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Mittwoch, 2. November 2022

Ranking: Rundgang durch München

Top-Themen im Kunst-Kultur-Blog


Christkindl-Postamt, Wolpertinger-Sammlung, Lindwurmsage und Bavariapark mit Riesenschnecke - unser Klick-Ranking bis 01. November 2022


Die beliebtesten TEXTE / Klicks im Monat Oktober 2022


München. Der Rundgang durch München wird immer wieder gerne angeklickt. Und kaum ist das Oktoberfest vorbei, stehen die Weihnachtsmärkte vor der Tür  - so scheint es, denn unser Klickranking beginnt mit dem Christkindl-Postamt des Neuen Rathauses in München, dass alle Jahre wieder gerne besucht wird. Aber auch die Wolpertinger-Sammlung , die Lindwurm-Sage und die Ecke am Bavariapark samt Verkehrsmuseum, Schnecke und Wirtshaus wurden gerne angeklickt. Zum Rankingplatz 1: Der Weihnachtsmarkt am Marienplatz beginnt in diesem Jahr am 21. November und ist dann bis zum 24. Dezember 2022 geöffnet. Das beliebte Christkindlpostamt gehört jedes Jahr dazu. Hier wird die Weihnachtspost mit dem beliebten Sonderstempel vom "Christkindl" versehen.
Die Post einfach an der Pforte ins Rathaus am Fischbrunnen in den als "Münchner Christkindlmarkt" bezeichneten Briefkasten werfen, dann wird der aktuelle Stempel vom Christkindl samt Datum aufgedruckt und die Post geht ab!!! Gilt nur für die Zeit während des Christkindlmarktes am Marienplatz.

Münchner Marienplatz - in den Vorjahren wegen Corona ohne Christkindlmarkt,
Foto: Helga Waess


Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  Platz 1



Latschenkiefer-Wolpertinger im Jagd- und 
Fischerei-Museum in München,
Presse-Foto: Helga Waess (Archiv)



Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  Platz 2



Lindwurm am Münchner Rathaus
Lindwurm am Rathaus-Eck, Marienplatz in München,
Foto: Helga Waess (Pressefoto)

Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  Platz 3




„Sweet Brown Snail".
von Rhoades und Mc Carthy in München, Alter Messeplatz 
- hinter der Bavaria!
Foto: Helga Waess


Klickranking im Kunst-Kultur-Blog  Platz 4


Donnerstag, 27. Oktober 2022

Marienplatz: Lindwurm-Sage aus München

 Münchner Sage am Marienplatz


Was macht der große Lindwurm am neuen Münchner Rathaus?


Das Wurmeck am Marienplatz in München


München. An einer Ecke des neuen Rathauses in München, dort, wo die Weinstraße in den Marienplatz mündet findet sich das "Wurmeck". So benannt nach einer Münchner Sage, die hier in steinernen Fassaden-Reliefs und einer großen Bronzeskulptur erzählt wird. - Sagen, das sind geglaubte Wahrheiten, die auch immer ein Fünkchen Historie aufnehmen und über Generationen tradiert werden. - Ein Lindwurm ist es, der hier den neugotischen Eckturm (das Rathaus wurde im Jahr 1906 errichtet) hochklettert.

Lindwurm am Münchner Rathaus

Foto: Lindwurm am Wurmeck des Münchner Rathauses, Copyright: Helga Waess


In München kennt man die Lindwurmstrasse, die sich von der alten Bauernkriegskirche in Sendling bis zum Sendlinger Tor schlängelt


Ja, schlängelnd mit seitlichem Pappelbewuchs nimmt die vierspurige Straße ihren Lauf in Richtung Innenstadt. Und eine Lindwurmfeste verbirgt sich in Walter Moers Bücherdrachen-Erzählungen.


Doch zurück zum Rathaus und zu dem riesigen, fauchenden Bronzedrachen


..., der gerade über das Blattwerk hinweg steigt und versucht die unter Eselsrücken-Bogen tanzenden Schäffler und die fliehende Bevölkerung zu erreichen. Sein Maul ist geöffnet und man meint fast sein Fauchen zu vernehmen - wären es nicht die murmelnden Stadt-Geräusche der - auch in Corona-Zeiten - vorbeiströmenden Menschenmassen im Herzen Münchens, dem Marienplatz.

Zwei Künstlernamen sind hier beteiligt: Anton Kaindl der die Form für den Drachen modellierte und Hygin Kiene der die metallene Version des Bronze-Lindwurms umsetzte.


Warum versucht der geflügelte Lindwurm die drei Personengruppen zu erreichen?


Jene tanzenden Faßmacher, die ihn gar nicht wahrzunehmen scheinen? Und jene Bürger der Stadt, die mit Kind und Kegel Reißaus nehmen? Während Landknechte und Bevölkerung in einem weiteren Relief bereit sind den Kampf mit dem Lindwurm aufzunehmen. Sie laden ein Vorderladergeschütz, das an das 17. Jahrhundert erinnert. - Die Reliefs stammen aus den Bildhauerhänden von Jakob Bradl und Franz Xaver Bernauer.


Die Pest in München


Oben an dem Turm finden wir den Grund für das Ungemach, eine sogenannte Megäre. Ein teuflisch anmutendes, fürchterliches Wesen, das Symbol für die Pest, welche einst in München Angst, Krankheit und Tod verbreitete.

Oben wird diese Krankheit einem Arzt, einem Schäffler und einem Musikanten gegenübergestellt. Jenem Helden der Mittel und Wege wusste Krankheiten zu besiegen und jenen, die den Menschen durch Musik und tanzendem Frohsinn wieder Zuversicht und Lebensmut gaben.


Die Sage mit dem Lindwurm und der Pest, die in München besiegt wurde


Der Sage nach soll ein fürchterlicher Lindwurm genau am Wurmeck aus der Erde gekommen sein und von dort die Pest in die Stadt gebracht haben. Es dauerte, bis die Krankheit besiegt war und niemand traute sich aufgrund der Ansteckungsgefahr und langen Pestjahre nicht mehr auf die Münchner Straßen. Da hatten die Faßmacher, die sogenannten Schäffler die geniale Idee durch Musik und Tanz den Sieg über die Pest zu verkünden. Sie zogen tanzend durch die Stadt. Die Menschen atmeten durch und folgten ihnen, das Leben in München konnte wieder beginnen.

Wie das aber mit Sagen immer so ist.

 

Der erste Schäfflertanz kann erst um 1725 nachgewiesen werden. Das Wurmeck wird übrigens 1431 bereits in den Urkunden genannt.


In diesem Kunst-Kultur-Blog findet sch ein Artikel über den letzten Schäfflertanz, der nicht alle Jahre aufgeführt wird: 

500 Jahre Schäfflertanz - Brauchtum und Tradition in München