Dienstag, 4. April 2017

Starnberger See - Loriots Gästebuch

Buchtipp: Loriot, Gästebuch entstand im Haus am Starnberger See

Loriot! "Früher war mehr Lametta!"

Loriot, einer der großen Zeichner und berühmtesten Humoristen Deutschlands


Loriot wohnte am Starnberger See - hier empfing er auch seine Gäste. Die sich für sein Gästebuch ablichten ließen.
Andere lassen ihre Gäste einen schlauen Vers ins Gästebuch schreiben, Loriot wollte - nicht ohne Schalk im Nacken - ihr Bild festhalten: sie schauen ernst oder lächeln, sind spontan lustig oder unsicher, posieren mit geknickten Beinen und leeren Schnapsflaschen, oder mit Mops, Kind und Zigarette. Walter Giller steht 1968 neben der Säule auf dem Kopf und Nadja Tiller stabilisiert seine Haltung.
Berühmt, gefürchtet und belächelt wurde Loriots Gäste-Fotoshooting-Ecke mit Säule und Requisiten, aber an ihr und der Kamera des Gastgebers kam keiner vorbei, so sagt man. Genau diese Foto-Ecke wurde 2013 von den Kuratoren in der Loriot-Ausstellung "Spätlese" im Literaturhaus München nachgebaut. Wie unser Selbstversuchs-Foto hier zeigt:



Selbstversuch in der Gästebuch-Ecke,
im Literaturhaus München 2013
Fotorechte: Helga Waess
Unser 'Selbstversuch (FOTO) mit Ente und Blumen auf Säule und mit Mops-Figur in den Händen' ist hier zu sehen. Es ist verwackelt. Vermutlich musste der fotografierende Ausstellungsbesucher, dem ich spontan mein Smartphone in die Hände drückte, selbst lachen, während er den Auslöser betätigte. - Oder sah er mich so? Ständig in Bewegung! - "Verwackelt? Ach was!", hätte Loriot gesagt und es vermutlich auch so gemeint.

Loriots Gäste im Gästebuch


Der geschätzte Gast solle sich - so war es von Loriot geplant - aus dem Regal ein Requisit aussuchen und sich vom Gastgeber höchstpersönlich fotografieren lassen. So kam es zu ungewöhnlichen Fotos:

  • Rainer Penkert (Schauspieler und Antiquitätenhändler) mit Kaffeemütze auf dem Kopf (1960), 
  • Jürgen von Kornatzki mit Badehose und weißem Oberhemd im Napoleon-Gestus (1968),
  • Manfred und Jutta Schmidt (Karikaturist und Autor mit Frau) sehen durch einen Bilderrahmen (1958), 
  • Horst Buchholz (1958) posiert ebenso 
  • wie Marianne Koch (1958) 
  • und Gustav und Hilda Heinemann (1973). 
Im Jahr 2013 wäre Loriot 90 Jahre alt geworden. Das aus diesem Anlass sein Gästebuch publiziert wurde, hätte ihn gefreut.
Loriot, Gästebuch, Hrsg. Susanne von Bülow, Peter Geyer, OA Krimmel, Diogenes Verlag 2013 - 978-3-257-02122-6

Loriot, einer der großen Zeichner und berühmtesten Humoristen Deutschlands


Loriot, der mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow (1923-2011) hieß, beschrieb in seiner selbstverfassten Vita, seine Lebensleistung: „... Ferner schenkte ich meiner Frau einen Hund und ein Kind. ...“ 
Loriot, einer der großen Zeichner und berühmtesten Humoristen Deutschlands. Er hätte sich amüsiert, dass heute diese Zeilen über ihn geschrieben werden und bestimmt den einen oder anderen Satz hinzugefügt. Durch die Erfindung des Knollen-Nasen-Männchens wurden seine Zeichnungen wiedererkennbar und er berühmt.
Loriot brachte das scheinbar nebensächliche auf den Punkt. Und so enthält der Lebenslauf alle wichtigen Stationen: Er konnte zeichnen und hat es studiert, hatte einen Führerschein und alles andere, was ein Lebenslauf hergeben sollte, wieso sollte der Hund und das Kind als Geschenk an seine Frau nicht ebenso wichtig sein.

Jeder setze seine Prioritäten selbst!

Mops-Porträt, Foto: Helga Waess

MÖPSE waren seine Leidenschaft


Sein großes Thema und seine ganze Tierliebe galt den Möpsen: „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ So kommt man aufs Tier.
Der Humorist liebte diese Hunderasse. Er setzte sie in Zeichnungen und Filmsequenzen in Szene. In Loriots Arbeiten nehmen Möpse menschliche Verhaltensweisen an, sie singen oder tanzen Menuett, sie sitzen in einem Tulpenkelch oder werden - wie ein Ei - von einer Ente bebrütet.


„Möpse“ und „Nasenmännchen“


Möpse“ und „Nasenmännchen“ ließen ihn gut leben, den Karikaturisten und Zeichner mit dem ganz eigenen Humor. Aber es gab auch viele Absagen, bevor Loriots Schaffen endlich von Erfolg bekrönt war. Anfangs, als er seine Karikaturen den Magazinen offerierte flatterten die Ablehnungen nur so ins Haus. Begründungen wie weil „nicht jeder seinen Humor“ verstünde, weil er „keine Frauen zeichnen“ könne oder weil die Zeichnungen „zu brutal“ waren, ließen ihn nicht aufhören an seine zeichnerische Arbeit zu glauben.

Loriots geplantes Gästebuch möchte ich all jenen empfehlen, die mehr über den Humoristen erfahren wollen.


Denke ich an Loriot, da fallen mir sofort verschiedene Sprüche ein - wie:
  • „Ein Klavier, ein Klavier, … Mutter wir danken dir!“,
  • „Guten Tag, mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!“,
  • „Krawel, Krawel!“,
  • „Da habe ich was fürs Leben, … ein Jodel-Diplom“,
  • „Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur blasen kann“,
  • „Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht!“,
  • „Jetzt sei doch mal gemütlich!“,
  • „Früher war mehr Lametta!“,
  • „Sagen Sie jetzt nichts!“,
  • „So nicht! Nicht in diesem Ton!“,
  • „Eben warst du noch Kind und jetzt bist du schon fast erwachsen!“,
  • "... das ist Schurrwolle, reine Schurrwolle! - Und das? - Das ist gestreift! - Ach, das ist gestreift?"
  • „Was ist denn hier los? Der Mann isst!“ - "Ach, was" - „Lassen sie doch mal das Kind vor!“,
  • „Nicht in diesem Ton!“,
  • und „Leben hier überall in den Kellern Männer mit Ihren Eisenbahnen?“.

Sonntag, 2. April 2017

Starnberger See: Wer hier wohnt, wohnt im Urlaub

Starnberger See - ein Gedankengang

Wer hier wohnt, wohnt im Urlaub

Ein paar Stunden am See



Unglaublich. Wo sonst nur leises Säuseln zu hören ist, rauschen heute am Strand von Ammerland die Wellen. Ein angenehmer Wind streichelt die Haut und ein schattiges Plätzchen unter einem Baum schützt vor der direkten Sonneneinstrahlung. Erstes Grün bricht an den Sträuchern hervor. Singvögel trällern ihre Lieder und von Zeit zu Zeit kreischen die Möwen in reger Unterhaltung.

Starnberger See, Foto: Helga Waess (Archiv)


So sitze ich hier und lasse die Metropole hinter mir. Die Sonne glitzert auf dem bewegten See. Gerade so, dass man versteht, wie der Märchenerzähler es meinte, als er schrieb:

Es funkelt auf dem Wasser so, als habe ein Zwerg seinen Silberschatz im See versenkt und es leuchte von unten her.

Segelbote ziehen gegenüber, unweit des Ufers am Buchheim Museum vorbei. Ein Surfer zieht seine Runden vor der Kulisse der hier und da noch schneebedeckten Alpen. Ab und zu hebt er samt Brett vom Wasser ab und schwebt ein paar Meter.

Kinder spielen am Ufer und junge Frauen holen sich die erste Bräune. Mutige gehen mit den Füßen ins Wasser. Noch ein paar Tage diese sommerlichen Temperaturen und die Badesaison könnte losgehen. - Offiziell erst Mitte Mai. -

Ein kühler Hauch streicht angenehm über mein Gesicht. Man kann die saubere Luft fast riechen. Kaum zu glauben, dass wenige Kilometer vor München der Urlaub beginnt.

Nach einem Morgen am PC erholen sich die Augen hier schnell. Es ist für mich einer der schönsten Orte, die ich kenne. Der weite Blick bis zur Alpenkette, davor das glitzernde Blau des Starnberger Sees mit der Seeshaupter Kulisse, das ewige rauschen des Wassers und schon ist der Kopf frei. Der Morgen auf Festplatte gespeichert und weit weg.

Ein kleines Motorboot kommt längsseits. Aus Richtung Ambach. In der Mitte des Sees wirft der Fischer seine Netze aus. Es dauert, aber dann gibt er wieder Gas Richtung Starnberg. Das kleine Boot durchschneidet das Wasser. Schnell hängt sich der Surfer in seinen Windschatten und scheint für ein paar Minuten gleichsam über das Wasser zu fliegen.

Ein Mann mit einem wirklich großen Hund, eine Mischung zwischen Bernhardiner und Leonberger nähert sich und strebt dem Wasser zu. Gierig schlürft das Tier das kühle Nass. Ich lege mein Schreibmaterial bei Seite, schließe die Augen und lausche.


Ja, wer hier wohnt, wohnt im Urlaub.



Starnberger See, Foto: Helga Waess (Archiv)

Donnerstag, 30. März 2017

Hannover: UNESCO-WELTDOKUMENTENERBE bestimmt "Goldenen Brief" zum "Weltdokumentenerbe"

UNESCO-WELTDOKUMENTENERBE


Goldener Brief der Leibniz-Bibliothek Hannover ist UNESCO-Weltdokumentenerbe


Aufnahme des Goldenen Briefes in das UNESCO-Register des Weltdokumentenerbes


Im Mai 1756 schickte der birmanischen König Alaungphaya einen auf reinem Gold und mit Rubinen verzierten Brief, der in einem Elfenbeinstoßzahn aufbewahrt war, an König Georg II. von Großbritannien und Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg. Die Beförderung des Schriftstücks dauerte immerhin zwei Jahre, denn die Post von Myanmar nach Großbritannien musste 20.000 Kilometer bewältigen. Unbeantwortet ließ Georg II. Dieses Schriftstück an die Königliche Bibliothek in Hannover weiterleiten.



Hannover Hauptbahnhof mit Denkmal,
Foto: Helga Waess


Im Jahr 2015 wurde der so genannte „Goldene Brief“ bereits als UNESCO-Weltdokumentenerbe ausgezeichnet. Heute wurde die Urkunde durch die Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, welche die Aufnahme des Goldenen Briefs in das UNESCO-Register des Weltdokumentenerbes bestätigt an die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover verliehen.

Golderner Brief war bis 2009 nur ein „indisches Objekt“

Ein geschichtsträchtiger Inhalt und einzigartige künstlerische Gestaltung

In diesem Goldenen Brief geht es um die Gründung einer Handelskolonie, welche der birmanische König Alaungphaya mit dem britischen König Georg II. Beschließen möchte. Vor dem Hintergrund des Siebenjährigen Krieges (1756–63) sollte es einen geregelten ost-westlichen Austausch geben. Alaungphaya hatte diesen innerbirmanischen Krieg für die Sicherung seiner Macht geführt und war nun auf der Suche nach neuen Bündnispartnern. Da lag die handelspolitische Verbindung mit Großbritannien nahe. Leider hat George diesen Brief niemals in einer Übersetzung gelesen, da dieses hochwerktvolle Objekt, das eigentlich eine Brücke von Asien nach Europa schlagen sollte in der königlichen Bibliothek als „indisches Objekt“ eingeordnet und aufbewahrt wurde.

Erst vor nunmehr acht Jahren wurde das Schriftstück übersetzt und war eine Sensation


Die Nominierung wurde gemeinsam von der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek, dem Kulturministerium der Republik der Union Myanmar und der Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs (British Library) eingereicht.

Stimmen zur Aufnahme des Goldenen Briefes in das UNESCO-Register des Weltdokumentenerbes


Der Goldene Brief ist ein einzigartiges Zeugnis der birmanischen und europäischen Geschichte. Er spiegelt die asiatisch-europäischen Beziehungen im 18. Jahrhundert und die politischen Verhältnisse im Europa jener Zeit wider. Als gemeinsames Erbe dreier Länder inspiriert dieser kunstvoll gearbeitete Brief, uns mit der Vergangenheit zu beschäftigen und daraus Lehren für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen“,

betont Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Der Goldene Brief ist ein bedeutender Teil des Kulturerbes in Niedersachsen. Er dokumentiert die jahrhundertealte Verbindung mit dem britischen Königreich“,
sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić. „Die Landesregierung misst der Wahrung des kulturellen Erbes hohe Priorität bei. Daher haben wir in den vergangenen Jahren viel investiert, um Landesbibliotheken und -museen gut für die Zukunft aufzustellen.“

Anne May, Direktorin der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek, bedankt sich für die Auszeichnung:

„Sie unterstützt uns in unserem Auftrag, das Kulturerbe Niedersachsens, das wichtiges Quellenmaterial für die Forschung ist, zu erhalten, es zu erschließen und zu digitalisieren, um es in Forschungsinfrastrukturen oder öffentliche Portale, wie das Kulturerbeportal Niedersachsen, einzubinden und für alle Interessierten sichtbar und nutzbar zu machen.“

Das UNESCO-Dokumentenerbe


Das UNESCO-Register „Memory of the World“ gibt es seit 1992. Es soll in einem digitalen Netzwerk herausragende Buchbestände, Handschriften, Partituren, Unikate, Bild-, Ton- und Filmdokumente erfassen und diese dokumentarischen Zeugnisse mit weltgeschichtlich außergewöhnlichem Wert in den bewahrenden Archiven, Bibliotheken und Museen sichern. Zurzeit werden in dem Register 348 Dokumente aus allen Weltregionen aufgeführt.

Schriftstücke als Dokumentenerbe, hier lateinische Urkunde
Foto: Helga Waess

Was befindet sich im „Memory of the World“?


  • 21 Thesen der Solidarnosc,
  • die Kolonialarchive Benins, Senegals und Tansanias,
  • die Sammlung indigener Sprachen in Mexiko,
  • die Archive des Warschauer Ghettos,
  • die Göttinger Gutenberg-Bibel,
  • der koreanische Frühdruck Jikji (Anthologie der Zen-Lehre),
  • und so weiter.




Sonntag, 26. März 2017

Starnberger See "Wenn die Sonne" - Ein Gedicht von Helga Waess

Starnberger See
EIN GEDICHT 

Starnberger See, Foto: Helga Waes
Wenn die Sonne ...
Ein Gedicht von Helga Waess

Es war
kaum Tag

und sieh

da kroch die Sonne
aus dem Bett

Sie freute sich
und schien so laut
mit Sternen um die Wett

Dann war es Tag
und blau das Zelt

hell und bunt
die Welt

Die Sonne lief
so schnell es ging
den Himmelbogen rauf

kaum oben
ging es schnell bergab

und schon in Richtung Nacht
ach, dacht die Sonne

jetzt im Bett –

schön warm

na dann:


Gut Nacht


(copyright: Helga Waess)

München, Foto: Helga Waess

Baden-Baden: Ausstellung "Parallelgesellschaften" / Museum LA8

Museum LA 8 in Baden-Baden


NATUR UND KULISSE

Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert


Ausstellungstipp für 2017 in Baden-Baden


Vom 25. März - zum 03. September 2017 werden die Parallelgesellschaften des vornehmen Bürgertums und des Adels im Mittelpunkt der Ausstellung "Natur und Kulisse" stehen, welche das "Museum LA 8" ausrichtet. Baden-Baden war im 19. Jahrhundert ein Erlebnisraum, der der Vornehmen Gesellschaft oder jenen, die dazu gehören wollten, die Begegnung unter seines Gleichen ermöglichte. Ob man zur Kur hier verweilte, ins Casino wollte, einfach nur Präsentieren oder das Dolce Vita des berühmten Ortes genießen wollte, man traf sich in Baden-Baden.

Kurpark von Baden-Baden im Sommer 2016, Foto Helga Waess (Archiv)

Mein persönlicher Eindruck: Baden-Baden 

ist auch heute noch eine Reise wert. Der Kurpark, die Stadt und die vielen stattlichen Hotels lassen das Flair vergangener Zeiten immer noch nachempfinden. Doch zurück zur Ausstellung:

Gäste, Einheimische, Alt- und Neureiche, berühmte Maler, Musiker und Dichter


Fern ab der Realitäten, ob politisch oder sozial dominiert, gaben sich Napoleon III., das kaiserliche Paar Wilhelm I. und Augusta, oder weltberühmte Musiker und Lyriker, Schriftsteller und Architekten hier ein Stell-Dich-Ein. In zeitgenössischen Gemälden hielten die Maler der Zeit fest, wie sich das Leben hier von einer feineren Seite zeigte.



Baden-Baden Kurpark mit Büste der Kaiserin Auguste,
Foto: Helga Waess / Archiv

 Kurpark - Landschaft - Idylle Baden-Baden


Vielfach wird Baden-Baden Schauplatz in Roman-Handlungen und Thema in der Malerei. Gustave Courbet nimmt die Landschafts-Idylle auf, Otto von Türkheim lässt ein Pferdegespann von einer vornehmen Dame durch die Allee fahren, oder Heinrich Hoffman erfasst den Blick einer Dame, welcher über die Stadt mit Engelsdenkmal schweift.

Pferdekutsche im Kurpark von Baden-Baden, Foto: Helga Waess (Archiv)


Der Landschaftsgärtner Hermann Fürst von Pückler Muskau hinterlässt Landschafts-Park-Ansichten und Johann Wilhelm Schirmer lässt die Sonne über dem Geroldsauer Tal bei Baden-Baden aufgehen.

Baden-Baden Kurhaus,
Foto: Helga Waess / Archiv


Wie in Wiesbaden, Karlsbad oder Bad Ems wird das Kuren zur Mode. Und wandelt die Mode hin zur repräsentativen Note einer bestimmten Schicht. Der Zylinder, die Abendrobe und die Haltung der Damen von Welt, alles spiegelt sich in den Gemälden von einer Gesellschaft im Vorführ-Modus.

Baden-Baden Maxim und Springbrunnen im Park,
Foto: Helga Waess / Archiv

Und man erzählt, wen man wieder sehen wird. Adlige Familien, Bankiers und Großbürgertum geben dem Ort und seinen Luxushotels zusätzlichen Glanz. Johannes Brahms, Clara Schumann, die selbst in Baden-Baden zuhause war, Fjodor Dostojewski und Leo Tolstoi, alles trifft sich in Baden-Baden.

Baden-Baden Augustaplatz mit der Büste des Komponisten
Wilhelm Furtwängler,
Foto: Helga Waess / Archiv

Ausstellungstipp: 

Natur und Kulisse. Vornehme Parallelgesellschaften im 19. Jahrhundert

25. März bis 03. September 2017
im
Museum LA 8 Baden-Baden
Muesum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts
Lichtentaler Allee 8
76530 Baden-Baden

Kurpark in Baden-Baden, Foto: Helga Waess (Archiv)

Sonntag, 19. März 2017

Wolfsburg: Volkswagen CES-App - TEST in der Autostadt

Autostadt in Wolfsburg - Intelligenter Fahrzeugwechsel 

CES-App wird im Volkswagen Pavillon vorgestellt


App startet beim Einsteigen in ein Fahrzeug die persönliche Konfiguration


Als Weltneuheit  wird  in der Autostadt in Wolfsburg vom 22. bis 24. März eine App vorgestellt, die der User mit persönlichen Einstellungen und Diensten für sich selbst konfigurieren und auf ein beliebiges neues Volkswagen-Modell übertragen kann.
Das Konzept wurde von dem Konzern aus Wolfsburg bereits auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vorgestellt. Es handelt sich, so die Autostadt-Presseabteilung, um eine intelligente Vernetzungsart, die ab dem 22. März 2017 im Volkswagen Pavillon ausprobiert werden kann.

Der klassische VW-Käfer war noch kein Connected Car,
 Foto: Helga Waess (Archiv)

Besucher können mit ihrem Smartphone die Dienste selbst ausprobieren


Das Motto „We are always on.“ war auf diese App auf der Consumer Electronics Show zugeschnitten. Die CES-App speichert zum Beispiel bevorzugte Radio-Einstellungen und überträgt sie auf den bereitstehenden „Connected Car“.

Und was kann die Volkswagen CES-App noch?


Mit dem Smartphone das Fahrzeug öffnen.

VW arbeitet hier aber auch mit den Angeboten anderer Anbieter wie Amazon, deren Konfigurationen mit den Plattformen des Volkswagen Ecosystems harmonieren.

Mensch, Auto und Umfeld 


Die Volkswagen User-ID soll auf neue und intelligente Weise die digitale Vernetzung fördern, Einstellungen und Dienste lassen sich beim Firmenfahrzeug-Wechsel schnell übertragen. Jeder genutzte Volkswagen erkennt den jeweiligen User und übernimmt von der CES-App seine Annehmlichkeiten beim Fahren. Privatfahrzeug oder Mietwagen, das ist hierbei ganz egal - Hauptsache: Connected Car.

Das klassische Verhältnis Kunde-Auto, so der Konzern, wir durch das neue User-Spektrum und die Idee der "mobilen Gemeinschaft" erweitert!

 ... also auf um App-Test in die Autostadt nach Wolfsburg - aber bitte 

das Smartphone nicht vergessen"



Samstag, 18. März 2017

Deutsche Nationalmannschaft - Joachim Löws Kader für die Märzspiele

Deutsche Nationalmannschaft - Der Kader - Podolski am 22. März "Kapitän"


Podolskis letztes Spiel wird Werners erstes in der Nationalmannschaft


Bundestrainer Löw hat 24 Spieler für die Nationalmannschaft nominiert


Am 22. März wird Lukas Podolski nach 13 Jahren sein letztes Länderspiel in der Nationalmannschaft bestreiten. Löw hat Podolski für dieses eine Spiel zum Kapitän der Mannschaft ernannt. Wenn die Mannschaft in Dortmund gegen England antritt wird erstmals der Leipziger Spieler Timo Werner dabei sein.
Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Kadar für die Länderspiele gegen England (22. März Live in der ARD) und gegen Aserbaidschan (26. März Live bei RTL) bekanntgegeben.

Fan der Nationalmannschaft,
Foto: Helga Waess / Archiv


Lukas Podolski geht nach 130 Länderspielen


Das 130. und letzte Länderspiel von Lukas Podolski wird das 35. Länderpiel der Mannschaft gegen England sein. Mit 31 Jahren verabschiedet sich der sympathische Torschütze, der am 6. Juni 2004 das erste Mal Mal für Deutschland antrat.

Der Bundestrainer fand in der Pressekonferenz die passenden Worte:
Es ist toll, dass Lukas in diesem fantastischen Rahmen verabschiedet wird. Er erhält damit einen würdigen Abgang, und den hat er sich verdient. Spiele gegen England sind absolute Klassiker, dazu noch vor den großartigen Fans in Dortmund. Ich gehe davon aus, dass es sehr stimmungsvoll werden wird.”

Timo Werner vom RB Leipzig


Der Kader wird durch den Stürmer Timo Werner von RB Leipzig verstärkt.

Werner ist ein junger und interessanter Spieler mit guter Perspektive. Er ist sehr variabel und hat in dieser Saison konstant auf hohem Niveau gespielt. Ich freue mich darauf, ihn in unserem Kreis begrüßen und beobachten zu können”, so der Bundestrainer.

Rüdiger ist zurück


Antonio Rüdiger, der Verteidiger des AS Rom hat seinen Kreuzbandriss ausgeheilt und wird in der Mannschaft wieder dabei sein.

Seine Entwicklung freut mich sehr”, so Joggi Löw. “Antonio hat sich herangekämpft, seine Physis ist wieder hervorragend, Wucht und Dynamik sind zurück. Von seiner Verletzung ist nichts mehr zu merken.”

Am 22. März: England : Deutschland in Dortmund


Zum 34. Mal werden sich die beiden Mannschaften im Länderspiel begegnen. In den bisherigen Spielen siegte die MANNSCHAFT zwölf Mal und musste 16 Niederlagen einstecken – sechs Mal endeten die Spiele mit einem Unentschieden. Im letzten Spiel – 2016 gewann England in Berlin: 3:2.

Nach England heißt der Gegner dann Aserbaidschan – Gruppe C


Kurz nach dem Spiel in Dortmund reist Löws Team dann nach Baku. Das Qualifikationsspiel für die WM 2018 in Russland gilt es gegen Aserbaidschan auszutragen. Kapitän Manuel Neuer und seine Mannen weisen eine starke Bilanz vor und sind nach vier Spielen mit vier Siegen und insgesamt 16:0 Toren, ihrem Weltmeistertitel gerecht, Tabellenführer in der Gruppe C.

Auch hierzu findet der Bundestrainer die richtigen Worte:

Unser Ziel ist es, das Ticket für die WM so früh wie möglich zu lösen. Dabei sind wir bislang auf einem sehr guten Weg – und diesen wollen wir nicht verlassen. Die Aufgabe in Baku ist alles andere als einfach, zu Hause hat Aserbaidschan zuletzt gegen Norwegen gewonnen, wir sind also gewarnt. Aber ich habe großes Vertrauen in meine Spieler. Wir wissen, dass wir die Mittel haben, um die richtigen Lösungen zu finden. Wenn wir spielen, was wir können, werden wir die Partie gewinnen.”

Bisher hat die Mannschaft gegen Aserbaidschan alle vier Spiele gewonnen. Im lezten Fight 2011 spielte sie – ebenfalls in Baku - 3:1.

Im Sommer folgt dann der Confed-Cup in Russland.


Der Kader der Nationalmannschaft für den 22. und 26. März 2017


Aber schauen wir uns erst einmal den Kader gegen England (22. März 2017) und das WM-Qualifikationsspiel in Baku (26. März 2017) an:

Als Torhüter sind Bernd Leno (Bayer 04 Leverkusen), Welttorwart und Kapitän Manuel Neuer (Bayern München) und Marc-André ter Stegen (FC Barcelona) aufgestellt.

In der Abwehr finden sich bekannte Namen wie Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (FC Schalke 04), Mats Hummels (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München) - der immerhin sein elftes Länderspiel bestreitet -, Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Antonio Rüdiger (AS Rom), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim), Niklas Süle (1899 Hoffenheim).


Im Mittelfeld werden Julian Brandt (Bayer 04 Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Mario Gomez (VfL Wolfsburg), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Leroy Sané (Manchester City), André Schürrle (Borussia Dortmund), Julian Weigl (Borussia Dortmund) und der Neuzugang Timo Werner (Jahrgang1996) vom RB Leipzig das Tor erstürmen.