Sonntag, 1. November 2026

München: Fotografien von Terry ONEILL

Tipp: Sammlerfotografien von Terry O'Neill in München 


Der Fotografen Terry O'Neill schuf legendäre Fotokunst die unser Fotogedächtnis bis heute prägen ... 

 

Eine Erinnerung an den Londoner Fotografen Terry O'Neill  (1938 – 2019) in München


München - Fotokunst. München sei eine großartige Stadt, so der Fotograf Terry O'Neill im Jahr 2013 bei der Eröffnung seiner großen Fotoausstellung in der "Galerie Stephen Hoffman - Fine Art Photography". Gerne erinnern wir uns an die Begegnungen mit dem Fotokünstler in der Galerie an der Rückseite des Hotels Bayerischer Hof und an interessante Gespräche mit einem Jahrhundertfotografen. Terry O'Neill (1938 – 2019) zeigte in München Fotorafien, die längst zum allgemeinen Fotogedächtnis unserer Zeit zählen. Fast jeder hat sie schon einmal gesehen und kennt diese berühmten Aufnahmen von David Bowie, Elton John, The Who, Eric Clapton, Chuck Berry uva. In den Photos zeigt sich etwas besonderes, das erkennen lässt, das Terry O'Neill aufgrund seiner langjährigen Freundschaften mit den Musikern der 60th, wie den Beatles und Rolling Stones, zu ganz eigenen Aufnahmen kam.

Terry O'Neill mit Stephen Hoffman, 2013, in der Ausstellung "TERRY O’NEILL „50 years of iconic photography“ – mit limitierten, signierten Originalphotographien" - Terry O'Neills signierte Sammlerfotografien findet man bis heute in der Galerie Stephen Hoffman in München, Foto: Pressefoto-Archiv von Helga Waess (2013)

 

Die Fotografie mit der Schauspielerin Faye Dunaway in Beverley Hills wurde zum

Sein Photo der legendären Schauspielerin Faye Dunaway in Beverley Hills, am Morgen, nachdem sie ihren Oscar als beste Schauspielerin für den Film „Network“ gewann, wurde als einer der "kultigsten Hollywood-Shots aller Zeiten" nominiert. 

„Ein Photo“, so Terry O'Neill im Interview zu mir in der Galerie Hoffman, „dass einen Moment im Leben zeigt, an dem sich alles ändert.“ Er war mit Faye verheiratet. „Der Oskar verändert dein Leben. Ich brachte Faye das Frühstück, sie durchblätterte die Zeitungen, es war alles noch nicht so tief in Ihrem Bewusstsein: die Ehrung, die Party, der Oskar; und doch ahnten wir, dass sich nun alles ändern würde - nicht nur die Honorare. Ich machte das Photo, dann ging Faye wieder schlafen. Es war noch sehr früh die Luft frisch und etwas kühl. Das Wasser im Pool spiegelte ein frisches Blau. All das fing ich hier ein. Wieder ein magischer Moment.“  

Terry O'Neill signiert seine Bücher in der Ausstellung  – TERRY O’NEILL “ROCK’N ROLL ALBUM” – mit limitierten, signierten Originalphotographien - 2015 in der Galerie Stephen Hoffman in München, Pressefotoarchiv: Helga Waess

Eigentlich wollte Terry O'Neill  Jazzmusiker werden, aber Terry wurde Photograph und hier einer der gefragtesten


Er war noch sehr jung und wollte als Jazz-Schlagzeuger in die Staaten fliegen. Am Flughafen am Check-In der British Airways beeindruckten ihn die Abschiedsszenen der Menschen, die sich umarmten, winkten, weinten. Er knipste drauf los. Ein Reporter von einer Londoner Zeitung sah ihn und fragte, ob er von ihm regelmäßig Fotos für die Zeitung kaufen könne. Das war's! Er wurde Photograph. 

"Realy an accident!", so Terry zu mir im Interview.

 

Was von seinen Jazz-Musiker-Träumen blieb? Die Improvisation!

 Sein ganzes Leben sei spannend, sei Improvisation.

So kam er auf Musikbühnen und war bei legendären Auftritten der Beatles dabei. Es war schrecklich für sie, so laut, sie konnten ihren Gesang und ihre Instrumente kaum hören. 

Und er war 1981 Gast auf der Hochzeit von Ringo Star. Plötzlich setzte sich Paul Mc Cartney an das Piano und fing an zu spielen und zu singen. Alle wurden sofort vom Sound erfasst und sangen mit. 

Terry O'Neill auch. Aber er tat noch etwas, er nahm die Kamera und fotografierte einen "Magic Moment". Das Foto mit Paul am Klavier, Ringo und Linda ist legendär und eine Photo-Ikone jener Zeit.

Terry O'Neill war an bekannten Filmsets anwesend

Er fotografierte Brigitte Bardot in "The Ballade of Frenchie King", einer Western Komodie (auf dem Foto oben links). Er ging in  Filmstudios (Paramount Pictures) ein und aus, dokumentierte Jubiläen, wie das 75-jährige Bestehen von Paramount Pictures, mit allen Stars vor dem legendären Eingang. Berühmt und von Magazinen gefragt waren auch seine halbprivate Photographien berühmter Schauspieler/innen und es gibt kaum ein Modemagazin, dass er nicht beliefert (Vogue etc.)

Er arbeitete über 30 Jahre mit Frank Sinatra eng zusammen und dokumentierte sein Leben in Photographien. 

Seine Photographien der verführerischen Brigitte Bardot, Raquel Welch am Kreuz und Audrey Hepburn im Swimmingpool oder als eine Taube auf Ihrer Schulter landete (auf dem Foto oben links). 

Über jedes Photo weiß der Photograph Terry O'Neill eine Geschichte zu erzählen. Zu vielen seiner Modelle hatte Terry langjährige Freundschaften. 

Wenn man die  Galerie Stephen Hoffman besucht, sieht man bis heute hin und wieder eine Ikone der Fotografie von Terry O'Neill, in welcher man die Nähe des Fotografen zu seinen Modellen spürt.

 

Gerne erinnere ich mich bis heute an die Begegnungen mit Terry O'Neill

Der sich gerne Interviewen ließ und als sehr sympathischer Mensch in München für alle Freunde der Fotokunst ansprechbar war. Er prägte Fotogedächtnis seit den 1960ern ist mit seinen Aufnahmen bis heute legendär und unvergessen sind. 

 

Text und Fotos: Helga Waess