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Dienstag, 7. Juli 2026

3. Juli - 8. Nov. 2026 Große Baselitz-Neupräsentation in München

PINAKOTHEK DER MODERNE - SAMMLUNG MODERNE KUNST - MUSEUM BRANDHORST

 

Baselitz-Neupräsentation in München - Werke der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im  SAAL 28 in der Pinakothek der Moderne: Georg Baselitz (1938–2026)


AUSSTELLUNGSDAUER: 03. JULI 2026 – 08. November 2026 - 31 Werke von Georg Baselitz  von frühen Arbeiten der 1960er Jahre über die „Remix“-Serie bis zum Spätwerk



München. Mehr als fünf Jahrzehnte haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen das Werk von Georg Baselitz (1938–2026) eng begleitet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart erneuerte er maßgeblich die figurative Malerei nach 1945. Der Bestand der Sammlung Moderne Kunst umfasst 31 Werke – von frühen Arbeiten der 1960er Jahre über die „Remix“-Serie bis zum Spätwerk. Die aktuelle Präsentation in Erinnerung an den Künstler umfasst eine Auswahl an elf Arbeiten, welche die komplexe Entwicklung seines Schaffens nachvollziehbar macht. 

Museumsareal in München - Pinakothek der Moderne - Collage mit Alter Pinakothek - München - Foto: Helga Waess (Pressefotoarchiv)

Der erste Ankauf eines Werkes von Georg Baselitz durch die ehemalige Staatsgalerie moderner Kunst im Haus der Kunst erfolgte bereits 1972

Nur vier Jahre später widmete die damalige Staatsgalerie moderner Kunst im Haus der Kunst dem damals 38-jährigen Künstler eine Einzelausstellung. Diese Schau markierte einen Wendepunkt: Zeitgenössische Kunst rückte in den Fokus des Museums, und eine gegenwartsorientierte Ankaufspolitik wurde etabliert.

Dank der Unterstützung von Herzog Franz von Bayern, langjähriger Wegbegleiter und früher Sammler des Künstlers, konnte die erste Ausstellung verwirklicht werden und bedeutende Werke für den Sammlungsbestand gesichert werden. 

Hervorzuheben ist „Der Mann am Baum“ (1969), eines der ersten Gemälde, in denen Baselitz die Figur auf den Kopf stellte. Diese Umkehrung wurde zu einem zentralen Merkmal seines Schaffens und kann zugleich als kritische Reflexion deutscher Geschichte verstanden werden.
 

Die 2019 erfolgte Schenkung von sechs Gemälden und einer Skulptur aus den Jahren 2008 bis 2017 zu Ehren von Herzog Franz von Bayern bildete einen weiteren Höhepunkt

Zu den herausragenden Werken des Spätwerks und dieser Schenkung zählen das Gemälde „Avignon ade“, dessen Figur in einem zeit- und grenzenlosen Raum zu schweben scheint, sowie die Skulptur „Zero Ende“, ein eindringliches Sinnbild der Vergänglichkeit.
 

Über Generationen von Sammlungsleiter:innen und Direktoren hinweg hat die Sammlung Moderne Kunst diesen Werkbestand kontinuierlich erweitert und die künstlerische Entwicklung Baselitz’ über Jahrzehnte begleitet

 Durch das großzügige Engagement des 

  • Wittelsbacher Ausgleichsfonds, 
  • von PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V., 
  • der Theo Wormland-Stiftung, 
  • der Michael & Eleonore Stoffel-Stiftung 
  • sowie durch Georg Baselitz selbst 
konnten wichtige Werke in den Bestand aufgenommen werden.


Seit 2009 bereichern zudem neun Baselitz-Werke der Sammlung Udo und Anette Brandhorst den Münchner Bestand

Das Sammlerehepaar verband eine tiefe Freundschaft mit dem Künstler. Die Werke im Museum Brandhorst spannen einen Bogen von frühen Werken wie „Birke“ (1970) bis zum jüngsten Ankauf im Jahr 2023 mit „Manopola – Fausthandschuh“ (2019).

Carla Schulz-Hoffmann, 

verantwortliche Referentin der Pinakothek der Moderne und stellvertretende Generaldirektorin bis 2011, prägte über 30 Jahre diesen Sammlungsbereich. Sie hat die erste Ausstellung verantwortet – wie auch die aktuelle Präsentation co-kuratiert.
 

Die Werkauswahl zeigt Baselitz‘ intensive Auseinandersetzung mit Malerei: 

Baselitz experimentierte mit Farbtönen, fragmentierte die Figur, trug die Farbe mit Fingern auf, bezog sich auf kunsthistorische Vorbilder, nahm eigene Motive in der „Remix“-Serie wieder auf. Er hinterfragte Malerei schonungslos;  Verdrängtes wurde damit auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene zu Tage gefördert. Georg Baselitz’ Werk bleibt herausfordernd, kraftvoll und kompromisslos.

 

AUSSTELLUNGSDAUER:

 03. JULI 2026 – 08. November 2026

 

Im Museum Brandhorst 

... wird parallel zur Baselitz-Neupräsentation in der Pinakothek der Moderne ein eindrucksvolles Werk in Gedenken an Georg Baselitz im Treppenhaus gezeigt: „Manopola – Fausthandschuh“ (2019).

 

Kuratiert von Verena Hein und Carla Schulz-Hoffmann und unterstützt von Lilith Bitzer
 


Georg Baselitz in der musica viva-Konzertreihe des Bayerischen Rundfunks


2025 gestaltete Georg Baselitz die Marionetten für die Neuinszenierung von Igor Strawinskys „Histoire du Soldat“ im Rahmen der Salzburger Festspielen. Die einzigartige und gefeierte Produktion des Salzburger Marionettentheaters kommt zur musica viva nach München.

22. September 2026, 19.00 Uhr:
 
Prinzregententheater, mit Dominique Horwitz, Isabelle Faust ausgewähltes All-Star-Ensemble internationaler Musiker:innen.


Informationen zum Programm finden Sie unter:

  •  www.br-musica-viva.de/konzerte/isabelle-faust-friends

Sonntag, 19. Oktober 2025

München: Besucherzahlen in der Langen Nacht der Museen

BESUCHSZAHLEN DER LANGEN NACHT DER MÜNCHNER MUSEEN 2025



Die 26. Lange Nacht der Münchner Museen wurde für mehr als 30.000 Besucher:innen zum Erlebnis - so können Museen ihre Besucher begeistern

 

Die Lange Nacht der Münchner Museen war auch in diesem Jahr wieder ein starker Besuchermagnet


München – Eine Stadt im Zeichen der Kultur: Gestern Nacht öffneten über 100 Museen, Galerien und besondere Orte bis 1 Uhr morgens ihre Türen und machten die 26. Lange Nacht der Münchner Museen erneut zu einem stimmungsvollen Highlight im Kulturjahr. Rund 30.000 Besucher:innen erlebten
eine außergewöhnliche Nacht voller Kunst, Geschichte, Wissenschaft und interaktiver Erlebnisse. Eine super Idee waren die 100 Oldtimer, die das Verkehrsmuseum durch München schickte. Nicht nur Oldtimerfans waren begeistert!!!


Das Museum Fünf Kontinente - hier mit dem alten Namen Museum für Völkerkunde - war in der Langen Museumsnacht gut besucht - Foto: Helga Waess - Pressefotoarchiv

Bereits die Eröffnung setzte ein Zeichen:  100 Oldtimer rollten durch München

Sie erfolgte mit dem Rollenden Museum München e.V., das einen der beliebtesten Programmpunkte des Events beiträgt. Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, würdigte das Engagement des Vereins, der die Straßen für die Lange Nacht mit über 100 Oldtimern in ein rollendes Freilichtmuseum verwandelte. Die historischen Automobile zogen alle Blicke auf sich!!!


Eine Fülle nächtlicher Entdeckungsreisen


Zu den Klassikern unter den Publikumsmagneten gehörten wie immer das Europäische Patentamt mit seiner Kunstsammlung und den Hochhaustouren, die Pinakothek der Moderne mit Sonderführungen zu Design und Architektur sowie das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, das antike Welten lebendig werden ließ. Das Deutsche Museum begeisterte mit Kammermusik und Science-Shows, während
das Museum Villa Stuck nach seiner Sanierung mit eindrucksvollen Ausstellungen zahlreiche Gäste anzog.


Besucher:innen tauchten in immersive Ausstellungen ein, etwa bei VAN GOGH IMMERSIV oder in Die Legende der Titanic von der Alegria Exhibition

 Im Magic Bavaria Erlebnismuseum erkundeten sie kreative Fotospots und tanzten in der Upside-Down-Disco, während das WOW Museum Munich – Room for Illusions mit seinen Spiegelwelten die Wahrnehmung herausforderte.

 

Deutsches Jagd- und Fischereimuseum und Alpines Museum

Naturerlebnisse standen im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum und im Alpinen Museum im Fokus, wo heimische Tierwelten und beeindruckende Bergpanoramen entdeckt wurden.

Künstlerische Einblicke bot das Fat Cat

Künstlerische Einblicke bot das Fat Cat mit Ausstellungen aus Malerei, Grafik und Installation. In der Akthof Studio School of Art wurden die Gäste beim Live-Zeichnen selbst aktiv, während sie in der Galerie Handwerk europäische Handwerkstechniken und japanischen Scherenschnitt ausprobierten.

 

Über 14.000 Besucherinnen und Besucher konnten insgesamt in den Museen Alte Pinakothek, Museum Brandhorst, Pinakothek der Moderne und Sammlung Schack, gezählt werden

Hier die Besucherzahlen dieser vier Museen in der Langen Nacht der Münchner Museen

  • Alte Pinakothek:   4.358
  • Pinakothek der Moderne:  6.098
  • Sammlung Schack:  1.020
  • Museum Brandhorst: 2 .853
  • In diesen vier Museen wurden in der Langen Nacht bis 1 Uhr insgesamt 14.329 Besucher gezählt.

 Die sonst andächtige Atmosphäre im Dom zu Unserer Lieben Frau, der Karmeliterkirche, St. Markus und der Erlöserkirche wurde von stimmungsvollen Konzerten und lebendigen Lichtershows bereichert


Die beliebten Stadtrundgänge waren wie gewohnt schnell ausgebucht

, von den historischen Streifzügen von Stattreisen München über die Nachtwächter-Tour der schwarzgold.info bis hin zur Erkundung der Großmarkthalle München oder der unterirdischen Kanäle der Münchner Stadtentwässerung.


Das Kinderprogramm erwies sich erneut als beliebtes Familienangebot und sorgte bei den jüngsten Besucher:innen für strahlende Augen.

 

Mit unvergesslichen Eindrücken, kreativen Begegnungen und interaktiven Höhepunkten hat die 26. Lange Nacht der Münchner Museen einmal mehr gezeigt, wie lebendig, vielfältig und nahbar Münchens Kultur ist


Zahlreiche beteiligten Museen, Galerien und Institutionen haben mit großem Engagement zum Gelingen dieser besonderen Nacht beigetragen. 

Förderer und Partner, insbesondere das Europäische Patentamt und Crelux – a WuXi AppTec
Company haben die Nacht der Museen in München unterstützt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft stellte sogar - wie jedes Jahr - großzügig ihre Shuttlebusse für die Besucher bereit.


Die nächste Lange Nacht der Münchner Museen findet 

am 17. Oktober 2026 statt

 
 
Quellen: 
Pressemitteilung der Münchner Kultur GmbH vom 19. Oktober 2025 
Pressemittelung der Pinakothek der Moderne vom 19. Oktober 2025