Mittwoch, 10. Juli 2019

UNESCO-Weltkomitee-2020

UNESCO-Welterbe 2020


Das UNESCO-Welterbekomitee wird im Jahr 2020 in China tagen


Für 2020 wurden die europäischen Kurbäder des 19. Jahrhunderts und Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt als Weltkulturerbe vorgeschlagen



UNESCO. Ihre 44. Sitzung wird die UNESCO im Sommer 2020 in China abhalten, dies wurde jüngst in bei der diesjährigen Tagung in Aserbaidschan entschieden. Der Ort Fuzhou wird Gastgeber des UNESCO-Welterbekomitee sein. Hier wird dann unter anderem über die Welterbe-Nominierung der einmaligen Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt entschieden.

Kurpark Baden-Baden, Foto: Helga Waess (Pressearchiv)


Wer liebt sie nicht, die Bäderkultur Europas?! 


Die Kulturgeschichte der europäischen Bäder führt dazu, dass 2020 die Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Tschechien und Deutschland gemeinsam die "bedeutenden europäischen Bäder des 19. Jahrhunderts" zur Aufnahme in die Welterbeliste für nächstes Jahr vorschlagen. In Deutschland wären die Kurorte mit natürlichen Mineralquellen wie Bad Ems, Baden-Baden und Bad Kissingen dabei.

Bei der 43. Sitzung hat das UNESCO-Komitee in Aserbaidschans der Hauptstadt Bakus 


... gerade beschlossen, das 29 Stätten neu in die UNESCO-Welterbeliste kommen.

Wir berichteten!



Das UNESCO-Komitee stufte einige Orte als gefährdet ein:


  • die Inseln und Schutzgebiete im Golf von Kalifornien 
  • das Welterbe vor Mexikos Küste als Heimat des vom Aussterben bedrohten Vaquita, einem der kleinsten Wale der Welt

Andere Orte konnten dieses Jahr von der "gefährdete Welterbe-Liste" gestrichen werden:

  • die Salpeterwerke von Humberstone und Santa Laura
  • die Welterbestätten in den Palästinensischen Gebieten und Chile gelten ebenfalls nicht mehr als bedroht.

Dienstag, 9. Juli 2019

UNESCO-Welterbe: Donaulimes

UNESCO-Welterbeliste zum "Donaulimes"


Ungarn streicht Statthalterpalast der archäologisch erhaltenen römischen Stadt Aquincum aus der länderübergreifenden Nominierungsanfrage für den Donaulimes


Das Welterbekomitee der UNESCO hat die Entscheidung über Anerkennung des Donaulimes vertagt



UNESCO-Welterbekomitee. Am 06. Juli 2019 hat das Komitee auf der Sitzung in Baku beschlossen, die Entscheidung zur Anerkennung der transnationalen Welterbe-Bewerbung für den Donaulimes bis zur Sitzung im Jahr 2020 zu verschieben. Es war der Weltdenkmalrat ICOMOS, welcher die Empfehlung zur Anerkennung durch das UNESCO-Komitee empfohlen hatte. Der Donaulimes betrifft die Länder  Deutschland, Österreich, die Slowakei und Ungarn, welche eine gemeinsame Nominierung des Limes anstreben.

Platzhalter, Pressefoto: Helga Waess


Ungarn streicht Statthalterpalast der archäologisch erhaltenen römischen Stadt Aquincum aus der Nominierungsanfrage für den Donaulimes


Das Zögern des Welterbekomitees war durch die Tatsache begründet, das in Ungarn Teilstück des Donaulimes, eine Stätte im Norden von Budapests, und zwar den Statthalterpalast, welcher in der archäologisch erhaltenen römischen Stadt Aquincum liegt, von dem Nominierungsantrag gestrichen hatte.
Der Weltdenkmalrat ICOMOS bezeichnet den Palast der archäologisch erhaltenen römischen Stadt Aquincum allerdings als von "besonderer Bedeutung für die gesamte Bewerbung" für den Eintrag des Donaulimes in die Liste des UNESCO-Welterbes. Eine kurzfristige Änderung in der Einreichung der Dokumente zur Nominierung durch Ungarn macht - so die Richtlinien zur Umsetzung der Welterbekonvention -  eine neue Bewertung durch den Weltdenkmalrat notwendig.

So kommt es, dass über die Bewerbung des Donaulimes vermutlich bei der 44. Sitzung des Welterbekomitees 2020 erneut verhandelt wird.


Die derzeitige Liste des UNESCO-Welterbes 


Zurzeit finden sich 1.108 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern auf der UNESCO-Welterbe-Liste, darunter finden sich 44 Welterbestätten in Deutschland

Montag, 8. Juli 2019

Bierpreise beim 186. Müchner Oktoberfest

Münchner Oktoberfest 2019: Bierpreise um 70 Cent gestiegen


Das 186. Oktoberfest beginnt in diesem Jahr am 21. September und dauert 16 Tage



Das letzte Bier in den Festzelten wird dann am Abend des 06. Oktober 2019 fließen



München. Jedes Jahr stellen sich die Freunde des Münchner Oktoberfestes die gleiche Frage: Um wie viel Cent wird der Preis für die Mass steigen? Trotz zäher Verhandlungen von Seiten der Stadt mit den Wirten, kommt 2019 eine Steigerung um rund 70 Cent auf die Festbier-Freunde zu!

Bier-Gespanne beim Einzug der Wiesn-Wirte
auf der Theresienwiese zum Münchner Oktoberfest,
Foto: A. Waess (Pressefotoarchiv)


Der Preis für die Mass „Oktoberfestbier“ steht auch schon fest 


Die Mass Bier kostet 2019 bis zu 11,80 € - in allen Zelten auf jeden Fall über 11,- € und damit 70 Cent über dem Vorjahrespreis. Nur der Wirt im Museumszelt lässt das „Kühle Blonde“ Oktoberfestbier für 10,80 € fließen!

Das Weissbier wird dem Oktoberfestbesucher zu einem Preis von 13,43 € auch noch schmecken! 
In Kufflers Weinzelt legt man gar 15,90 € für die Weisse auf den Tisch. 

Festlich geschmückter Paulaner-Festwagen beim Einzug der Wiesn-Wirte
zum Oktoberfest, Foto: A. Waess (Pressefotoarchiv)


Die Preise für Wasser und Limonade sind ebenfalls hoch


Hier einige Beispiele von der Preisliste 2019:
  • Für eine Mass Wasser zahlt man im Weinzelt bis zu 12,- €. 
  • Spezi wird im Volkssängerzelt für 11,75 € angeboten 
  • und eine erfrischende Limonade bei „Heinz Wurst- und Hühnerbraterei“ wird für 11,30 € auch wie Goldwasser gehandelt.



Noch 74 Tage, dann werden diese Spaten-Mass-Krüge
mit frisch gebrautem Oktoberfestbier gefüllt.
Foto: A. Waess (Pressefotoarchiv)

Oktoberfest Countdown 2019: 74 Tage

Oktoberfest Countdown 2019: noch 74 Tage


Heute beginnt der Aufbau des Münchner Oktoberfestes 2019 auf der Theresienwiese 


Nur noch 74 Tage bis zum 186. Münchner Oktoberfest



München. In zweieinhalb Monaten beginnt das 186. Oktoberfest in München. Und es ist zum Schmunzeln, fast wie die Vorfreude auf Weihnachten, denn wie jedes Jahr können wir es kaum erwarten! Wir sehnen voller Spannung den 21. September herbei, wenn es wieder heißt „O'zapft is!“
Heute beginnt der Aufbau des Oktoberfestes, daher gibt es Einschränkungen für Fußgänger und Radler auf der Theresienwiese (siehe unten!).

Bavaria überwacht den Aufbau,
Foto: A. Waess (07. Juli 2019, 22:00 Uhr)

Während des Oktoberfest-Aufbaus ist das Betreten der Baustelle Oktoberfest verboten!



Seit Ende letzter Woche wurden auf der Theresienwiese erste Vorkehrungen für den Aufbau des Oktoberfestes 2019 getroffen. Absperrgitter für die Umzäunung der „Baustelle Oktoberfest“ wurden angeliefert. 

Absperrgitter stehen bereit (05. Juli 2019), Foto: Helga Waess


Seit dem Wochenende ist ein Großteil der Wiese abgesperrt. 

Am Sonntag war die Durchfahrt noch möglich!
Theresienwiese - Oktoberfestaufbau
Foto: Helga Waess


Am Sonntag (7. Juli 2019) konnten Fahrräder noch kreuz und quer durch die Absperrung fahren, damit ist es ab heute vorbei! 

Die Absperrung beginnt, Foto: Helga Waess
 Radler und Fußgänger müssen um die äußeren Absperrungen herum fahren.

Theresienwiese - Absperrung zur Baustelle Oktoberfest 2019,
Foto: Helga Waess


Ab heute (8. Juli 2019) kommen die Bautrupps und legen die Fundamente für die großen Bierzelte frei


Die umfangreiche Infrastruktur, von Stromquellen bis zu Abwasserleitungen wird durch routinierte Handwerkertrupps vorbereitet. Und, wenn wir Glück haben stehen in dieser Woche schon die ersten hölzernen Zelthäuser-Gerippe.

Theresienwiese in Richtung Paulskirche, Foto: Helga Waess (7. Juli 2019)


Was heißt das für die Radfahrer und Spaziergänger?

  • Die Theresienwiese darf nur noch auf den ausgeschilderten Wegen überquert werden!
  • Der Weg von der Bavaria zum Esperantoplatz – die Matthias-Pschorr-Straße – wird vom 08. Juli bis zum 28. Juli erst einmal komplett gesperrt! 
  • Vom 29. Juli bis zum 05. August kann diese kurze Querung in Richtung Bavaria dann zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens genutzt werden – an Wochenenden ist die Matthias-Pschorr-Straße dann auch tagsüber frei passierbar.
  • Über die „Schaustellerstrasse“ (Nord-Süd-Querung) kann man die Wiesn entlang der Absperrgitter noch bis um 22. August 2019 überqueren.
  • Über das Gelände der Oidn Wiesn (West-Ost-Querung) können wir noch bis zum 20. September fahren und gehen.


Das 186. Oktoberfest beginnt in diesem Jahr am 21. September und dauert 16 Tage. Das letzte Bier in den Festzelten wird dann am Abend des 06. Oktober 2019 fließen.





Hier noch weitere Impressionen vom Tag vor dem Oktoberfest-Aufbau

Theresienwiese - Absperrung zur Baustelle Oktoberfest 2019,
Foto: Helga Waess

Theresienwiese - Absperrung zur Baustelle Oktoberfest 2019,
Foto: Helga Waess

Theresienwiese - Radler umfahren am besten die
Absperrung zur Baustelle Oktoberfest 2019,
Foto: Helga Waess

Sonntag, 7. Juli 2019

UNESCO-Welterbestaetten

14 neue UNESCO-Welterbestätten


Das UNESCO-Welterbekomitee hat 14 neue Stätten in die Welterbeliste aufgenommen


Neue Welterbestätten von Deutschland bis Australien



UNESCO-Welterbestätten. In Deutschland wurde das Augsburger Wassermanagement-System ausgezeichnet und gemeinsam mit Tschechien passte die Einreichung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří für die Aufnahme in die Liste - die Nominierung dieser Montanregion wurde von Deutschland gemeinsam mit Tschechien angestrebt.

Platzhalter - Tympanon Nationaltheater München, Foto: Helga Waess

Welterbe im Südwesten Australiens 

Das Lavagestein des Budj Bim-Vulkans gibt den Gunditjmara, einer Teilgruppe der Aborigines, hier am ältesten Aquakultursysteme der Welt zu leben. Das Wassersystem des neuen Welterbes besteht aus Kanälen und Deichen, die das Hochwässer eindämmen. Hinzu kommen Teiche und Reusen für die Fisch-Zucht. Sie ermöglichen den Erhalt der Nahrungsgrundlage mit dem Kurzflossenaal. Er ernährt das Volk der Gunditjmara seit sechs Jahrtausenden. Die Welterbeliste verzeichnet nun den Budj Bim-Vulkan, den Tae Rak, der auch Condah-See genannt wird und das von Feuchtgebieten durchzogene Kurtonitj samt felsiger Bergkämme und großer Sumpfgebieten - eine Region, die als Schutzgebiet der Tyrendarra bezeichnet wird.

Die Grabhügel von Dilmun (Bahrain)


Sie stammen aus der Zeit von 2050 und 1750 vor Christus und umfassen 21 archäologische Stätten im Westen Bahrains. Darunter sechs Nekropolen, die mehrere tausend Hügelgräber enthalten. Hier fand man 11774 Gräber in niedriger zylindrischer Turmform. 15 Teilgebiete erfassen 17 Königsgräber.

Archäologische Ruinen der Stadt Liangzhu (China)


Die archäologischen Ruinen der Stadt Liangzhu, sind zwischen 3300 und 2300 vor Christus entstanden - sie im Jangtse-Delta und gelten als einmaliges Zeugnis des ehemaligen spätneolithischen Chinas.


Augsburger Wassermanagement-System (Deutschland)


Es dauerte mehrere Phasen seit dem 13. Jahrhundert, um dieses Kanalsystem, samt Wassertürmen und Pumpwerken zu entwickeln - wir denken hier an die Zeit vom 15. bis 17. Jahrhundert. Dieses Wasserwirtschaftssystem ermöglichte der Stadt technologische Innovationen. Augsburg gilt damit bis heute als Vorreiter des städtischen Wasserbausystems.


Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří (Deutschland und Tschechische Republik)


Schon im Mittelalter wurde im sächsisch-böhmischen Erzgebirge Erz abgebaut. Von 1460 bis 1560 wurde die Region zur Silbererzquelle Europas. Dadurch konnten "Bergwerke, wegweisende Wassermanagement-Systeme, innovative Erzaufbereitungsanlagen, Schmelzhütten und Bergbaustädte" entstehen. Es entstand eine einmalige Kulturlandschaft, die die Region über 800 Jahre kontinuierlich prägte.


Jaipur, Rajasthan (Indien)


Die Stadt Jaipur liegt im indischen Bundesstaat Rajasthan. Gründer der Stadt war 1727 der Maharaja von Amber, Sawai Jai Singh II. Er errichtete ein vorbildliche Planstadt mit breiten Straßen in rechten Winkeln und mit dazwischen liegenden Märkten, Geschäften, Wohnhäusern und Tempeln. Bei all dem wurde ein stadtplanerisch vorbildliches einheitliches Fassadenbild durchgesetzt.


Ferner wurden der UNESCO-Welterbliste folgende Stätten Anfang Juli 2019 hinzugefügt:

  • Bergbauerbe der Zeche Ombilin in Sawahlunto (Indonesien)
  • Kofun-Gruppe von Mozu-Furuichi (Japan)
  • Steininschriften / Áísínai'pi (Kanada)
  • Megalithische Krüge in Xieng Khouang – Ebene der Steinkrüge (Laos)
  • Bagan (Myanmar)
  • Krzemionki – Montanregion der prähistorischen Gewinnung von gebändertem Feuerstein (Polen)
  • Seowon, koreanische neokonfuzianische Akademien (Republik Korea)



Dienstag, 2. Juli 2019

Klick-Ranking-Juni-2019

KLICK-RANKING im Kunst-Kultur-Blog 

im Juni 2019


PLATZ 1

PLATZ 2

PLATZ 3

PLATZ 4



UNESCO-Welterbe: Haithabu und Danewerk

UNESCO-Welterbe Archäologischer Grenzkomplexes Haithabu und Danewerk


Die Schleswig-Holsteiner sind stolz auf das Welterbe in ihrer Nachbarschaft!



Haithabu und Danewerk stehen nun offiziell als "einzigartiges Zeugnis der Wikingerzeit" in der UNESCO-Welterbeliste



Schleswig-Holstein. Es ging recht feierlich zu, als im schleswig-holsteinischen Busdorf die Urkunde zur offiziellen Aufnahme des Archäologischen Grenzkomplexes Haithabu und Danewerk in die UNESCO-Welterbeliste verliehen wurde. Bei der Verleihung der UNESCO-URKUNDE nahm Ministerpräsident Daniel Günther für sein Bundesland die Urkunde von Michelle Müntefering, der Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, entgegen.



Platzhalter, Foto: Helga Waess (Pressearchiv)


Verbindungspunkt zwischen Nord- und Ostsee sowie Nord- und Mitteleuropa



In der Wikingerzeit gab es in dieser Region nachweisbar viele Handels- und Austauschbeziehungen. Es war nur der Verbindungspunkt zwischen Nord- und Ostsee sowie Nord- und Mitteleuropa, sondern durch den Standort der Handelsstadt Haithabu und des großangelegten Verteidigungssystems des Danewerks auch ein sicherer Markt- und Handelsplatz der Region. Außergewöhnlich viele Fundstätten bereichern die wissenschaftliche Erforschung eines ganzen Zeitalters. Als Welterbestätte wurde die Grenzregion bereits 2018 in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben nun wurde diese Einschreibung durch die offizielle Urkunde der UNESCO bestätigt.


Das Befestigungssystem Danewerk und der Handelsplatz Haithabu


Der gut gesicherte Handelsplatz wurde vom Fränkischen Reich und dem dänischen Königreich begrenzt und bildete nach heutigen Erkenntnissen einen wichtigen Knotenpunkt in der Wikingerzeit. Und was viele Archäologische Funde belegen: Die wichtigsten Handelswege führten hier Menschen und Waren aus der ganzen Welt zusammen.


Wir zitieren aus den Reden des Festaktes zur UNESCO-URKUNDEN-Verleihung



Ich habe mich sehr gefreut, heute die UNESCO-Urkunde an Ministerpräsident Günther überreichen zu können. Als eine frühe Drehscheibe des internationalen Handels unterstreicht Haithabu eindrucksvoll, wie wichtig der damit verbundene grenzüberschreitende Austausch für die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und urbanen Entwicklungen in Europa waren. Es zeigt auch, dass unsere historischen Stätten vor allem dann zum gemeinsamen Erbe der Welt werden, wenn Kulturen und Regionen gemeinsam zum Motor von Entwicklung werden.“

so Michelle Müntefering, Staatsministerin für internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt bei der Übergabe der Urkunde an das Land Schleswig-Holstein.


Der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Daniel Günther, war sehr erfreut:



Diese Urkunde ist der verdiente Lohn für alle Beteiligten, die jahrelang hart für das Weltkulturerbe Haithabu und Danewerk gearbeitet haben. Jetzt haben wir die Aufgabe, diese Stätten für zukünftige Generationen zu erhalten, zu pflegen, zu erforschen und als Erbe der Menschheit zu unterhalten. Das machen wir mit viel Elan und Begeisterung und mit breiter Unterstützung der Menschen in der Umgebung. Die Schleswig-Holsteiner sind stolz auf das Welterbe in ihrer Nachbarschaft.


Prof. Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte anlässlich des Festakts:


Die archäologischen Stätten Haithabu und Danewerk sind ein herausragendes Beispiel der Handels- und Austauschbeziehungen verschiedener Kulturen im Europa des 8. bis 11. Jahrhunderts. Während das großflächige Verteidigungssystem des Danewerks zugleich zur Abgrenzung genutzt wurde – sei es zu Zeiten der Wikinger oder während späterer deutsch-dänischer Auseinandersetzungen – so sind Haithabu und Danewerk heute bedeutende Lern- und Vermittlungsorte. Sie stehen für interkulturelle Begegnungen und den intensiven deutsch-dänischen Austausch.“


Die akutelle Liste des UNESCO-Welterbes



Zurzeit haben wir 1.092 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. In Deutschland gibt es 44 Welterbestätten. Die UNESCO-Welterbe-Liste erfasst Orte, die einen „außergewöhnlichen universelle Wert“ und „einen Managementplan, der die Erhaltung des Erbes für aktuelle und zukünftige Generationen sicherstellt“ haben.
Die Welterbeliste ist für die Stätten auch eine Verpflichtung, da „die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet ... schützen (müssen [d. Verf.])und ihren Wert der Gesellschaft zu vermitteln.“