Montag, 30. Juli 2018

UNESCO-Biosphärenreservat: Thüringer Wald

UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald

UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald  wurde von 170 auf 337 Quadratkilometer erweitert


UNESCO unterstützt die Bemühungen von Bürgern, Vereinen und Kommunen im Biosphärenreservat Thüringer Wald


Die UNESCO hat bei Ihrer Tagung im  indonesischen Palembang die Erweiterung des Biosphärenreservats Thüringer Wald beschlossen. Das Gelände liegt - grob umrissen - zwischen den Orten Ilmenau, Oberhof, Schleusingen, Suhl und Masserberg. Wer diese Gegend kennt, der weis das leicht bergige Gebiet mit seinen Schatten spendenden Buchen- und Fichtenwäldern zu schätzen. In den zwischenliegenden Tallagen erwarten den Wanderer Wiesen- und Weideflächen. Hier kommen viele seltene Tierarten vor - Schwarzstorch und Feuersalamander sind nur zwei davon.
Urlauber schätzen den "Rennsteig", der auf über 30 Kilometern das Biosphärenreservat Thüringer Wald durchwandern lässt.

Naturfotografie, Foto: Helga Waess

Vom „Vessertal-Thüringer Wald“ zum "Thüringer Wald"


Seit 1979 findet sich die Region, das „Vessertal“, das einst immerhin insgesamt circa 14 Quadratkilometern umfasste, im UNESCO-Weltnetz der Biosphärenreservate.

Schön, dass die Region seit dem immer wieder erweitert wird.

So wurde das Reservat zuletzt 1990 auf 170 Quadratkilometer vergrößert und mit dem Namen „Vessertal-Thüringer Wald“ in die  UNESCO-Liste aufgenommen.

Mit der Erweiterung des Gebiets entfällt zukünftig der Namensbestandteil „Vessertal“, was einige dort lebende Bewohner vermutlich nicht so gut finden werden.

Das Biosphärenreservat heißt ab sofort nur noch "Thüringer Wald".

UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald umfasst jetzt eine fast verdoppelte Fläche des Gebiets von insgesamt 337 Quadratkilometern


Die UNESCO lobte ausdrücklich die Beteiligung von Bürgern, Vereinen und Kommunen, welche aktiv um die Erweiterung des Biosphärenreservates bemüht waren. Für den UNESCO-Beschlusses hatte der Freistaat Thüringen im Vorfeld der diesjährigen Tagung sogar das Biosphärenreservat nach bestehendem Landesrecht vorausschauend erweitert.

Prof. Dr. Maria Böhmer, die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, zeigte sich anlässlich der Erweiterung des Biosphärenreservates Thüringer Wald höchst erfreut:

„Es ist eine gute Nachricht, dass mit dem heutigen Beschluss das Gebiet des UNESCO-Biosphärenreservats Thüringer Wald erheblich erweitert werden konnte. Durch die Vergrößerung der Fläche wird das Biosphärenreservat jetzt den hohen Anforderungen der UNESCO gerecht. Der Thüringer Wald leistet in Deutschland und international Pionierarbeit mit innovativen Strategien für einen nachhaltigen Tourismus und Maßnahmen zum demographischen Wandel. Umweltschutz geht hier Hand in Hand mit wirtschaftlichem Ertrag. Ich wünsche mir, dass die modellhafte Arbeit der 16 UNESCO-Biosphärenreservate in Deutschland viele Nachahmer findet. Hier ist nachhaltiges Wirtschaften bereits Realität.“