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Montag, 31. August 2026

Wissenschaft: Förderpreis "For Women in Science"

 Deutscher L’Oréal UNESCO Förderpreis „For Women in Science 2026“ für vier exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen


Die Welt braucht Wissenschaft – und die Wissenschaft braucht Frauen! Vier Nachwuchsforscherinnen erhalten in Düsseldorf hochdotierte Auszeichnung „For Women in Science“

 

Preisverleihung findet am 16. September im D’Haus, dem Düsseldorfer Schauspielhaus 


L’Oréal, die Deutsche UNESCO-Kommission und das Deutsche Humboldt-Netzwerk zeichnen auch in diesem Jahr vier exzellente Nachwuchswissenschaftlerinnen für ihre herausragenden Forschungsbeiträge mit dem „For Women in Science“-Förderpreis aus. Die Preisverleihung findet am 16. September im D’Haus, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, statt. Ausgezeichnet werden Wissenschaftlerinnen der TU Dresden, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der TU München am Campus Straubing sowie des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme in Stuttgart.


SZ - Zeppelin - Pressefoto-Archiv: Helga Waess

Unter dem Leitspruch „Die Welt braucht Wissenschaft – und die Wissenschaft braucht Frauen

 setzen sich die L’Oréal Fondation und die UNESCO bereits seit 1998 für die Förderung von Frauen in der Forschung ein. Das „For Women in Science“-Programm, das seit 2007 auch in Deutschland fest etabliert ist, hat weltweit bereits mehr als 4.700 Wissenschaftlerinnen gefördert, darunter auch sieben spätere Nobelpreisträgerinnen. In Deutschland wird das Programm in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Deutschen Humboldt-Netzwerk e.V. ausgerichtet, mittlerweile wurden hierzulande mehr als 50 Förderpreise vergeben.


Die diesjährige Preisverleihung am Mittwoch, 16. September 2026, wird einmal mehr - gemeinsam mit Gästen aus Politik, Gesellschaft, Medien und Forschung - für Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft sorgen. Durch den Abend im D’Haus führt TV-Moderatorin Arabella Kiesbauer.

 

Auf der Bühne werden ebenfalls sein:


•    Modedesigner Guido Maria Kretschmer

•    Karriere-Mentorin und „Machtgebiete“-Autorin Christina Sontheim-Leven 

•    Zukunftsforscherin Prof. Anabel Ternès von Hattburg

 

Zudem senden unter anderem Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt sowie Schirmherrin von „For Women in Science“ in Deutschland Dorothee Bär und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur Videobotschaften.


In diesem Jahr werden die mit 

jeweils 25.000 Euro dotierten Förderpreise 

verliehen an:



Dr. Buse Aktaş (Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart) 

forscht über mehrfach nutzbare Werkstoffe an der Schnittstelle von Mechanik, Robotik und Materialwissenschaften. Sie entwickelt Materialien, die sich durch Druck von einem flexiblen in einen stabilen Zustand versetzen lassen. Dadurch kann ein Bauteil beispielsweise als weicher Roboterfinger oder als feste, tragende Stütze dienen und so wertvolle Ressourcen schonen.


Dr. Dorit Brixius (Technische Universität Dresden)

 verbindet Kulturgeschichte und Naturwissenschaften, indem sie historische Parfums und Kosmetikrezepturen aus dem 17. Jahrhundert rekonstruiert. Dadurch macht sie vergessene Wissensbestände der Vormoderne zugänglich und schafft zugleich Sichtbarkeit für Frauen als Pionierinnen der frühen Wissenschaft.


Dr. Mansi Singh (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

 forscht im Bereich der angewandten Mathematik und entwickelt innovative Methoden, um komplexe Ozean- und Klimadynamiken zu analysieren, Wetter- und Klimasimulationen drastisch zu beschleunigen und gleichzeitig präzise zu halten, was wertvolle Rechenressourcen spart und die Vorhersage von Extremwetter verbessert.


Dr. Anna Zieleniewska (Technische Universität München, TUM Campus Straubing) 

erforscht an der Schnittstelle von Physikalischer Chemie und Photophysik, wie elektronische Geräte und Sensoren sparsam und ohne klassische Batterien mit Energie aus ihrer direkten Umgebung wie Licht, Wärme oder Feuchtigkeit versorgt werden können. Dafür untersucht sie weiche, flexible Energiematerialien auf molekularer Ebene, um sie stabiler und leistungsfähiger zu machen.


„Wir blicken stolz auf herausragende Forscherinnen, deren Arbeit unseren Alltag und unsere Zukunft prägt“, 

betont Jean-Christophe Letellier, CEO L‘Oréal DACH. „Ob in der modernen Klimaforschung, bei nachhaltigen Energietechnologien oder in der zirkulären Robotik - die diesjährigen ‚For Women in Science‘-Preisträgerinnen zeigen eindrucksvoll, welch unverzichtbaren Beitrag Frauen zum wissenschaftlichen Fortschritt leisten. Mit unserem Förderpreis geben wir diesen beeindruckenden Wissenschaftlerinnen erneut an unserem Heimatstandort Düsseldorf eine Bühne, stärken ihre Sichtbarkeit und ermutigen zugleich weibliche Nachwuchs-Talente dazu, ihren Weg selbstbewusst zu gehen.“ 


„Geschlechtergleichstellung in Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation ist seit 20 Jahren oberste Priorität der UNESCO“,  

ergänzt Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission. „Trotz aller Fortschritte gelingt es in Deutschland noch nicht ausreichend gut, dass Frauen in der Forschung Karriere und Familiengründung unter einen Hut bringen können. In der Folge hat Deutschland im EU-Vergleich weiter einen nur unterdurchschnittlichen Frauenanteil an Top-Professuren. Mit ‚For Women in Science‘ würdigen wir exzellente wissenschaftliche Leistungen und machen auf die Notwendigkeit aufmerksam, Frauen den gleichberechtigten Zugang zur Wissenschaft zu ermöglichen.“
 

Hintergrundwissen


Über L'Oréal



Seit mehr als 115 Jahren widmet sich L’Oréal, der weltweit führende Beauty-Anbieter, nur einem Ziel: die Schönheitswünsche von Verbrauchern auf der ganzen Welt zu erfüllen. Unser Ziel, die Schönheit zu schaffen, die die Welt bewegt, definiert unseren Ansatz in Bezug auf Schönheit als essenziell, inklusiv, ethisch, großzügig und der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit verpflichtet. Mit unserem breiten Portfolio von 40 internationalen Marken und unseren ehrgeizigen Nachhaltigkeitsverpflichtungen im Rahmen unseres Programms „L’Oréal for the Future“ bieten wir jedem Menschen auf der Welt das Beste in Sachen Qualität, Wirksamkeit, Sicherheit, Aufrichtigkeit und Verantwortung und feiern gleichzeitig die Schönheit in ihrer unendlichen Vielfalt.


Mit mehr als 95.000 engagierten Mitarbeitenden, einer ausgewogenen geografischen Präsenz und einem Vertrieb über alle Vertriebskanäle (E-Commerce, Massenmarkt, Kaufhäuser, Apotheken, Parfümerien, Friseursalons, Marken- und Reiseeinzelhandel) hinweg, erzielte die Gruppe im Jahr 2025 einen Umsatz von 44,05 Milliarden Euro. Mit 22 Forschungszentren in sieben regionalen Hubs weltweit und einem engagierten Forschungs- und Innovationsteam aus über 4.000 Wissenschaftlern sowie mehr als 8.000 Talenten aus den Bereichen Digital, Tech und Data konzentriert sich L’Oréal darauf, die Zukunft der Schönheit zu gestalten und zu einem Beauty-Tech-Powerhouse zu werden.


Im Jahr 2025 wurde L’Oréal vom Fortune-Magazin unter 300 Unternehmen in einem Ranking, das 21 Länder und 16 Branchen in Europa umfasste, zum innovativsten Unternehmen Europas gekürt. 

Auch in Deutschland ist L’Oréal Kosmetikmarktführer. Die Gruppe ist hierzulande an vier Standorten vertreten, darunter mit einer Fabrik in Karlsruhe. In Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigt L'Oréal rund 3.000 Mitarbeitende.

Über die Deutsche UNESCO-Kommission



Die UNESCO ist die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur mit 194 Mitgliedstaaten und Sitz in Paris. Durch internationale Zusammenarbeit in diesen Arbeitsfeldern fördert sie die geistige und moralische Solidarität der Menschheit und damit Frieden und Sicherheit. Die UNESCO setzt sich nicht nur für die Bewahrung von besonders wertvollem Kulturerbe ein, sondern sie ist die globale führende Organisation bei der Förderung chancengerechter und hochwertiger Bildung, von Pressefreiheit und der Erforschung der planetaren Ressourcen. Seit Jahrzehnten engagiert sich die UNESCO als übergreifende Priorität für Chancengerechtigkeit und Gleichstellung, da strukturelle Benachteiligungen für Frauen bereits beim Zugang zu frühkindlicher Bildung beginnen. 

 

Die Deutsche UNESCO-Kommission ist für Deutschland die Schnittstelle zwischen Regierung, Zivilgesellschaft und UNESCO in allen Arbeitsbereichen der UNESCO. Sie stellt sicher, dass UNESCO-Völkerrecht und UNESCO-Programme hierzulande bestmögliche Wirkung entfalten, und trägt dazu bei, dass die Interessen der Bundesrepublik erfolgreich in der UNESCO eingebracht werden. Weitere Informationen unter www.unesco.de.


Über das Deutsche Humboldt-Netzwerk 


 

Das Deutsche Humboldt-Netzwerk ist ein Forum für alle Humboldtianerinnen und Humboldtianer in Deutschland. Kennzeichnend ist die Beteiligung an internationaler Spitzenforschung und vielfältige kulturelle Erfahrungen, die wir nach Deutschland bringen. Dies hat unser Leben nachhaltig beeinflusst und schafft ein Gefühl geistiger Nähe, das die Humboldtfamilie prägt. 


Das DHN möchte (i) den Austausch innerhalb der Humboldtfamilie in Deutschland intensivieren, (ii) den Dialog mit anderen Humboldtvereinigungen auf der Welt führen, (iii) die AvH bei ihren Aktivitäten unterstützen, und sich mit der Gesellschaft und deren laufenden Veränderungen auseinandersetzen. Das Deutsche Humboldt-Netzwerk e.V. ist in 23 Regionalgruppen organisiert. Damit wird sichergestellt, dass in Deutschland alle interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – Mitglieder des DHN aber auch Nichtmitglieder als Gäste - mit vertretbarem Aufwand an den vielfältigen Aktivitäten teilhaben können. Die DHN unterhält mit www.dhn-ev.de ein Internetportal mit einem Veranstaltungskalender und wichtigen Downloads. Zweimal im Jahr erscheint ein Newsletter und den über 430 Mitgliedern steht exklusiv ein passwortgeschütztes Forum zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung sind die Jahrestagungen, wo gesellschaftlich relevante Themen auf einem Podium mit Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft öffentlich diskutiert werden. Berufserfahrene Mitglieder des DHN bieten zudem jungen Alumni der Alexander von Humboldt-Stiftung nach dem Stipendium unentgeltliches Mentoring in der Phase beruflicher Orientierung innerhalb und außerhalb der Universität/Hochschulen an.

Sonntag, 26. Juli 2026

Waldsiedlung Zehlendorf – UNESCO World Heritage Site

Waldsiedlung Zehlendorf Designated UNESCO World Heritage Site


UNESCO: Waldsiedlung Zehlendorf (BERLIN) added to the World Heritage List


Waldsiedlung as an outstanding example of the "New Building" movement – ​​light, air, and sun: Pioneering housing estate joins the Berlin Modernism Housing Estates (DEUTSCH, ENGLISH)



UNESCO World Heritage – July 26, 2026. The Waldsiedlung Zehlendorf has just been added to the World Heritage List as part of the Berlin Modernism Housing Estates. The UNESCO World Heritage Committee made this decision at its current session in Busan, South Korea. This brings the total number of estates included in the World Heritage site in Berlin to seven. The expansion recognizes the Waldsiedlung as an outstanding example of the "New Building" movement. The Berlin Modernism Housing Estates have been a UNESCO World Heritage site since 2008 and exemplify a shift in early 20th-century housing design that prioritized human health and well-being under the guiding principle of "light, air, and sun."

Cycling through the estate grounds on a PAKKA bike (please observe cycle paths) – Photo: 
Summer image – Photo archive: Helga Waess (Art & Culture Blog)


German UNESCO Ambassador Kerstin Pürschel welcomes the inclusion:


“With its unique blend of architecture, woodland landscape, and urban infrastructure, the Zehlendorf Forest Estate adds a distinctive new facet to the existing World Heritage site. This recognition by the World Heritage Committee in Busan underscores the international significance of Berlin Modernism and explicitly acknowledges the contribution of the Zehlendorf Forest Estate.”



Maria Böhmer, President of the German Commission for UNESCO, emphasizes:


The Berlin Modernism housing estates are far more than outstanding architecture. To this day, they demonstrate the essentials of good, affordable, and healthy living. The addition of the Zehlendorf Forest Estate highlights just how visionary these housing concepts were a century ago—and how relevant they remain today.”


Built between 1926 and 1932, the Zehlendorf Forest Estate


... is considered one of the most important works by architect Bruno Taut, who designed it in collaboration with Hugo Häring and Otto Rudolf Salvisberg. Its defining features include colorful facades, a close connection between living space and nature, and spacious green areas situated between the terraced houses and apartment buildings. Every apartment includes a balcony, loggia, or garden—reflecting Taut’s concept of “outdoor living space.” The estate impressively illustrates the *Neues Bauen* (New Building) movement’s commitment to placing health, community, and quality of life at the heart of architecture.


Berlin Modernism Housing Estates


... now comprise the Falkenberg Garden City, the Schillerpark Estate, the Horseshoe Estate (Hufeisensiedlung), the Carl Legien Residential Estate, the White City (Weiße Stadt), the Siemensstadt Large-Scale Estate, and the Zehlendorf Forest Estate (Waldsiedlung). The complex in the southwest of the capital is the largest of the seven World Heritage estates. They were built between 1913 and 1934 as an innovative response to the housing shortage, social challenges, and inadequate sanitary conditions in the rapidly growing city of that era. By combining architecture, urban planning, and open-space design, they set global standards for 20th-century social housing.

Sommerbild - Fotoarchiv: Helga Waess (Kunst-Kultur-Blog)


Background


The UNESCO World Heritage Committee is meeting from July 19 to 29 in Busan, South Korea. It consists of 21 elected States Parties to the World Heritage Convention. It decides on the inscription of new cultural and natural sites on the World Heritage List and addresses the state of conservation of sites already inscribed. The UNESCO World Heritage List currently includes more than 1,250 cultural and natural sites. Approximately 60 of these are considered endangered. Germany currently has 55 World Heritage sites.

 

Information and statements: 

UNESCO press release dated July 26, 2026


Waldsiedlung Zehlendorf - UNESCO-Welterbe

 Waldsiedlung Zehlendorf ist UNESCO-Welterbe


UNESCO:  Waldsiedlung Zehlendorf in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen 

 

Waldsiedlung als herausragendes Beispiel des Neuen Bauens - Licht, Luft und Sonne: Wegweisende Wohnanlage ergänzt Siedlungen der Berliner Moderne


UNESCO-Welterbe - 26. Juli 2026.
Die Waldsiedlung Zehlendorf wurde soeben als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne in die Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen. Das beschloss das UNESCO-Welterbekomitee auf seiner aktuellen Sitzung in Busan, Südkorea. Damit umfasst die Welterbestätte künftig sieben Siedlungen in Berlin. Die Erweiterung würdigt die Waldsiedlung als herausragendes Beispiel des Neuen Bauens. Die Siedlungen der Berliner Moderne zählen seit 2008 zum UNESCO-Welterbe und stehen beispielhaft für einen Wandel im Wohnungsbau des frühen 20. Jahrhunderts, der unter dem Leitmotiv „Licht, Luft und Sonne“ Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen in den Mittelpunkt stellte.

Mit dem PAKKA-Fahrrad durch die Gartenanlage radeln (Radwege beachten) - Foto: A. Waess


Die deutsche UNESCO-Botschafterin Kerstin Pürschel begrüßt die Aufnahme: 

„Mit ihrer einzigartigen Verbindung von Architektur, Waldlandschaft und urbaner Infrastruktur erweitert die Waldsiedlung Zehlendorf das bestehende Welterbe um eine ganz eigene Facette. Diese Anerkennung durch das Welterbekomitee in Busan unterstreicht die internationale Bedeutung der Berliner Moderne und würdigt ausdrücklich den Beitrag der Waldsiedlung Zehlendorf.“


Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer betont:

 „Die Siedlungen der Berliner Moderne sind weit mehr als herausragende Architektur. Sie zeigen bis heute, worauf es bei gutem, bezahlbarem und gesundem Wohnen ankommt. Die Erweiterung um die Waldsiedlung Zehlendorf macht deutlich, wie visionär diese Wohnkonzepte vor hundert Jahren waren – und wie aktuell sie noch immer sind.“


Die zwischen 1926 und 1932 errichtete Waldsiedlung Zehlendorf 

... gilt als eines der wichtigsten Werke des Architekten Bruno Taut, der sie gemeinsam mit Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg plante. Charakteristisch sind ihre farbigen Fassaden, die enge Verbindung von Wohnraum und Natur sowie die großzügigen Grünflächen zwischen Reihen- und Mehrfamilienhäusern. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon, eine Loggia oder einen Garten – Ausdruck des von Taut geprägten Konzepts des „Außenwohnraums“. Die Siedlung verdeutlicht eindrucksvoll den Anspruch des Neuen Bauens, Gesundheit, Gemeinschaft und Lebensqualität in den Mittelpunkt der Architektur zu stellen.


Die Siedlungen der Berliner Moderne

... umfassen nun die Gartenstadt Falkenberg, die Siedlung Schillerpark, die Hufeisensiedlung, die Wohnstadt Carl Legien, die Weiße Stadt, die Großsiedlung Siemensstadt und die Waldsiedlung Zehlendorf. Die Wohnanlage im Südwesten der Hauptstadt ist zugleich die größte der sieben Welterbe-Siedlungen. Sie entstanden zwischen 1913 und 1934 als innovative Antwort auf Wohnungsnot, soziale Herausforderungen und unzureichende hygienische Bedingungen in der schnell wachsenden Stadt jener Zeit. Mit ihrer Verbindung von Architektur, Städtebau und Freiraumgestaltung setzten sie weltweit Maßstäbe für den sozialen Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts.


Sommerbild - Fotoarchiv: Helga Waess (Kunst-Kultur-Blog)

Hintergrund


Das UNESCO-Welterbekomitee tagt vom 19. bis 29. Juli in Busan, Südkorea. Es setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen. Es entscheidet über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit mehr als 1.250 Kultur- und Naturstätten. Etwa 60 davon gelten als bedroht. Deutschland verzeichnet aktuell 55 Welterbestätten.

 

Informationen und O-Töne: 

Pressemitteilung der UNESCO vom 26. Juli 2026 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Deutsche UNESCO Kommission - Bildung für nachhaltige Entwicklung

Deutsche UNESCO-Kommission

 

Nationaler Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung 2027: Bewerbungsphase gestartet 


Initiativen können sich bis zum 15. August bewerben


Berlin - UNESCO. Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Deutsche UNESCO-Kommission verleihen 2027 zum vierten Mal den „Nationalen Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die diesjährige Bewerbungsphase eröffneten Bundesbildungsministerin Karin Prien und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer vergangene Woche auf dem Festakt zum 75. Jubiläum der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin. Vorschläge können bis zum 15. August 2026 online eingereicht werden. Der Preis ehrt Initiativen, die durch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bis 2030 zu erreichen.

Dekorative Zierelemente - München, Foto: Helga Waess - Kunst-Kultur-Blog

Bundesbildungsministerin Karin Prien erklärt zum Nationalen Preis: 

„Nachhaltigkeit beginnt mit Bildung. Wer heute lernt, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, gestaltet die Welt von morgen aktiv mit. Der Nationale Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung macht sichtbar, wie innovative Initiativen Menschen dazu befähigen, Zukunft verantwortungsvoll und gemeinsam zu gestalten.“

Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont:  

„Unser Nachhaltigkeitspreis rückt die vielen engagierten Bildungsinitiativen in den Mittelpunkt, die sich im ganzen Land für eine lebenswerte Zukunft in einer intakten Umwelt stark machen. Sie zeigen uns, wie wir Wissen teilen, voneinander lernen und eine gemeinsame Vision für ein besseres Morgen entwickeln können.“

Insgesamt werden zehn Preistragende von einer unabhängigen Jury aus renommierten Expertinnen und Experten ausgewählt:

 In den Kategorien „Lernorte“, „Bildungslandschaften“ sowie „Multiplikator*innen“ werden jeweils drei Initiativen geehrt, den Sonderpreis in der Kategorie „Newcomer“ erhält eine Initiative. Die Preisverleihung findet im ersten Halbjahr 2027 statt.

Der „Nationale Preis – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird 2027 zum vierten Mal verliehen

 Eine Jury von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Leben und Zivilgesellschaft wählt aus, welche zehn Initiativen und Projekte mit je 10.000 Euro gewürdigt werden. 

Bisher wurden 30 Preistragende für ihren bedeutenden Beitrag zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele sowie zur Umsetzung des UNESCO-Programms „BNE 2030“ mit dem Nationalen Preis geehrt.
 

Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und dabei abzuschätzen, wie sich eigenes Handeln auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirkt. Das 2020 gestartete UNESCO-Programm BNE 2030 zielt darauf ab, die strukturelle Verankerung von BNE im gesamten Bildungssystem voranzubringen. In Deutschland wird BNE auf der Grundlage des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung umgesetzt.

 

Information: Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen UNESCO-Kommission

Sonntag, 7. Juni 2026

UNESCO-Welterbetag 2026

 Welterbetag der UNESCO mit über 550 Veranstaltungen

 

"Welterbe begeistert. Der Veranstaltungsrekord beim UNESCO-Welterbetag belegt das. Dass Zehntausende Menschen die Welterbestätten heute besucht haben, ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Kultur- und Naturerbes in unserem Land


UNESCO-Welterbetag 2026 erreichte deutschlandweit einen Veranstaltungsrekord - gemeinsam für Frieden und Verständigung: Zehntausende erleben Welterbe bei so vielen Aktionen wie nie zuvor - Der nächste Welterbetag wird am 6. Juni 2027  im sächsischen Marienberg eröffnet

 

UNESCO - Welterbetag. In Deutschland zählen 55 Kultur- und Naturerbestätten zum UNESCO-Welterbe. Mit mehr als 550 Veranstaltungen in allen Bundesländern hat der UNESCO-Welterbetag heute einen Rekord erreicht und Zehntausende Menschen an die Welterbestätten gebracht. Der Aktionstag auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland machte bundesweit das große öffentliche Interesse am Kultur- und Naturerbe in Deutschland deutlich. Eröffnet wurde er heute in Regensburg, wo die Altstadt mit Stadtamhof seit 20 Jahren den UNESCO-Welterbetitel trägt. Besondere Akzente setzten außerdem das 30-jährige Jubiläum der UNESCO-Bauhaus-Stätten in Weimar, Dessau und Bernau sowie die Eröffnung des neuen „Welterbe Forums“ auf Zeche Zollverein in Essen. Weltweit machen derzeit 1.248 UNESCO-Welterbestätten in 170 Ländern die Geschichte der Menschheit und des Planeten erlebbar. Der nächste Welterbetag wird am 6. Juni 2027  im sächsischen Marienberg eröffnet.

Baden-Baden Kurhaus,
Foto: Helga Waess / Archiv


Zum heutigen Welterbetag im Kunst-Kultur-Blog: UNESCO: am Sonntag, 7. Juni 2026  um 11 Uhr wird in Regensburg der UNESCO-Welterbetag eröffnet - / für den Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet können alle bis zum 9. Juni ihre Fotos einreichen

 

Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, sagt: 

„Welterbe begeistert. Der Veranstaltungsrekord beim UNESCO-Welterbetag belegt das. Dass Zehntausende Menschen die Welterbestätten heute besucht haben, ist ein starkes Zeichen für die Bedeutung des Kultur- und Naturerbes in unserem Land.“


Fritz S. Ahrberg, Vorsitzender des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland, erklärt:

 „Die große Resonanz auf den UNESCO-Welterbetag zeigt, wie offen und vielfältig unser gemeinsames Erbe vermittelt wird. Welterbestätten sind Orte der Begegnung, an denen Geschichte erfahrbar wird und Menschen miteinander ins Gespräch kommen.“


Rund um die Eröffnung machte ein vielfältiges Programm das Welterbe in Regensburg erlebbar

Unter anderem waren der Markt der Welterbestätten, Angebote zum Donaulimes und Formate, die historische Themen aufgriffen für das Publikum ein toller Einblick in das Welterbe vor Ort.


Der nächste UNESCO-Welterbetag 

wird am 

6. Juni 2027 

im sächsischen Marienberg eröffnet

Die Stadt ist Teil der Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.


Weltweit machen derzeit 1.248 UNESCO-Welterbestätten in 170 Ländern die Geschichte der Menschheit und des Planeten erlebbar

Sie sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Ihr Schutz und Erhalt liegen in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft.

In Deutschland zählen 55 Kultur- und Naturerbestätten zum UNESCO-Welterbe: Vom Wattenmeer über den Kölner Dom und die Alten Buchenwälder bis hin zu den Königsschlössern Ludwigs II. zeigen sie die Vielfalt des gemeinsamen Erbes. 

Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ präsentierten sich diese Orte am diesjährigen UNESCO-Welterbetag mit Programmen für alle Generationen. Der Aktionstag findet seit 2005 jedes Jahr am ersten Sonntag im Juni statt.

 

Information: 

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland, 7. Juni 2026 

7. Juni 2026 UNESCO-Welterbetag

Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet  - Interessierte können noch bis zum 9. Juni Fotos einreichen

 

UNESCO-Welterbetag - 500 Veranstaltungen machen das Welterbe in ganz Deutschland erlebbar - In Regensburg wird heute der bundesweiten Aktionstag eröffnet 


UNESCO: am Sonntag, 7. Juni 2026  um 11 Uhr wird in Regensburg der UNESCO-Welterbetag eröffnet - / für den Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet können alle bis zum 9. Juni ihre Fotos einreichen


REGENSBURG - UNESCO. Der UNESCO-Welterbetag wird am 7. Juni, um 11 Uhr, mit einem Festakt im historischen Reichssaal in Regensburg eröffnet. Die Welterbestadt verbindet die Eröffnung mit einem besonderen Jubiläum: 20 Jahre UNESCO-Welterbetitel „Altstadt Regensburg mit Stadtamhof“. Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ laden die Deutsche UNESCO-Kommission und der Verein UNESCO-Welterbestätten Deutschland am Sonntag, 7. Juni 2026, bundesweit dazu ein, das Kultur- und Naturerbe zu entdecken – bei Führungen, Konzerten, Mitmachaktionen und Veranstaltungen für die ganze Familie. Das Stadtbauamt Münchens hat sich übrigens 2025 mit dem Olympiapark um den Status eines Welterbes der Unesco beworben - das kann aber ein paar Jahre dauern ........

Baden-Baden Kurhaus,
Foto: Helga Waess / Archiv

 

Beim Fotowettbewerb #WelterbeVerbindet 

können Interessierte bis zum 9. Juni alle ihre persönlichen Perspektiven auf die 55 Welterbestätten in Deutschland zeigen und sichtbar machen, was sie mit dem Jahresmotto verbinden. Alle Veranstaltungen, der Fotowettbewerb und viele weitere Informationen sind auf www.unesco-welterbetag.de zu finden. 

Baden-Baden  - UNESCO Welterbe "The Great Spa Towns of Europe"

Unter den "Bedeutenden Kurstädte Europas" ist unter anderem Baden-Baden Teil der europäischen Kulturgeschichte und in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Unter den elf  Kurstädten in sieben europäischen Ländern finden sich drei in Deutschland:

  • Baden-Baden, 
  • Bad Ems 
  • und Bad Kissingen
 

UNESCO-Welterbestätten in Bayern

Diese elf Stätten stehen bereist auf der UNESCO-Liste des Welterbes:

 

  1. Würzburger Residenz und Hofgarten
  2. Wallfahrtskirche Die Wies
  3. Altstadt von Bamberg
  4. Grenzen des Römischen Reiches: Obergermanisch-Raetischer Limes
  5. Altstadt von Regensburg mit Stadtamhof
  6. Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen
  7. Markgräfliches Opernhaus Bayreuth
  8. Augsburger Wassermanagement-System
  9. Die bedeutenden Kurstädte Europas
  10. Grenzen des Römischen Reiches: Donaulimes (westlicher Abschnitt)
  11. Die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern: Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrrenchiemsee
Olympiapark München, im Hintergrund das Olympiastadion von 1972, Foto: Helga Waess (Pressefotoarchiv)


Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: 

„Welterbe gehört allen Menschen. Am UNESCO‑Welterbetag zeigen Stätten in ganz Deutschland, wie vielfältig und lebendig unser Kultur- und Naturerbe ist. So wird sichtbar, warum Welterbe mehr ist als ein Titel. Es ist ein gemeinsamer Auftrag für Frieden und Verständigung, für heute und für kommende Generationen. Die Welterbestätten haben diese Botschaft mit großem Engagement aufgenommen. Bundesweit wird es so viele Veranstaltungen am Aktionstag geben wie nie zuvor.“


Fritz S. Ahrberg, Vorsitzender des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland, erklärt: 

„Welterbestätten sind Orte der Begegnung. Sie ermöglichen es, Geschichte gemeinsam zu erleben, neue Perspektiven kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Genau das wird am UNESCO-Welterbetag bundesweit erlebbar – mit hunderten Veranstaltungen, die zeigen, wie Welterbe Menschen verbinden kann. Dazu laden wir herzlich ein.“


Bundesweit stehen rund 550 Veranstaltungen auf dem Programm

  • So können Besucherinnen und Besucher im Hohle Fels auf der Schwäbischen Alb an mehrsprachigen Führungen teilnehmen, 
  • in Haithabu mit Kindern Geschichte praktisch entdecken, 
  • in Hildesheim zum Fotowalk aufbrechen, 
  • im Kloster Lorsch über den UNESCO-Auftrag diskutieren, 
  • im Bauhaus Dessau Führungen durch Kuratorinnen und Kuratoren erleben
  •  oder auf Zeche Zollverein das neue Welterbe-Forum kennenlernen
  • ... 


Damit bietet der Aktionstag zahlreiche Anlässe für regionale Berichterstattung, Bildtermine und Gespräche mit Welterbe-Expertinnen und -Experten vor Ort.


1.248 UNESCO-Welterbestätten in 170 Ländern weltweit machen die Geschichte der Menschheit und des Planeten erlebbar

Welterbestätten sind Zeugnisse vergangener Kulturen, künstlerische Meisterwerke und einzigartige Naturlandschaften. Der Schutz und Erhalt dieser Stätten liegt in der Verantwortung der gesamten Weltgemeinschaft.


Insgesamt 55 Kultur- und Naturerbestätten zählen in Deutschland zum UNESCO-Welterbe

Vom Wattenmeer über den Kölner Dom und die Alten Buchenwälder bis hin zu den Königsschlössern Ludwigs II. zeugen sie von der menschlichen Schaffenskraft und den Wundern der Natur. Unter dem Motto „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“ präsentieren sich diese bedeutenden Orte am diesjährigen UNESCO-Welterbetag mit Programmen für alle Generationen.

Kurpark in Baden-Baden, Foto: Helga Waess (Archiv)



Mittwoch, 1. Oktober 2025

UNESCO-Biosphaerenreservate

 UNESCO - 26 neue Biosphärenreservate

 

Die UNESCO erweitert die Liste der weltweit um 26 neue Biosphärenreservate - Artenreiche Landschaften schaffen Perspektiven für Mensch und Umwelt 

 

Weltweit wurden 26 neue UNESCO-Biosphärenreservate anerkannt 


UNESCO - Biosphärenreservate. Der Internationale Koordinierungsrat des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ hat bei seiner Sitzung in Hangzhou, China, 26 neue UNESCO-Biosphärenreservate in Afrika, Asien und Europa anerkannt. Sie dienen dem Erhalt der biologischen Vielfalt und erproben naturverträgliche, zukunftsfähige Wirtschaftsformen. Weltweit gibt es damit fast 800 dieser Regionen. Deutschland verzeichnet 17 UNESCO-Biosphärenreservate. Zuletzt wurde 2023 die Niederungslandschaft Drömling in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen anerkannt.

 

Grashüpfer, Foto: Helga Waess (Kunst-Kultur-Blog Presse-Archiv)



„UNESCO-Biosphärenreservate zeigen, wie wir Natur bewahren und zugleich verantwortungsvoll wirtschaften können“

erklärt die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer. „Durch eine nachhaltige Nutzung wie ökologischen Landbau oder naturverträglichen Tourismus erhalten diese Modellregionen artenreiche Landschaften und schaffen Perspektiven für Mensch und Umwelt gleichermaßen. Ich freue mich, dass dieses international bedeutende Netzwerk wächst!“

 

Neue UNESCO-Biosphärenreservate (Link führt zur Homepage der UNESCO 


  • Insel Bioko (Äquatorialguinea)
  • Anywaa-Wald (Äthiopien) 
  •  Vjosa-Tal (Albanien)
  •  Quiçama (Angola)
  •  Daqingshan (China)
  •  Zhouzhi (China)
  •  Sawabi-Inseln, Ras Siyan, Khôr ‘Angar und Godoria (Dschibuti)
  •  Entre Loire et Vilaine (Frankreich)
  •  Lac Bourget (Frankreich)
  •  Parnon-Gebirge und Kap Maleas (Griechenland)
  •  Cold Desert (Indien) 
  •  Raja Ampat (Indonesien)
  •  Snæfellsnes (Island)
  •  Ajloun (Jordanien)
  •  Jarmuk (Jordanien)
  •  Mantadia (Madagaskar)
  •  Tsimembo (Madagaskar) 
  •  Kinabatangan (Malaysia)
  •  Khomyn Tal (Mongolei)
  •  al-Dschabal al-Achdar (Oman)
  •  Al-Sareen (Oman)
  •  Arrábida (Portugal)
  •  Insel São Tomé (São Tomé und Príncipe)
  •  Imam Turki Bin Abdullah (Saudi-Arabien)
  •  Storkriket (Schweden)
  •  Romit (Tadschikistan)



ZUM THEMA:

UNESCO-Biosphärenreservate sind international repräsentative Modellregionen

In den Reservaten wird die biologische Vielfalt bewahrt und funktionierende Ökosysteme als Grundlage einer zukunftsfähigen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung gefestigt. 

Schutz und angepasste Nutzung der gewachsenen Kulturlandschaften stehen im Mittelpunkt. 

Streng geschützt sind nur die im Verhältnis kleinen Kernzonen. 

Auf den übrigen Flächen erproben die Biosphärenreservate nachhaltige Nutzungskonzepte und fördern naturverträgliche Wirtschaftsformen.

 

INFO-TEXT: PRESSEMELDUNG UNESCO - 27. September 2025

Samstag, 12. Juli 2025

UNESCO-Welterbeliste: Schlösser Ludwigs II. von Bayern

 UNESCO-Welterbeliste Neuaufnahme: Neuschwanstein, Linderhof, das Königshaus am Schachen und das Schloss Herrenchiemsee als Ensemble die 55. Welterbestätte Deutschlands


Die Schlösser Ludwigs II. von Bayern wurden nach Abstimmung des UNESCO-Welterbekomitee zum Welterbe erklärt 

 

 Der hohe Standard an denkmalpflegerischer Praxis kann über BAYERN hinaus einen wichtigen Beitrag für den zukünftigen Austausch innerhalb der internationalen Welterbe-Gemeinschaft zum Schutz und der Erhaltung von Welterbestätten leisten 


PARIS - UNESCO-Welterbeliste erweitert. Die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof, das Königshaus am Schachen und das wunderschöne Schloss Herrenchiemsee waren die prunkvolle Rückzugsorte König Ludwigs II. von Bayern (1845 - 1886 / ab 1864 auf dem bayerischen Thron). Sie sind heute Wahrzeichen Bayerns und werden von Touristen aus aller Welt besucht - oder sogar, wie in Las Vegas in Nevada nachgebaut. Auch in China in Dalian in der Provinz Liaoning baute man das Schloss nach und eröffnete das Hotel „The Castle“. Kein Bayernaufenthalt ohne Neuschwanstein, Linderhof und das Abbild von Versailles in Bayern, das große Neue Schloss auf der Herreninsel im Chiemsee. Jetzt wurden die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern, der wegen dieser Bauten als "Märchenkönig" in die Geschichte einging, in die Welterbeliste aufgenommen. Das beschloss das UNESCO-Welterbekomitee heute auf seiner aktuellen Tagung in Paris. 
 
Bayern, das sind die Alpen, die Seen, die wunderschönen Schlösser, die Städte und die Menschen / oder wie Horst Seehofer 2015 bei der CSU-Klausurtagung in Kloster Andechs sagte: "Ich sage immer, Bayern ist die Vorstufe zum Paradies ..."- Foto: Starnberger See, Foto: Helga Waess (Pressefotoarchiv)

 

Neuschwanstein, Linderhof, das Königshaus am Schachen und Herrenchiemsee 

 
 Sie waren die prunkvollen Rückzugsorte König Ludwigs II. von Bayern in der zweiten Hälfte 19. Jahrhundert, der diese Schlösser zu seinem persönlichen Genuss errichten ließ. Sie spiegeln die Fantasiewelten des Märchenkönigs wider.
 


Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Serap Güler unterstreicht: 

„UNESCO-Welterbe schützt als bedeutendstes internationales Instrument natürliches und kulturelles Erbe weltweit und stärkt internationale Zusammenarbeit. Ich freue mich daher sehr über die Aufnahme der weltweit bekannten Schlösser König Ludwigs II. von Bayern. Der hohe Standard an denkmalpflegerischer Praxis vor Ort kann einen wichtigen Beitrag für den zukünftigen Austausch innerhalb der internationalen Welterbe-Gemeinschaft zum Schutz und der Erhaltung von Welterbestätten leisten.“

Die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Maria Böhmer macht deutlich: 

„Die Aufnahme der Schlösser in die Welterbeliste ist eine herausragende Würdigung dieser eindrucksvollen Orte. Sie sind allesamt architektonische Meisterwerke und zeugen von der künstlerischen Vorstellungskraft, aber auch der Exzentrik des Märchenkönigs. Neuschwanstein, Linderhof, das Königshaus am Schachen und Herrenchiemsee sind den Traumwelten Ludwigs II. entsprungen. Heute zählen sie zum Erbe der gesamten Menschheit. Mein herzlicher Dank gilt allen, die sich mit großer Hingabe für diesen Erfolg eingesetzt haben!“

Neuschwanstein wurde als erstes der vier Schlösser erbaut 

 

Neuschwanstein gilt mit seinen romantischen Türmen und seiner exponierten Lage vor dramatischer Bergkulisse als Inbegriff des Märchenschlosses. Innen dominieren Motive aus Wagner-Opern: 

Tannhäuser, Lohengrin, Tristan und Isolde, Parsifal – der Opernstoff findet sich in Wandmalereien und Holzarbeiten wieder, in Porzellanfiguren und Stickereien. Wohn- und Arbeitszimmer ließ der König durch eine künstliche Grotte verbinden. 

Auch in Linderhof verband Ludwig Rückzugssehnsucht mit technischen Finessen

Die Venusgrotte mit farbig beleuchtetem Wasserfall, Regenbogeneffekt und elektrischem Licht war ihrer Zeit weit voraus. Ihren Strom bezogen die Lampen aus einem etwa 100 Meter entfernt gelegenen Kraftwerk, wo eine Dampfmaschine Dienst tat.

Das Königshaus am Schachen bringt orientalisches Flair in die Alpen: 

In über 1.800 Metern Höhe ließ Ludwig einen „Türkischen Saal“ einrichten, in dem er sich feiern ließ. Auch der Maurische Kiosk und das Marokkanische Haus auf dem Linderhofer Gelände zeugen von seiner Begeisterung für die Orientmode des 19. Jahrhunderts. 

 

Herrenchiemsee schließlich ist Ludwigs Idealbild von Versailles – monumental, fantasievoll, aber unvollendet

Es war dieser Bau, der zum finanziellen Ruin des Königs führen, mit seiner Entmündigung und dem frühen Tod des erst 40-Jährigen enden sollte. 

Nur Wochen nach dem Ableben des Herrschers im Jahr 1886 wurden die Anlagen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und faszinieren seitdem Menschen aus aller Welt.


Das UNESCO-Welterbekomitee tagt noch bis 16. Juli 

am Sitz der Weltkulturorganisation in Paris

Das UNESCO-Welterbekomitee setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen.

Das Gremium entscheidet über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten. 

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit mehr als 1.200 Kultur- und Naturstätten, 53 davon gelten als bedroht.

Deutschland verzeichnet 55 Welterbestätten!





Dienstag, 19. April 2022

UNESCO: Noerdlinger Ries / UNESCO-Geopark-Liste

 Geopark Ries von UNESCO ausgezeichnet


Ein Asteroideneinschlag formte vor 14,5 Millionen Jahren das Nördlinger Ries

 

Weltweit gibt es jetzt 177 UNESCO-Geoparks in 46 Ländern - 8 davon in Deutschland


UNESCO. Beim Geopark Ries spricht man von einer Ebene zwischen der Schwäbischen und Fränkischen Alb. Diese große, außergewöhnliche Naturformung entstand vor etwa 14,5 Millionen Jahren als ein Asteroiden die Erde traf und einen Riss in die Landschaft schlug. Es entstand ein 25 Kilometer breiter Krater. Es muss ein schier unglaublich gewaltiger Aufprall gewesen sein, der den gesamten Erdball erdröhnen lies.  Gesteinsmassen wurden in die Atmosphäre geschleudert und Flüsse wurden spontan gestaut. In nur ein paar Minuten wurde das Nördlinger Ries geformt. Es ist bis heute der "am besten erhaltene Krater Europas". Nun hat die UESCO diese besondere Erdformation des Geoparks Ries  in ihr globales Netzwerk der UNESCO-Geoparks aufgenommen, was der Exekutivrat der UN-Kulturorganisation vor Ostern in Paris bekannt gab. Jetzt haben wir in Deutschland acht von der UNESCO ausgezeichnete Regionen, die besonders Schützenswert sind, weil sie einen wichtigen Einblick in die Entwicklung der Erde und damit der Erdgeschichte geben.

Leben auf Stein, Pressefoto: Helga Waess - Kunst-Kultur-Blog Cover


Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, sagte anlässlich der Aufnahme des Geoparks Ries in das Netzwerk der UNESCO-Geoparks:


Der Geopark Ries ist ein beeindruckendes Schaufenster der Erdgeschichte ... Hier können wir unmittelbar erleben, wie unser Planet durch kosmische Ereignisse geformt wurde. Mit seinem herausragenden Einsatz für Umweltbildung, Forschung und einen sanften Tourismus ist der frischgebackene UNESCO-Geopark eine Modellregion für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.“



Irmgard Maria Fellner, Vorsitzende des Nationalkomitees für UNESCO-Geoparks in Deutschland und Beauftragte für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, betont gegenüber der Presse:

„Die UNESCO-Anerkennung des Geoparks Ries zeigt die große Bedeutung dieser besonderen Landschaft und die weltweite Wertschätzung für die hervorragende Arbeit der Verantwortlichen und aller ihrer Partner vor Ort ... Der beeindruckende Krater prägt nicht nur das Antlitz der Region, sondern ist auch als internationaler Forschungsstandort von immenser Bedeutung.“


Vor gut 60 Jahren wurde der der Asteroideneinschlag im Ries erstmals nachgewiesen

Der Krater mit seinen geologischen Besonderheiten bietet ein umfangreiches Forschungsgebiet. Für Besucher entstand ein Lehrpfaden mit Aussichtspunkten. Hier unterstützen Führungen Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Ries, die besondere Geologie und die hier zu findende Vegetation. Ein besonderes Bild der Natur lässt sich im Ries erleben. 


Übrigens: Zuletzt nutze die NASA das Ries zur Vorbereitung der Raumfahrt-Mission Mars 2020

Die urzeitlichen Algen- und Bakterienablagerungen bildeten hervorragenden Bedingungen, um die Raumfahrt-Mission Mars 2020 vorzubereiten. Aufgabe war es zu rekonstruieren, wie man am besten "Leben auf dem roten Planeten sucht".

 

Warum wird die Liste der UNESCO-Geoparks geführt und stetig erweitert?


Ausgewählt und aufgenommen werden besondere Regionen. Hier gibt es zumeist bedeutende Fossilfundstellen, Höhlen, Bergwerken oder auch einmalige Felsformationen. Man kann quasi auf den Spuren der Vergangenheit unseren Planeten Erde erforschen und auch die Bedingungen des Lebens verstehen lernen. 

Aufgabe der UNESCO-Liste ist es, durch Bildung, Schutz und Förderung die nachhaltige Entwicklung unseres geologischen Erbes zu bewahren. Durch die Förderung des Tourismus' wird der globale Wandel augenscheinlich visualisiert. In diesem Jahr - 2022 - wurden insgesamt acht Geoparks in das globale Netzwerk aufgenommen. 

Es finden sich derzeit 177 UNESCO-Geoparks in 46 Ländern in der Liste - hiervon allein acht in Deutschland.