28. - 30. August: 22. Internationale Concours d‘Elegance und die ASC-Classic-Gala
Der 22. Internationale Concours d‘Elegance und die ASC-Classic-Gala krönen in Schwetzingen das Oldtimer-Jahr im Südwesten Deutschlands -Maserati feiert 100. Marken-Geburtstag, man erinnert an Dino Ferrari und die Königskarosserie ist ebenfalls dabei
22. ASC-Classic-Gala Schwetzingen mit Events und über 160 Oldtimer von rund 50 Marken
Schloss Schwetzingen
– Alle automobilen Klassiker von fast 50 Marken werden nach den
Kriterien des Oldtimer-Weltverbandes FIVA beurteilt. Eine 30-köpfige
Fachjury entscheidet schließlich welche Fahrzeuge am Sonntag, den
30. August 2026 bei der Siegerehrung als beste und vor allem
originalgetreuste Oldtimer prämiert werden. Das
Rahmenprogramm bringt wieder Live-Musik mit Swing, Jazz und ein
klassisches Konzert ins Rokoko-Theater. Es gibt eine
Kunstausstellung, Vintage-Modenschauen und Lifestyle-Präsentationen.
Und dazu noch die ADAC Klassik zum FIVA-Jubiläum und für alle
Fragen rund um das vierrädrige Garagengold den DEKRA Classic
Services vor Ort. Überblick des Programms hier im Kunst-Kultur-Blog: Classic-Gala Schwetzingen verbindet Kultur, Musik, Mode, Lifestyle und Genuss zu einem sommerlichen Erlebnis
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Nach dem Oldtimer-Meeting im Juli in Baden-Baden gehts Ende August zum Schloss Schwetzingen 2026, Pressefoto-Archiv: Helga Waess |
Der traditionsreichste Concours d’Elegance Automobile in einem
Barockgarten ist ein unvergessliches Erlebnis
Dabei sind in diesem Jahr unglaubliche 30 Maserati, die ihren 100. Marken-Geburtstag feiern
Vor genau 100 Jahren bauten die Gebrüder Maserati unter Leitung von Alfieri Maserati mit dem Tipo 26 ihren ersten eigenen Rennsportwagen, einen Reihen-Achtzylinder mit 1500 ccm und 170 PS, der auf Anhieb die 150er-Klasse der sizilianischen Targa Floriogewann.
Dieser Maserati Tipo 26 führt den Reigen von mehr als 30 klassischen Maserati an, die auf der Schlossterrasse präsentiert werden.
Zu den Exponaten gehörten ein 8 CM-Monoposto von 1934, ein 4 CLT-Rennwagen von 1948, der A6CS Rennsportwagen von 1955 und sogar einer der 33 legendären Maserati 250 F, der grüne Monoposto des britischen Rennfahrers Roy Salvadori. In diese Zeit gehört auch das erste Seriencoupé A61500 von Pininfarina und der Maserati A6 2000 Frua Spider von 1957 und neben diversen Maserati 3500 GT sieht man in Schwetzingen auch den Maserati 5000 GT, der 1961 auf Wunsch des Shahs von Persien gebaut wurde.
Zur Ahnenreihe gehören auch die viertürigen Maserati Quattroporte-Limousinen und fast alle Maserati, die nach heißen Wüstenwinden benannt wurden:
der Mistral von 1962, der legendäre Ghibli, die Mittelmotor-Boliden Merak und Bora und der keilförmige Khamsin, sowie die Biturbo-Reihe, die über den Ghibli II bis zum Shamal zu den neueren Maserati-Achtzylindern führt. Für die Besucher muss es nicht beim Anschauen bleiben: Maserati-Deutschland bietet auch Probefahrten mit seinen neuesten Modellen an.
Das Event „Passione Dino – Tribut an Mensch und Maschine“ wird begeistern
Der berühmte Automobil-Unternehmer Enzo Ferrari hatte einen Sohn namens Alfredo, der 1956 mit 24 Jahren an einer unheilbaren Krankheit starb.
Alfredo Ferrari, genannt Dino, studierte Ingenieurwissenschaften in der Schweiz und arbeitete mit großem Talent im 1948 gegründeten Familienunternehmen Ferrari.
“Dino“ Ferrari konstruierte bis zu seinem Tod einen neuen, kompakte V6-Motor für die 1,5-Liter
Klasse im Rennsport. Nach dem Ableben seines Sohnes Dino benannte Enzo Ferrari die Sportwagen und Sechszylindermotoren nach ihm. Nach großartigen Sporterfolgen des Dino156, unter anderem mit Graf Berghe von Trips, baute Ferrari Mitte der 60er Jahre einen neuen 2-Liter-V-6-Motor, den man auch in der F-2 einsetzen wollte. Daraus entstanden der Rennsportwagen Dino 206 SP und die Serienversion Dino 206 GTB, aus der mit 2,4-Litern Hubraum der Dino 246 wurde.
Die ASC-Classic-Gala Schwetzingen zeigt nicht nur den 206 SP Bergrennwagen des Salzburger Kommerzienrates Egon Hofer, sondern auch alle Varianten des Dino und des daraus abgeleiteten FIAT Dino samt Lancia Stratos und Dino 308 GT 4 – 15 Klassiker zu Ehren von Ferrari und seines Sohnes „Dino“.
Was wäre das Event zur Automobil-Geschichte ohne das Mercedes-Coupé mit Heckflossen
Als Anfang der 60er Jahre das Coupé zur Mercedes-Modellreihe 111 entstand, wurde auf Sonderwunsch 1964 auch ein 300 SE Coupé mit den sog. Heckflossen gebaut. Zu dieser Zeit war der junge Franzose Paul Bracq zum verantwortlichen Mercedes-Stilisten erkoren, der sich aber für die Serie für die bekannte Lösung ohne Heckflossen entschied.
Das von Wendler-Karosserie in Reutlingen gebaute Coupé soll sich lange im Besitz der Kleiderfabrik Bader befunden haben. Es zeigt perfekten Karosseriebau mit zusätzlichen Entlüftungsöffnungen, Schiebedach, Klimaanlage und Schaltgetriebe und wird als einmaliges Schaustück von seinem Besitzer in perfektem Zustand gehalten.
„Sofia B“ war der Kompaktsportwagen aus Bulgarien
Mit einem nach seiner Hauptstadt Sofia benannten Mittelmotor-Sportwagen machte 1986 ein bulgarisches Entwicklungsteam unter Leitung von Dipl.-Ing. Velizar Andreev auf sich aufmerksam.
Der „Sofia B“ hat einen Kastenrahmen mit Kunststoff-Karosserie und wird von einem 1600 ccm-Vierzylinder mit 78 PS angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ist zweitrangig, den Entwicklern ging es um Straßenlage und Wendigkeit des nur 850 kg wiegenden Prototypen. Fast 40 Jahre stand dieser bulgarische Sportwagen unbenutzt in einer Halle, bevor er von Tsvetelin Tsvetanov entdeckt und für eine zweite Weltpremiere im Sinaia Concours 2026, direkt nach Schwetzingen, fahrbereit gemacht wurde.
Un der Vorjahres-Gesamtsieger der „Best of Show“ bringt sein nächstes Meisterstück mit : einen von insgesamt 329 Triumph Italia 2000
Chris Cachia aus Malta hat Freude an perfekt restaurierten Oldtimern mit Sonderkarosserien.
Im vergangenen Jahr brachte ihm sein bis zur letzten Schraube originalgetreu wiederhergestellter Triumph TRX von 1950 den Gesamtsieg „Best of Show“ ein und Chris Cachia versprach, er werde wiederkommen und erneut eine echte Rarität im Bestzustand präsentieren.
Fast jede freie Minute verbrachte der erfolgreiche Architekt aus Malta bei seinen Mechanikern, um einen von nur 329 gebauten Triumph Italia 2000 wieder punktgenau für Schwetzingen fertigzustellen.
Die 30-köpfige Jury freut sich auf den britischen Sportwagen mit dem italienischen Maßanzug von Michelotti, der vom italienischen Triumph-Importeur Ruffino als TR3-Coupé gedacht war und bei Vignale gebaut wurde.
In den 60ern beherrschte es leider nie die Straßen:
das Opel-Diplomat Coupé, das nie in Serie ging
Ende der sechziger Jahre gab es einen großen Wettstreit um Oberklasse-Automobile:
Mercedes kam mit einem neuen 3,5-Liter V8 und zeigte auf der IAA seinen Wankel-Sportwagen C111, BMW verblüffte die Welt mit dem keilförmigen Turbo und Opel präsentierte mit dem CD sein „Coupé Diplomat“ – alles Studien, die nie in Serie gingen.
Doch Opel ließ parallel bei Pietro Frua in Italien auch ein viersitziges Diplomat Coupé für die Familie entwickeln, das stilistisch zwischen Maserati und dem großen Glas 2600 GT V8 angesiedelt war.
Der Prototyp fand zwar großen Anklang, aber wäre in der Produktion trotz Verwendung des Admiral-Sechszylinders zu teuer geworden – das elegante Coupé verschwand in einem Lager und wurde erst vor 20 Jahren von einem Kenner wieder entdeckt – nach seinem Debut als „Scheunenfund“ in Schwetzingen 2006 erstrahlt er nun wieder in neuwertigem Glanz.
Peugeot ist mit der Königskarosserie am Schwetzinger Schloss stilgerecht dabei
König Leopold II. von Belgien gab im Jahr 1901 den ersten Wagen dieser Art in Auftrag.
Den offenen Aufbau baute das französische Unternehmen J. Rothschild et Fils. Die offenen Wagen haben als Doppel-Phaeton zwei separate Sitzbereiche und besitzen bauchige, gerundete Kurven – eine Form wie eine geöffnete Tulpe, die auch Tulpenphaeton genannt wird. Der hintere Bereich bietet Sessel-ähnliche Ecksitze. Man erreicht sie durch eine kleine Tür im Heck.
Viele berühmte Hersteller bauten diese Karosserie auf ihre Fahrgestelle: Dazu gehören Mercedes-Simplex, Rolls-Royce mit dem Silver Ghost, Packard und Spyker, aber auch Repräsentationswagen von Renault und Peugeot.
Weltweit einzigartig ist eine solche Karosserie in unrestauriertem Original-Zustand, wie der von Markus Krauser aus Balingen präsentierte Peugeot 96 B des Jahres 1907, der obendrein seine 119 Jahre immer fahrbereit ist. Ein Kandidat für höchste Auszeichnungen. Die Karosserie besteht zu großen Teilen aus Holz, das nie farbig lackiert wurde.
Und was wäre diese High-Class-Oldtimer-Event ohne einen Weltmeister auf Rädern: den legendären WM-Bus der deutschen Nationalmannschaft von 1974
Samstag um 16 Uhr und Sonntag um 14 Uhr wird er von Experten und Zeitzeugen vorgestellt: Passend zur vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft 2026 präsentiert Mercedes-Benz Trucks Classic den legendären WM-Bus der deutschen Nationalmannschaft von 1974 als besonderes Highlight seiner historischen Nutzfahrzeuge.
Das Fahrzeug wird eigens von Autocars Anciens de France - AAF nach Schwetzingen gebracht und erinnert an den Gewinn des Weltmeistertitels vor über 50 Jahren.
Ein außergewöhnlicher Zeitzeuge der deutschen Fußball- und Automobilgeschichte.



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