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Sonntag, 11. Januar 2026

Impressions: Snow in Munich

Snow in Munich - Winter Impressions


Storm ELLI is here! Best to enjoy it from the window and stay indoors... but when things calm down, it's time to head out into the snow... We're sharing some winter photo impressions from Munich - snow photos from the Bavarian capital


Snow impressions from our press photo blog archive


Munich.
Winter lovers have been waiting for snow! Winter holidays without snow were always boring. Now the cold front, which has already hit northern Germany, is also coming to Bavaria... Storm ELLI is sweeping across the country... Here we show the snow on Munich's roofs and streets! Here are a few photos of the white-dusted Bavarian capital, Munich... and it's getting more and more... Winter holidays in Bavaria - the Bavarian capital Munich beckons with snow, and in just over an hour you can be in the Alps and at the many lakes of the Alpine foothills...


BAVARIA and RUHMESHALLE  Theresienwiese ,
Foto: Helga Waess

The sky above the snow-covered Theresienwiese looked like a painting, and there was snow on the shoulders of the Madonna Bavariae in Marienplatz.

Snow on the Madonna Bavariae in Marienplatz, Photo: Helga Waess

From the tower of the New Town Hall, one could see the snow-covered roofs of the Frauenkirche and surrounding houses


Marienkirche in Munich, Foto: Helga Waess

 

 And there was also a little snow over the university district in Schwabing

 

 In the foreground, the Theatine Church, and on Ludwigstrasse, the University Church, Photo: Helga Waess


Snow-covered roofs from the Old Court to the city limits

 
 Snow-covered roofs of the Old Court, Munich, Photo: Helga Waess

 

The guardian of the New Town Hall in Munich proudly carried the snow.

 

Der Wächter vom Rathausdach in München,
Foto: Helga Waess

 


Hofgarten mit Residenz (rechts) in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

From Odeonsplatz, you slip through the gate into the Hofgarten and experience pure romance

Hofgarten mit Dianatempel in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

The Temple of Diana is located on the axis leading to the Bavarian State Chancellery behind it.


In summer, couples dance in the temple, and in winter, the snow dances through the temple!
 
Hofgarten - Dianatempel in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

View of "Ludwig Beck am Rathauseck" – by the way, there's a webcam under the roof for a view from afar (www.kaufhaus.ludwigbeck.de/service/webcam)


Visitors can enjoy a romantic view under the large Christmas tree in front of the famous "Ludwig Beck" department store (at the corner of the town hall) towards the Old Town Hall, in whose tower the Munich Toy Museum is located. 

Altes Rathaus - Spielzeugmuseum in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

 

 Promenadeplatz in front of the Hotel Bayerischer Hof - with a monument to Michael Jackson

 

 Promenadeplatz in Munich city center on December 24, 2025 - Photo: A. Waess

 

 Tambosi am Hofgarten - Blick vom Odeonsplatz - Foto: A. Waess - 24.12.25

 

Bavaria statue and Hall of Fame above the Theresienwiese in Munich

 

Bavaria statue in front of the Hall of Fame – overlooking the Oktoberfest grounds in Munich, photo: Helga Waess


And here and there the snow is even enough for snowmen – even if they usually melt away quickly.

Snowman in the Isarvorstadt district, photo: Helga Waess



The white Theresienwiese attracted winter-wrapped walkers and even cross-country skiers.

Towers of the Church of Our Lady in Munich's city center as seen from the Theresienwiese, photo:Helga Waess

 


Snow on the Theresienwiese, photo: Helga Waess

Freitag, 9. Januar 2026

Impressionen : Schnee in München

 Schnee in München- Winterimpressionen

 

Sturmtief ELLI ist da! Am besten vom Fenster aus genießen und drin bleiben ... aber wenn es ruhiger wird, dann gehts raus in den Schnee ... Wir zeigen ein paar Winter-Fotoimpressionen aus München - Schneefotos aus der Bayerischen Landeshauptstadt


Schnee-Impressionen aus unserem Pressefoto-Blogarchiv


München. Wintermenschen warteten auf Schnee! Winterferien ohne Schnee waren immer langweilig. Jetzt kommt die Kaltfront, die bereits Norddeutschland im Blick hatte auch nach Bayern ... Sturmtief ELLI fegt über das Land ... Wir zeigen hier den Schnee auf Münchens Dächern und Straßen! Hier ein paar Fotos der weiß gezuckerten Bayerischen Landeshauptstadt München ... und es wird immer mehr ...


BAVARIA und RUHMESHALLE ... ,
Foto: Helga Waess

Wie gemalt erschien der Himmel über der schneebedeckten Theresienwiese und es lag Schnee auf den Schultern der Madonna Bavariae auf dem Marienplatz

Schnee auf der Madonna Bavariae auf dem
Marienplatz, Foto: Helga Waess


Vom Turm des neuen Rathauses sah man die gezuckerten Dächer der Frauenkirche und umliegenden Häuser


Marienkirche in München, Foto: Helga Waess

 

Und es lag auch einwenig Schnee über dem Univiertel in Schwabing

 

Vordergrund die Theatinerkirche und an der Ludwigstrasse die Universitätskirche
Foto: Helga Waess

Schneedächer vom Alten Hof bis zur Stadtgrenze

 

Schneedächer vom Alten Hof, München,
Foto: Helga Waess

Der Wächter vom Neuen Rathaus  in München trug stolz den Schnee

 

Der Wächter vom Rathausdach in München,
Foto: Helga Waess

 


Hofgarten mit Residenz (rechts) in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

Vom Odeonsplatz schlupft man durch das Tor in den Hofgarten und erlebt Romantik pur

Hofgarten mit Dianatempel in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

Der Dianatempel auf der Achse zur dahinter liegenden Bayerischen Staatskanzlei

Im Sommer gibt es im Tempel tanzende Paare und im Winter tanzt der Schnee durch den Tempel!

Hofgarten - Dianatempel in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

Blick zu "Ludwig Beck am Rathauseck" - hier findet sich unter dem Dach übrigens eine Webcam für den Blick aus der Ferne (www.kaufhaus.ludwigbeck.de/service/webcam)


Romantisch blickt der Besucher unter dem großen Tannenbaum vor bei an dem berühmten Kaufhaus "Ludwig Beck" (am Rathaus-Eck) zum Alten Rathaus, in dessen Turm sich übrigens das Münchner Spielzeugmuseum befindet.

Altes Rathaus - Spielzeugmuseum in München - 24.12.2025 - Foto: A. Waess

 

 

Promenadeplatz vor dem Hotel Bayerischer Hof 24.12.25 - Foto: A. Waess

 

 Tambosi am Hofgarten - Blick vom Odeonsplatz - Foto: A. Waess - 24.12.25

 

Bavaria und Ruhmeshalle über der Theresienwiese in München

 

Bavaria vor der Ruhmeshalle - über der Oktoberfestwiese in München, Foto: Helga Waess

Und der Schnee reicht sogar hier und da für Schneemänner - auch wenn sie meist schnell wieder wegtauen

Schneemann in der Isarvorstadt, Foto: Helga Waess

Die weiße Theresienwiese lockte winterlich eingepackte Spaziergänger und sogar Ski-Langläufer heraus

Türme der Liebfrauenkirche in der Münchner Innenstadt von der Theresienwiese aus gesehen, Foto: Helga Waess

Schnee auf der Theresienwiese, Foto: Helga Waess

Dienstag, 2. September 2025

München: Timofej. Die Geschichte des Stadtheiligen

 TEIL 2: Timofej. Die Geschichte des Stadtheiligen - München

 

Timofej - Die Geschichte des „Olympia-Eremit" / „Einsiedler vom Oberwiesenfeld"

 

Der lange Weg von Russland nach München

 

München. Timofej Wassiljewitsch Prochorow ging in München unter dem Namen Väterchen Timofej in die Stadtgeschichte ein. Vermutlich wurde er am 22. Januar 1894 in Buchaewskaja, bei der Stadt Rostow am Don geboren. Hier fuhr er, so wird überliefert als Kohlefahrer mit dem Pferdewagen von Dorf zu Dorf. Er war in Russland verheiratet und hatte drei Söhne. - Einer der Söhne wird ihn im hohen Alter am Oberwiesenfeld in München besuchen.

Türmen der Frauenkirche, Foto: Helga Waess

 

Der lange Weg von Russland nach München

Während des Zweiten Weltkrieges, genauer im Jahr 1943, verhalf er deutschen Soldaten auf russischem Gebiet zur Flucht vor der Roten Armee. Einmal, als er von einer Pferdewagenfahrt zurück in sein Heimatdorf wollte, sei ihm auf dem Rückweg in sein Heimatdorf die Madonna erschienen. Sie habe ihm befohlen, zurück und nach Westen zu gehen. Er solle zu ihren Ehren einen Kirchenbau für alle, eine Ost-West-Friedenskirche errichten.

Hier beginnt eine wechselvolle Geschichte, bei der Timofej über Prag, nach Wien und schließlich nach München kommt und sich niederlässt

Hier überlässt ihm die Stadt ein abseits gelegenes Grundstück am ehemaligen Flugplatz im Oberwiesenfeld. Er baut ab 1952 mit seiner Gefährtin Natascha die heute noch stehenden Gebäude aus dem Bombenschutt des Krieges. Ohne Baugenehmigung und ohne weitere Hilfsmittel. Zeitungen wie die Abendzeitung oder die Süddeutsche betitelten ihn zu Lebzeiten als „Olympia-Eremit" oder „Einsiedler vom Oberwiesenfeld".

In seinem kleinen Wohnhaus, das heute als Museum dient, erzählt die Fotografin Camilla Kraus Timofejs‘ Leben in Bildern. Eines davon aus dem Jahr 1972 zeigt Timofei und Natascha als Hochzeitspaar. Als seine Frau fünf Jahre später im Alter von 78 Jahren starb, errichtete Timofej ihr im Garten neben der Kirche ein symbolisches Grab - für sein privates Gedenken.

  • Die Gedenkstätte wird von der Stiftung Ost-West-Kirche e. V. betreut

Location

Spiridon-Louis Ring 100, Olympiapark in München

Öffnungszeiten: In der Regel täglich von ca. 11 bis 17 Uhr; im Sommer meist länger

 

Cover: Kunst-Kultur-Blog - Foto: Helga Waess

TAGS: #Timofej, #Gedenkstätte, #Legende, #München, #Russland, #Christian Ude, #Oberwiesenfeld, #Olympiagelände




Munich-Oberwiesenfeld: Timofei Memorial

Timofej "Munich's City Saint" Memorial at the Olympic Park

 

Munich's City Saint: Father Timofej and his memorial at the Olympic Park

 

A garden paradise in Munich-Oberwiesenfeld - a Munich landmark (Deutsch)

 

Munich. It was once a small garden paradise in the Olympic Park and the unofficial memorial for Father Timofej, the Methuselah of Munich, who died here at the age of 110. Timofej is as legendary for Munich as the towers of the Frauenkirche. As the photo and letter documentation on site shows, it was none other than former mayor Christian Ude who called this strange Russian emigrant the "City Saint of Munich" in a eulogy on his 100th birthday. In 2023, Timofej's "Peace Church" burned down. Who was this hermit who officially built a house and a small church in the Olympic Park and lived there?


Munich Marienplatz, City Hall and the towers of St. Mary's Church, Photo: Helga Waess


Father Timofej / Daddy Timofej: Individualist, Philosopher of Life, Creative, and Lateral Thinker

Father Timofej joins a group of individuals who embody the city of Munich, consisting of individualists, creatives, and lateral thinkers who unconditionally lived out their philosophy of life.

They are all united by an extroverted, charismatic appearance and the unconditional, unyielding will to be themselves and to assert their inner drive for meaning in life. They identify more than any other group of people with Munich as a city and way of life.

Munich Originals Shape the City

When these Munich residents are mentioned, whether on TV, radio, or in official speeches, their iconic status for the city becomes clear. Munich residents have an inexplicably strong connection with many prominent names. This refers to personalities such as the

  • comedy duo Karl Valentin and Liesl Karlstadt,
  • the writer, journalist, and Munich walker Sigi Sommer,
  • the Munich native Monaco Franze, aka actor Helmut Fischer,
  • the eccentric fashion tycoon Rudolph Moshammer,
  • or the eccentric Russian from Oberwiesenfeld, Father Timofej, who became famous as the city's patron saint.

This also includes the dancing market women from the Viktualienmarkt, who make Munich's history every year during the Munich Carnival and are known as far away as Japan.

It is precisely these personalities who shape the life of this metropolis on the edge of the Alps, embody it, and remain ever-present in the city's traditional memory. For us, this is a reason to visit Father Timofei's fenced garden with its illegal buildings in the Olympic Park, which have not yet been approved but are apparently tolerated by the city.

 

Father Timofei's cottages are illegal buildings in the Olympic Park

Munich-Oberwiesenfeld Airport was located here until 1938. After 1945, this site lay unused and was used to store ten million cubic meters of rubble from the bombed-out city.

The Olympic Park welcomes many visitors every year, but if you ask around here and there on the grounds, it turns out that hardly anyone knows that very close to the Olympic Hill there is a small garden area with buildings that the city planning commission never approved. People have heard of it, but whether it still exists is unknown.

There were never any building permits for the construction of a church, a chapel and other low-rise buildings on the war rubble mountain on the Oberwiesenfeld.


Yet it still exists, a Russian enclave on the site of the Tollwood Summer Festival, the grounds of Timofei Vasilyevich Prokhorov

Here, in the memorial, newspaper articles are displayed, or more precisely, in the "Timofei Museum," which, we read on site, even Vladimir Putin knows.

The Methuselah of Munich has landscaped, cultivated, and built this area since 1951 together with his partner Natascha. Timofei Vasilyevich Prokhorov went down in the city's history as Father Timofei. Over the years, the garden paradise became an unofficial memorial to the Russian emigrant who has long been considered one of Munich's originals.


Memorial to Father Timofej

The Russian émigré came to Munich almost six years after the Second World War. He settled here with Natascha and, as he claimed, built an East-West Peace Church on the present-day Olympic grounds, commissioned by a vision of the Virgin Mary. A church for everyone, regardless of denomination.

Presumably, the men who allowed the Russian to build a hut in the early 1950s where rubble from bombed-out Munich was being collected never dreamed of the indomitable spirit that would build here.

With his unusual lifestyle, the Russian émigré with the full beard attracted the attention of politicians and the public from the very beginning. He, his buildings, his philosophy of life, and his lifestyle were vigorously defended by him and his followers in the 1960s and 1970s.

The buildings were the subject of disputes and demonstrations. And its preservation to this day is largely thanks to former mayor Christian Ude, who frequently visited Father Timofej's garden.

An idyll, even today.


In his small house, which now serves as a museum, photographer Camilla Kraus chronicles Timofei's life in pictures

One of them, from 1972, shows Timofei and Natascha as a married couple. When his wife died five years later at the age of 78, Timofei erected a symbolic grave for her in the garden next to the church – for his private remembrance.

The Hermit of Munich met Friedensreich Hundertwasser, Silvia Sommerlath, the current Queen of Sweden, who visited him again in her capacity as such, and many others. Frequent guests in Munich's most charming illegal building were Christian Ude and his wife Edith von Welser-Ude.

Over the years, the eccentric old man became a "landmark of Munich." When asked how old he was, he always replied: "2,000 years!"

 

The story of Timofej can be found at this link - Part II:

Timofej "Saint of Munich" - Part II: The Story of the "Olympia Hermit" / "Hermit of Oberwiesenfeld" -


LOCATION: East-West Church Foundation

Spiridon-Louis Ring 100

80809 Munich

Opening hours: Generally daily from approximately 11 a.m. to 5 p.m.; usually longer in summer

 

TAGS: #Memorial, #Legend, #Munich, #Russia, #Christian Ude, #Collectart, #Oberwiesenfeld, #War Rubble, #Olympic Grounds, #Olympic Park


LOCATION: Stiftung Ost-West-Kirche e. V. 

Spiridon-Louis Ring 100
80809 München
Öffnungszeiten: In der Regel täglich von ca. 11 bis 17 Uhr;  im Sommer meist länger

TAGS: Gedenkstätte, Legende, München, Russland, Christian Ude, Collectart, Oberwiesenfeld, Kriegsschutt, Olympiagelände, Olypark

München-Oberwiesenfeld: Timofej Gedenkstätte

Timofej "Stadtheiliger Münchens" Gedenkstätte am Olypark

 

Der Stadtheilige von München: Väterchen Timofej und seine Gedenkstätte am Olympiapark

 

Ein Gartenparadies in München-Oberwiesenfeld - eine Münchner Sehenswürdigkeit (English)


München. Es war einst ein kleines Gartenparadies im Olympiapark und die inoffizielle Gedenkstätte für Väterchen Timofej, den Methusalem von München, der hier im Alter von 110 Jahren verstarb. Timofij ist so legendär für München wie die Türme der Frauenkirche. Wie die Foto- und Brief-Dokumentation vor Ort zeigt, war es kein Geringerer als Alt-Oberbürgermeister Christian Ude, der diesen sonderbaren russischen Emigranten in einer Laudatio zu dessen 100. Geburtstag den „Stadtheiligen von München“ nannte. Im Jahr 2023 brante die "Friedenskirche" Timofej's ab. Wer war dieser Einsiedler, der offziell im Olympiapark ein Haus und eine kleine Kirche errichtete und dort wohnte?

Muenchen Marienplatz, Rathaus und Türme der Marienkirche,
Foto: Helga Waess

Väterchen Timofej: Individualist, Lebensphilosoph, Kreativer und Querdenker

Väterchen Timofej reiht sich ein in eine die Stadt München verkörpernde Personengruppe von Individualisten, Kreativen und Querdenkern, die ihre Lebensphilosophie unbedingt auslebten.

Sie alle verbindet ein extrovertiertes, charismatisches Erscheinungsbild und der unbedingte, unbeugsame Wille, sie selbst zu sein, und ihren inneren Antrieb zum Lebensinhalt zu postulieren. Sie identifizieren sich mehr als jede andere Personengruppe mit München als Stadt und Lebensform.

Münchner Originale prägen die Stadt

Wenn diese Münchner erwähnt werden, ob im TV, Radio oder in offiziellen Reden, dann wird ihr Ikonen-Status für die Stadt klar. Der Münchner verbindet mit vielen prominenten Namen unerklärlich viel. Gemeint sind Persönlichkeiten wie das

  • Komikerduo Karl Valentin und Liesl Karlstadt, 
  • der Schriftsteller, Journalist und Münchner Spaziergänger Sigi Sommer, 
  • das Münchner Original Monaco Franze alias Schauspieler Helmut Fischer, 
  • der exzentrische Modezar Rudolph Moshammer 
  • oder eben der kauzige Russe vom Oberwiesenfeld, Väterchen Timofej, der als Stadtheiliger Berühmtheit erlangte. 
  • Hierzu gehören inzwischen wohl auch die tanzenden Marktfrauen vom Viktualienmarkt, die jedes Jahr im Münchner Fasching Stadtgeschichte schreiben und bis nach Japan bekannt sind.


Es sind eben diese Persönlichkeiten, die das Leben der Großstadt am Alpenrand mitprägen, verkörpern und im traditionellen Gedächtnis der Stadt stets lebendig sind. Für uns ein Grund, den umzäunten Garten von Väterchen Timofej mit seinen bis heute nicht genehmigten aber von der Stadt anscheinend geduldeten Schwarzbauten im Olympiapark zu besuchen.

Väterchen Timofeijs Häuschen sind Schwarzbauten im Olympiapark


Hier befand sich bis 1938 der Verkehrsflughafen München-Oberwiesenfeld. Nach 1945 lag dieses Gelände brach und wurde für zehn Millionen Kubikmeter Schutt aus der zerbombten Stadt genutzt.

Der Olympiapark hat jedes Jahr viele Besucher, aber fragt man hier und da auf dem Gelände, so stellt sich heraus: Kaum jemand weiß noch, dass sich ganz in der Nähe des Olympiabergs ein kleines Gartenareal mit Gebäuden befindet, die die Stadtbau-Kommission nie genehmigt hat. Man habe davon gehört, aber ob es das noch gäbe, sei nicht bekannt.

Für die Errichtung einer Kirche, einer Kapelle und weiterer flacher Bauten am Kriegsschuttberg auf dem Oberwiesenfeld gab es niemals Baugenehmigungen.

Doch es gibt sie noch, eine russische Enklave auf dem Platz des Tollwood Sommerfestivals, das Areal von Timofej Wassiljewitsch Prochorow 


Hier, in der Gedenkstätte sind Zeitungsartikel ausgehängt, genauer im dortigen "Timofej Museum", das sogar, so lesen wir vor Ort, Wladimir Putin kennt.

Der Methusalem von München hat dieses Areal seit 1951 zusammen mit seiner Lebensgefährtin Natascha begrünt, bewirtschaftet und bebaut. Timofej Wassiljewitsch Prochorow ging in die Stadtgeschichte als Väterchen Timofej ein. Im Laufe der Jahre wurde das Gartenparadies zur inoffiziellen Gedenkstätte für jenen russischen Emigranten, der längst zu den Münchner Originalen gezählt wird.


Gedenkstätte für Väterchen Timofej

Der russische Emigrant kam knapp sechs Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nach München. Ließ sich mit Natascha hier nieder und erbaute am heutigen Olympiagelände im Auftrag einer Marien-Vision, wie er behauptete, eine Ost-West-Friedenskirche. Eine Kirche für alle, jenseits aller Konfessionen.
Vermutlich hatten jene Männer, die dem Russen Anfang der 50er Jahre gestatteten, dort, wo man den Schutt aus dem zerbombten München sammelte, eine Wohnhütte zu errichten, nicht im Traum daran gedacht, was hier für ein unbeugsamer Geist bauen wollte.
Mit seinem ungewöhnlichen Lebensstil zog der russische Emigrant mit dem Vollbart von Anfang an die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf sich. Er, seine Bauten, seine Lebensphilosophie und sein Lebensstil wurden von ihm und seinen Anhängern in den 60er und 70er Jahren lebhaft verteidigt.

Um die Gebäude wurde gestritten und demonstriert. Und ihr Erhalt ist bis heute wohl nicht zuletzt Alt-Oberbürgermeister Christian Ude zu verdanken, der im Garten von Väterchen Timofej häufig zu Besuch war.

Ein Idyll, auch heute noch.

In seinem kleinen Wohnhaus, das heute als Museum dient, erzählt die Fotografin Camilla Kraus Timofejs‘ Leben in Bildern. Eines davon aus dem Jahr 1972 zeigt Timofei und Natascha als Hochzeitspaar. Als seine Frau fünf Jahre später im Alter von 78 Jahren starb, errichtete Timofej ihr im Garten neben der Kirche ein symbolisches Grab - für sein privates Gedenken.

Der Eremit von München begegnete Friedensreich Hundertwasser, Silvia Sommerlath, der heutigen Königin von Schweden, die ihn als solche auch wieder besuchte, und vielen anderen. Häufige Gäste im liebenswertesten Schwarzbau Münchens waren Christian Ude und seine Frau Edith von Welser-Ude.

Mit den Jahren wurde der wunderliche alte Mann zum „Wahrzeichen von München". Nach seinem Alter befragt, antwortete er stets: „2000 Jahre!"


Unter diesem Link findet sich die Geschichte Timofej's - im II.  Teil: 


LOCATION: Stiftung Ost-West-Kirche e. V. 

Spiridon-Louis Ring 100
80809 München
Öffnungszeiten: In der Regel täglich von ca. 11 bis 17 Uhr;  im Sommer meist länger

TAGS: Gedenkstätte, Legende, München, Russland, Christian Ude, Collectart, Oberwiesenfeld, Kriegsschutt, Olympiagelände, Olypark

Sonntag, 27. Juli 2025

Aufbau Oktoberfest 2025 in München - Fotoimpressionen

190. Münchner Oktoberfest 2025


Impressionen von der Theresienwiese - AUFGEBAUT WIRD  und der Oktoberfest-Countdown läuft: noch 54 Tage bis zum 190. Oktoberfest in München


 20. September bis  05. Oktober 2025 - 40 Festzelte und über 100 Fahrgeschäfte und Buden müssen aufgebaut werden ... und dazu kommt noch die OIDE WIESN!

 

München. Im September startet das größte Volksfest der Welt auf der Theresienwiese zu Füßen der Bavaria. Den Auftakt bildet der traditionelle Fassanstich durch Oberbürgermeister Dieter Reiter am 20. September, um 12 Uhr, in der Schottenhamel Festhalle. Das Oktoberfest bietet fast 40 Festzelte, Biere von sechs Münchner Brauereien und mehr als 100 Fahrgeschäfte und Buden sorgen für Unterhaltung und Nervenkitzel. Bis es soweit ist wird aufgebaut. Wir gingen in der Woche morgens um 5:30 Uhr über die Theresienwiese und sahen den Sonnenaufgang auf der Baustelle Oktoberfest", wie ein Plakat am Bauzaun verkündet. 

Sonnenaufgang über München - Blick von der Theresienwiese zur Frauenkirche, Foto: Helga Waess - 23. Juli 2025 

Hier Impressionen von der Oktoberfestwiese in München vom 23. Juli 2025


Baustelle Oktoberfest 2025 die großen Festzelte in der Wirtsbudenstrasse stehen schon fast alle und der Paulanerturm sowie der Löwenbräuturm sind die Vorboten des größten Bierfestes der Welt an! Foto: Helga Waess 23. Juli 2025

Baustelle Oktoberfest mit Blick zur Bavaria vor der Ruhmeshalle - Foto: Helga Waess, 23. Juli 2025

Kufflers Weinzelt nimmt Gestalt an - Foto: Helga Waess am 23. Juli 2025

Wiesnaufbau 2025 in München - Foto mit Bavaria - Foto: Helga Waess 23. Juli 2025

Wiesnaufbau 2025 in München - Foto mit Frauenkirche im Morgenrot über München - Foto: Helga Waess 23. Juli 2025



Freitag, 10. Januar 2025

Snow in Munich

 There was snow in Munich the other day

 

Winter photo impressions from Munich - snow photos from the Bavarian capital


We take a look back and show snow impressions in January (from our press photo blog archive)


Munich. Winter people are waiting for snow! Winter holidays without snow were always boring. And so many Munich residents hoped that the city would turn white again. Every now and then a few flakes would fall. And in some cases the snow finally stayed put. In the afternoon there were already three centimeters of snow on Munich's roofs and streets! Here are a few photos of the Bavarian capital Munich, which was recently still covered in white sugar.


 BAVARIA and HALL OF FAME...,
Photo: Helga Waess

The sky appeared as if it had been painted over the snow-covered Theresienwiese and there was snow on the shoulders of the Madonna Bavariae on Marienplatz

Snow on the Madonna Bavariae on the
Marienplatz, photo: Helga Waess

 
From the tower of the new town hall you could see the sugared roofs of the Frauenkirche and surrounding houses


 St. Mary's Church in Munich, photo: Helga Waess

 
And there was also a little snow over the university district in Schwabing

 

The Theatiner Church in the foreground and the University Church on Ludwigstrasse
Photo: Helga Waess

 

Snow roofs from the Alter Hof to the city limits


Snow roofs from the Alter Hof, Munich,
Photo: Helga Waess

 

The guard of the New Town Hall in Munich proudly carried the snow

The guard from the roof of the town hall in Munich,
Photo: Helga Waess


Bavaria and Hall of Fame above the Theresienwiese in Munich

Bavaria, Photo: Helga Waess


And the snow was even enough for snowmen here and there - even if they melted away quickly

Snowman in the Isarvorstadt, photo: Helga Waess


The white, wide Theresienwiese attracted walkers and even cross-country skiers

Towers of the Liebfrauendom seen from Theresienwiese, photo: Helga Waess

Snow on the Theresienwiese, photo: Helga Waess