indien bis Taiwan an. Ein  Getränk sollte man kennenlernen, es schmeckt nach  flüssig-heißem Apfelstrudel. Und auf einer Eisstockbahn kann man sich im Eisstockschießen übern. 


  •  Weitere Infos unter www.tollwood.de

Eisstockschießen, Pegasus und Tannenbaumverkauf auf dem Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Andreas Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess

Tollwood Winterfestival 2023 - Foto: Helga Waess


Das Tollwood Winterfestival bis 31. Dezember auf der Münchner Theresienwiese 

  • der Eintritt zum Festivalgelände ist frei
  • Markt der Ideen nur bis 23. Dezember


Öffnungszeiten beim Tollwood Winterfestival

  • Mo 14 bis 22:30 Uhr (Hexenkessel bis 0 Uhr)
  • Di bis Fr 14 bis 23:30 Uhr (Hexenkessel bis 1 Uhr)
  • Sa 11 bis 23:30 Uhr (Hexenkessel bis 1 Uhr)
  • So 11 bis 22:30 Uhr (Hexenkessel bis 0 Uhr)

  • Am 23. Dezember schließt das Tollwood Winterfestival um 22 Uhr.
  • Zwischen den Jahren ist nur das Spiegelzelt zur Vorstellung von Limbo Unhinged geöffnet.
  • Am 31. Dezember finden die Silvesterparty und die Silvestergala statt.



Tollwood Winterfestival 2023  bis 31. Dezember 2023 auf der Münchner Theresienwiese


  • www.tollwood.de
  • Veranstaltung: Tollwood Winterfestival

Donnerstag, 9. Juni 2022

Fotografie/Medienkunst Ausstellung in Essen

 Studiengang Fotografie/Medienkunst – Essen


Absovent*innen und angehende Künstler*innen positionieren sich und ihre Fotografischen- oder Medialen-Arbeiten in Essen


Eröffnung der Ausstellung: Freitag, 10. Juni 2022, 15 Uhr / vom 13. Juni bis 26. August 2022


ESSEN. Unter dem Thema "Ansichtssachen" wird ab dem 13. Juni 2022 eine Ausstellung des Studienganges Fotografie und Medienkunst im Gebäude des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen präsentiert. Eine Ausstellung ist immer 'Ansichtssache', denn 'Ansichten' können vielfältig und vieldeutig sein. Interessant klingt daher das Thema, dem sich die Studierenden, die Absolventinnen und Absolventen und auch die Professorinnen und Professoren des Studienganges im Bereich Fotografie und Medienkunst an der Hochschule der bildenden Künste (HBK) in Essen stellten: "Ansichtssachen"! Im Gebäude des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen werden wir erleben, was zurzeit in der aktuellsten Foto- und Medienkunst geschieht. So manch ein neues Talent wird thematisch hoffentlich aus dem Rahmen fallen bzw. über diesen hinaus wachsen und uns Betrachter zu neuen Sichtweisen anregen.


Hüttenromantik oder Stall-Gestaltung? Blog-Cover Kunst-Kultur-Blog,
Foto: Helga Waess (Pressearchiv)


Freuen wir uns also auf die „Ansichtssachen“ im medialen Zeitalter und aus einem Studiengang, der vor 40 Jahren noch nicht denkbar war


Damals, als Zeitgenössische Kunst oder gar Fotografie und Medienkunst auch schon da war, aber in der Kunsthistorischen Lehre nicht präsent – außer bei einigen Progressiven Professorinnen und Professoren, die dann von der Alten Garde belächelt wurden. Ein Student, der sich an einer etablierten Hochschule über zeitgenössische Kunst informieren wollte, hatte wenigstens die Documenta in Kassel und wenige Galerien für Zeitgenössisches als Studienobjekte. Einige Privat- und Firmensammlungen bauten und stifteten erste, eigene Museen und klassische Museen stellten hier und da auch mal Zero in den Raum.

Heutzutage sind fotografische und mediale Gestaltung- und Aussagetechniken der Künstler weltweit nicht mehr aus der Lehre wegzudenken.


Die HBK Essen ist eine staatlich anerkannte, private Hochschule für Kunst und Design


An der Essener Hochschule gibt es seit nunmehr neun Jahren, seit 2013, den Studiengang Fotografie/Medienkunst. Außerdem können zukünftige Kunststudierende dort Studiengänge in den Bereichen Malerei/Grafik sowie Bildhauerei anvisieren. Der Abschluss Bachelor of Fine Arts lädt dann zum Einstieg in die Freie Wirtschaft, der oft steinig ist, oder in staatliche Institutionen, die nur wenige Stellen anbieten, ein. Wenn der Drang zum Kunstschaffen aus tiefster Seele da ist, wird manch einer auch diese Hürden überstehen!



Wie wird klassische Fotografie und neue Medien im Studiengang unterrichtet?


Der Studiengang Fotografie und Medienkunst lässt die Studierenden mit raum- und zeitbezogenen, künstlerischen Ausdrucksweisen und Techniken experimentieren. Während oder nachdem zeitgenössisches Wissen in allen relevanten Bereichen vermittelt wird oder wurde.


Für die mediale Vielfalt sind in diesem Essener Studiengang Professorinnen und Professoren mit unterschiedlichen Gestaltungsschwerpunkten vor Ort – wie

  • Anja Kempe,

  • Carsten Gliese

  • und Thomas Wrede.

Etablierte Kunstschaffende, von denen man gute Lehre erwarten kann.




In der Ausstellung „Ansichtssachen“ werden wir Betrachter eingeladen, die Perspektiven und Sichtweisen der Ausstellenden zu erkennen und bestenfalls zu teilen


Welche Perspektiven werden wir erfahren, erlaufen und hinterfragen? Nun – warten wir es ab!

Auf vier Etagen im Gebäude des Regionalverbandes Ruhr (RVR) lassen sich viele fotografische Bilder und Bild-Serien ausstellen, Videos oder auch Installationen präsentieren. Angekündigt wird, dass die Arbeiten ein

„breites Spektrum an Fragen und Themen eröffnen“!

Die Arbeiten überbrücken zeitliche und räumliche Gefüge und lassen in 'neuen Ansichten' so manches Rätsel – so sie dann wirklich „neu“ sind.

Soviel sei verraten: unsere Blicke werden „Alltägliches in privaten Räumen und im beruflichen Umfeld“ wiedererkennen und durch die Stille der Darstellung neu sehen – und bestenfalls neu überdenken. Unsere Wahrnehmung des menschlichen an und für sich, unsere „vertraute Sicht auf die Welt“ wird – im besten Fall, wenn es dem Künstler bzw. der Künstlerin gelingt die Betrachter in seine Kunstwelt mitzunehmen – im beschränkten Darstellungsrahmen, dass heißt im Kleinen neu vermittelt.


Interessant wird es zu sehen, wie fertige und angehende Künstlerinnen und Künstler sich positionieren und ihre Arbeit in unserer Zeit interpretieren


In Ausstellungen stellt sich der Künstler bzw. die Künstlerin der Außensicht, welche uns Betrachtern die eigene, intern vielfach diskutierte Innensicht offenbart. Der Kunstsuchende kommt dem Kunstschaffenden auf die Schliche und erkennt sein Künstlerherz.

Lernen wir in Essen also in diesem Sommer neue Künstlerische Identitäten kennen und warten wir die Eigensicht des Menschen, der in Essen lehrt, studiert oder studiert hat kennen.


Informationen zur Essener Ausstellung 

"Ansichtssachen"

Eine Ausstellung des Studienganges Fotografie und Medienkunst im Gebäude des Regionalverbandes Ruhr (RVR) in Essen


Eröffnung: Freitag, 10. Juni 2022, 15 Uhr

Ausstellungsdauer: 13. Juni bis 26. August 2022

Öffnungszeiten: Mo–Do 10–17 Uhr, Fr 10–15 Uhr

Finissage: 26. August 2022, 15 Uhr

Location: Regionalverband Ruhr Kronprinzenstr. 35, 45128 Essen

Weitere Informationen über die Homepage der Hochschule: 

  •  www.hbk-essen.de / www.hbk-essen.de/de/fotografie-medienkunst


5467 Zeichen, H.W. (Helga Waess)

Freitag, 5. März 2021

Ausst.: "Welt im Umbruch" München Stadtmuseum - bis 02. Mai

Münchner Stadtmuseum öffnet ab Dienstag, den 9. März 2021


Das Stadtmuseum im Herzen Münchens zeigt "Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre"



Die Welt im Umbruch wird bis 02. Mai 2021 im Stadtmuseum in München gezeigt



München. Ab Dienstag, den 9. März 2021, öffnen die Münchner Museen und Kunstgalerien ihre Türen für die Besucher. Das Münchner Stadtmuseum zeigt dann mit verlängerten Öffnungszeiten und Hygienekonzept von Dienstag bis Sonntag (in der Zeit von 10:00 bis 20:00 Uhr die spannende Ausstellung „Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre“. Extra für die Wiedereröffnung nach dem langen Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Öffnungszeiten um zwei Stunden täglich verlängert (Die Website des Museums führt die aktuellen Besuchsregelungen näher aus).


Cover Kunst-Kultur-Blog
Münchner Stadtmuseum, Archivbild -
Pressefoto: Helga Waess

Die Kunst der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts entstand in einer „Welt im Umbruch“



Vor gut einhundert Jahren malte Otto Dix eine teils übersatte Gesellschaft seiner Zeit, während August Sander in seinen, heute würde man sagen „Fotoreportagen“ ein Gesellschaftsbild des Alltags zeigte. Es war eine Zeit in der die Gegensätze des Alltäglichen nicht hätten größer sein können. Stellt man sich die Frage, welche Künstler sind mit ihrer Kunst noch im Blickpunkt, so gibt die Ausstellung im Münchner Stadtmuseum eine gute Antwort. Es sind jene, die Extreme und Gegensätze ihrer Zeit fühlten und visuell verarbeiteten. Sie waren zwischen Licht und Schatten, Hoffnung und Elend mit ihren künstlerischen Mitteln beheimatet.



Der Dialog zwischen Malerei und Fotografie zeigt ein neues Medium, dass damals in den Fokus der künstlerisch Tätigen rückte und zu einer erweiterten Kunstauffassung führte



Die Ausstellung zeigt eine Gesellschaft am Höhepunkte ihres kulturellen Daseins, die trotz aller künstlerischer Innovationen dem Niedergang der freien Kunst in die Augen blickte.

Mit der „Neuen Sachlichkeit“ zeigte die Malerei eine sprechende Bilderwelt und die Fotografie vertiefte ein Neues Sehen des Moments. Das neue Medium der künstlerisch Tätigen sollte den Bildgegenstand realistisch und wahrheitsgetreu wiedergeben.


Sachliche Wiedergabe einer Welt ohne jegliche Illusionen


Nüchterner Blick ohne Emotion, ohne jegliches Pathos, das noch von den aus dem Expressionismus kommenden Malenden gepflegt wurde. Das war der neue Zeitgeist in den Künsten der 20er! Und: er griff schnell um sich. Banales rückte in den Vordergrund und für damalige Sehgewohnheiten „hässliche“ Sujets überzeugten durch die Sprache der künstlerisch Tätigen. Der Alltag in der Großstadt und der gefühlte sowie erlebte Umbruch in der Gesellschaft wurde thematisiert und von manch einem nicht so gerne gesehen.


Malerei und Fotografie der Zwanziger Jahre



Vorbei war es mit der Unschärfe in der Fotografie, die doch immer noch eine Anspielung an die Kunst von Impressionismus und Symbolismus beinhaltete. Die fotografisch Tätigen kamen zur Tiefenschärfe der in der Wiedergabe des Fokussierten. Die Realität, die Sicht auf die Wirklichkeit kennzeichnet die Fotokunst jener Zeit. Vorbei war die Zeit der Schönmalerei in der Fotografie. Man zeigte was ist und das wurde nicht manipuliert.


Gezeigt werden 250 künstlerische Artefakte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts


Neben Fotografien, Gemälden und Grafiken sind maßgebliche Fotopublikationen der Zeit zu sehen. Gezeigt werden Kunstwerke aus Malerei und Fotografie von


  • Aenne Biermann,
  • Erwin Blumenfeld,
  • Otto Dix,
  • Hugo Erfurth,
  • Carl Grossberg,
  • George Grosz,
  • Florence Henri,
  • Hannah Höch,
  • Karl Hubbuch,
  • Germaine Krull,
  • El Lissitzky,
  • László Moholy-Nagy,
  • Albert Renger-Patzsch,
  • Walter Peterhans,
  • Max Radler,
  • August Sander,
  • Georg Scholz,
  • Sasha Stone
  • und Umbo.



Was wird in der Ausstellung "Welt im Umbruch. Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre" gezeigt?


Die, für die Ausstellung „Welt im Umbruch“ von den Kuratoren Dr. Ulrich Pohlmann, Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum in Zusammenarbeit mit Dr. Kathrin Baumstark vom Bucerius Kunst Forum in Hamburg, zusammengetragenen Kunstwerke aus Malerei und Fotografie stammen von über 30 privaten und öffentlichen Leihgebern; darunter sind Sammlungen wie die


  • Berlinische Galerie,

  • Galerie Berinson Berlin,

  • Museum Folkwang Essen,

  • Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg,

  • Museum Ludwig Köln,

  • Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München,

  • Pinakothek der Moderne München,

  • Sammlung Dietmar Siegert München,

  • Von der Heydt-Museum Wuppertal

  • sowie Werke aus dem Eigenbestand des Münchner Stadtmuseums.



Ein Katalog ergänzt die Ausstellung:


"Welt im Umbruch. 

Von Otto Dix bis August Sander – Kunst der 20er Jahre"

Hirmer Verlag

mit Aufsätzen von Kathrin Baumstark, Simone Förster, Miriam Halwani, Ulrich Pohlmann, Esther Ruelfs, Bernd Stiegler und Katharina Sykora

Der Katalog ist in München direkt an der Museumskasse oder auch im Online-Shop erhältlich

Preis von 39,90 €


Hinweis für einen Entspannten Besuch einer Ausstellung des Münchner Stadtmuseums


Liegt der Inzidenzwert für München unter 50 ist der Museumsbesuch ohne Terminbuchung möglich.


Informieren Sie sich über die Homepage des Museums:


  • muenchner-stadtmuseum.de/information/massnahmen-waehrend-der-corona-pandemie



Münchner Stadtmuseum

St.-Jakobs-Platz 1

80331 München

Ein Museum der Landeshauptstadt München