Mittwoch, 9. September 2026

11. - 13. Sept. : Landesfesttage Oberkirch / Schwarzwald

Landesfesttage  -  Festumzug in Oberkirch - Heimattage Baden-Württemberg

 

Oberkirch im Renchtal inmitten der Weinberge bereitet ein Festwochenende vor: die Landesfesttage beginnen am Freitag, den 11. September mit der Verleihung der Heimatmedaille Baden Württemberg durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Cem Özdemir und dann wird das ganze Wochenende gefeiert


Landesfesttage vom 11. bis 13. September in Oberkirch im Renchtal - "Heimat ist da, wo Gutes entsteht"!


Oberkirch. 
Die Landesfesttage stehen in Oberkirch vor der Tür. Vom 11. bis zum 13. September wird richtig gefeiert. Das Festwochenende beginnt mit der Verleihung der Heimatmedaille Baden Württemberg durch den Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg Cem Özdemir am Freitag. Es folgt der Kinder- und Brauchtums-Samstag, der Brauchtumsabend und der große Zapfenstreich am Samstag. Und dann wird es festlich bunt, wenn die Mitglieder von Vereinen, Handwerkern, Volkstanzgruppen und Verbänden sich in ihre Festtracht kleiden, die Musikinstrumente stimmen und den großen Landesfestumzug am Sonntag, den 13. September starten. Der Umzug geht durch die historische Altstadt. ... Nicht weit von Frankreich, nah an Baden-Baden und nur ein paar Schritte in den Schwarzwald:  Hier lässt es sich fein entspannen und bei regionaler Küche und ebensolchen Obst- und Weinsorten kommt man im Renchtal auch innerlich "schnell an" … und dann lädt auch noch der Hochschwarzwald zum Wandern ein! ...  Wir werden bei den Landesfesttagen dabei sein und berichten!

Die Schauenburg wurde im 11. Jahrhundert durch Herzog Berthold II. von Zähringen erbaut / Oberhalb von Oberkirch liegt die Ruine dieser Spornburg - Kulturgut in Deutschland Foto: Helga Waess (Archiv)

Oberkirch im Renchtal

 In gut zwei Stunden und 45 Minuten ist man, wenn alles frei, im Renchtal. Zugegeben der Weg durchs Ländle kann lang erscheinen, wenn die Autobahn voll ist. Sie führt uns in Richtung Augsburg, Ulm, Stuttgart, Baden-Baden und noch ein wenig weiter in Richtung Basel. Auf dem Weg ins Renchtal dann über kleinere Straßen. Es geht durch Achern, Ulm – gemeint ist hier das bekannte „Bierdorf Ulm“ - Haslach und vorbei an Tiergarten mit der Ullenburg und weiter in Richtung Oberkirch. - Die Ullenburg, welche sich in den Archivunterlagen von Oberkirch erstmals im Jahr 1070 erwähnt findet, wurde übrigens bereits im späten 18. Jahrhundert abgebrochen, hier und da findet man noch Mauersteine in den Häusern der Umgebung. - Man bekommt auf der Strecke durch das Renchtal einen schönen Einblick in die hiesige Landwirtschaft: Anfangs noch Maisfelder und weiße Kuhherden auf saftig-grünen Wiesen, ändert auch einmal eine Flut von Obstbäumen den Gesamteindruck. Am Rand tauchen hier und da noch grüne Weinberge auf. Romantisch umgrenzen sie das Tal um den Fluss Rench.

Oben auf dem Weinberg  - Blick in Richtung Strassburg
und Vogesen, Foto: Helga Waess

 

Die Landesfesttage sind Teil der Heimattage, die das ganze Jahr 2026 im Renchtal prägten

Die besonderen Errungenschaften dieser Region, die nicht zuletzt erlesene Weine, Hausgebrannte Edelbrände, leuchtende Erdbeeren, Kirchen, Äpfel und zurzeit bunte Kürbisse auf die Märkte bringt, werden gefeiert. Die köstliche Badische Küche - jeder schwärmt von der frischen Kürbiskernsuppe, und die Schwarzwälder Kirschtorte muss man hier einfach probieren. Danach in die Grimmelshausen-Ausstellung im gleichnamigen Museum oder zu den Erlebnisführungen vor Ort. 

Blasmusik, Chöre, Lesungen, Theater und Stimmungsmusik gehören zur Kultur der Renchtaler, die das Feiern erfunden zu haben scheinen und mit dem Erdbeerfest oder Weinfesten immer wieder Neues bieten. Was die Künstler der Region, die Kunsthandwerker oder auch die Fotografen für die Nachwelt festhalten. Weinwanderungen, Brennersteig, Renchtalsteig, Genussradeln, der Mühlbachpfad oder eine feine Mountainbike-Tour führen die Besucher zu neuen Eindrücken im Ländle.

Ringelbach im Herzen der Weinberge bietet diesen Rastplatz, Foto: Helga Waess


 Mit den Heimattagen, die das Land Baden-Württemberg im Jahr 1978 ins Leben gerufen hat, will man das Miteinander und das Wir-Gefühl im Ländle stärken

 Jedes Jahr richtet eine andere Gemeinde bzw. Region die Heimattage aus. Brauchtumspflege und Miteinander werden dabei groß geschrieben und die Kleinsten sind auch schon dabei. 

Eine Reihe von Veranstaltungen hatte dieses Jahr die Gemeinde Oberkirch im Renchtal ausgedacht. Seit Mai ging es um das Motto "Heimat ist da, wo Gutes entsteht"! In Oberkirch geht es dabei um "Literatur von Weltrang, die Menschen des Tales, den künstlerischen und kulinaischen Genuss sowie Geistvolles".

Obstbäume bei  Tiergarten, Oberkirch, Foto: Helga Waess


Seit 700 Jahren hat Oberkirch das Stadtrecht und seit 300 Jahren das Brennrecht

... dieses und der 350. Todestag des Schriftstellers Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen stehen im Fokus des Tals rund um den Fluss Rench. Literarisches, handwerkliche Exzellenz und kulinarische Highlights und erlesene Weine lassen hier immer wieder neues Entdecken.

Weinreben - Blick auf Ringelbach, Foto: Helga Waess


Der Dichter Grimmelshausen lebte von 1649 bis 1668 in Oberkirch-Gaisbach

durch ihn wurde Oberkirch ein Ort der Weltliteratur

Der Ortenauer Wahlbürger Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen verstarb in Renchen vor 350 Jahren. Mit einer Grimmelshausen-Ausstellung ehrt Oberkirch seinen weltbekannten Schriftsteller. 

Dort wo Grimmelshausen im Jahr 1669 seinen „Simplicissimus“ verfasste. Er war einer der bekanntesten Dichter der Barockzeit und hieß mit vollem Namen Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Im Renchtal, wo Grimmelshausen als Vogt und Gastwirt seine Spuren hinterließ, erinnern viele Orte an diese Phase der Ortsgeschichte.

Rast in den Weinbergen an der Ullenburg - Richtung Horizont findet sich Strassburg,
Foto: Helga Waess

 

Für ein langes Wochenende ist man selbst aus München relativ schnell dort!

Die Ruhe des Ortes und die Atmosphäre der Weinberge, die Geschichte des Dichters und ein netter Menschenschlag, lassen verstehen, warum die Menschen schon immer hier und im UNESCO-Welterbe, der Sommerhauptstadt Baden-Baden Urlaub machten. 

Für ein langes Wochenende ist man selbst aus München relativ schnell hier! 

 

Der Kurpark in Baden-Baden wartet auf seine Gäste, Foto: Helga Waess