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Freitag, 31. Juli 2026

Baden-Baden - ab 15. August 2026: Simon Hantaï im Museum Frieder Burda

Museum Frieder Burda - Baden-Baden  - Kunst und Musik

 

Ab 15. August die Ausstellung ENTFALTUNG DER FARBE. SIMON HANTAÏ und am 16. August 2026 ein Konzert der Söhne des Künstlers: TRIO HANTAÏ INTERPRETIERT BACH Johann Sebastian Bach und seine Zeitgenossen in Frankreich

 

15. August 2026 bis 10. Januar 2027 Ausstellung Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï

 

Baden-Baden. Am 15. August eröffnet das Museum Frieder Burda die neue Ausstellung Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï, die bis 10. Januar 2027 zu sehen sein wird. Und am Abend des 16. August interpretieren die drei Söhne des Künstlers Werke von Bach und dessen französischen Zeitgenossen. In der Ausstellung werden  rund 40 teils monumentalen Arbeiten einen Überblick über das Schaffen des bedeutenden ungarisch-französischen Avantgardisten vorstellen – erstmals seit über 25 Jahren in einem deutschen Museum. 


 

Mit der Ausstellung Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï feiert das Museum Frieder Burda einen der wichtigsten Vertreter der internationalen Nachkriegsmoderne: 

Simon Hantaï (1922–2008)

Der ungarische Maler, der 1948 nach Paris emigrierte, leistete dort einen entscheidenden Beitrag zur Entwicklung der freien Abstraktion. In Frankreich wurde er 1980 mit dem prestigereichen Grand Prix national des Arts Plastiques ausgezeichnet. Posthum wurde sein herausragender Beitrag zur Kunst der Moderne mit mehreren wichtigen Retrospektiven gewürdigt, darunter groß angelegte Sonderausstellungen im Centre Pompidou sowie in der Fondation Louis Vuitton in Paris.


Museum Frieder Burda, Baden-Baden, July 2026, Photo: Helga Waess


Die Ausstellung in Baden-Baden ist die erste große Werkschau an einem deutschen Museum 

Mit rund 40 teils monumentalen Schlüsselwerken aus vier Jahrzehnten gibt die Ausstellung in Baden-Baden einen facettenreichen Überblick über Hantaïs Schaffen und präsentiert seinen herausragenden Beitrag zur internationalen Nachkriegsabstraktion als ein sinnlich bewegendes Fest der Farbe.
 

  • Katalog zur Ausstellung in deutscher und englischer Sprache erhältlich

 

KONZERT: TRIO HANTAÏ INTERPRETIERT BACH

16. August 2026, 19 Uhr

Marc Hantaï (Traversflöte), Jérôme Hantaï (Gambe) und Pierre Hantaï (Cembalo)  


Nur einen Tag nach der Eröffnung der Ausstellung „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ erwartet die Besucherinnen und Besucher am Sonntagabend im Museum ein außergewöhnliches Konzert mit dem Trio Hantaï: Die Musiker Marc Hantaï (Traversflöte), Jérôme Hantaï (Gambe) und Pierre Hantaï (Cembalo) sind die Söhne des französisch-ungarischen Malers Simon Hantaï, dessen beeindruckendes Lebenswerk im Mittelpunkt der neuen Ausstellung steht. 

Das Konzert schlägt eine Brücke zwischen der Malerei Simon Hantaïs und der Musik seiner drei Söhne, die zu den herausragenden Interpreten der Barockmusik zählen.

Unter dem Titel „Johann Sebastian Bach und seine Zeitgenossen in Frankreich“ präsentiert das Trio Werke von Johann Sebastian Bach sowie von französischen Komponisten des Barocks und macht die musikalischen Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich auf eindrucksvolle Weise erlebbar.

Tickets für das Konzert am 16. August kosten 25 Euro (ermäßigt 19 Euro) 

  • Museumskasse 
  • sowie online erhältlich unter: museum-frieder-burda.de
Lichtentaler Allee towards the Kurhaus; photo: Helga Waess - July, 2026

 

Dienstag, 4. November 2025

UNESCO: Gabriele Münter "Gedenkjahr 2027"

 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München


UNESCO übernimmt Schirmherrschaft für das Gedenkjahr anlässlich des 150. Geburtstags von Gabriele Münter 2027

 

2027 ein Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin Gabriele Münter (1877–1962)

 

München - Die BLAUEN REITERINNEN. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München und die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung freuen sich über die Entscheidung der UNESCO-Generalkonferenz, im Jahr 2027 ein Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin Gabriele Münter (1877–1962) auszurufen und hierfür die Schirmherrschaft zu übernehmen. Die UNESCO würdigt mit Gabriele Münter eine Wegbereiterin der Moderne!

Königsplatz in Munich, Königsplatz subway stop leads directly to the Kunstbau and the Lenbachhaus, photo: Helga Waess


Vom 30. Oktober bis 13. November 2025 tagt die UNESCO-Generalkonferenz in Samarkand, Usbekistan

Das höchste Entscheidungsgremium der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, in dem 194 Mitgliedstaaten vertreten sind, entscheidet über Programm, Budget und über die Ehrung herausragender Persönlichkeiten der Weltgeschichte.

Am 3. November beschloss die UNESCO-Generalkonferenz, anlässlich des 150. Geburtstags von Gabriele Münter am 19. Februar 2027 die Schirmherrschaft für ein internationales Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin zu übernehmen.

 

Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission:

„Mit Gabriele Münter würdigt die UNESCO eine Künstlerin, die die Moderne und ihre Rezeption entscheidend geprägt hat. Münter war eine Wegbereiterin der Gleichberechtigung in der Kunst, Mitbegründerin des Blauen Reiter und schließlich seine Rettung: Während der NS-Herrschaft versteckte sie Werke von Kandinsky, Klee und vielen anderen. Ihr Schaffen, ihr Mut und ihr Einsatz für die Kultur sind bis heute beeindruckend.“


Internationale Anerkennung und weltweite Ausstellungen zu Ehren von Gabriele Münter

Zeitgleich mit der UNESCO-Tagung 

eröffnet am 6. November 2025 im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, die Ausstellung 

  • Gabriele Münter: Contours of a World, 

eine Kooperation des Guggenheim Museum mit der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung und dem Lenbachhaus München.


Seit der großen Retrospektive Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife (2017) 

engagieren sich das Lenbachhaus und die Stiftung für eine internationale Wiederentdeckung der Künstlerin. 

Restaurierungen und Forschungsprojekte haben zahlreiche bislang unbekannte Werke zugänglich gemacht.

Die Ausstellung "Gabriele Münter - Malen ohne Umschweife" tourte erfolgreich durch 

  • das Louisiana Museum of Modern Art (Humlebæk), 
  • das Museum Ludwig (Köln), 
  • das Zentrum Paul Klee (Bern), 
  • das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza (Madrid) 
  • und das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris.


Weitere Projekte folgten, darunter:

  • Bucerius Kunst Forum, Hamburg (2023) – Gabriele Münter: Menschenbilder
  • Leopold Museum, Wien (2023) – die erste umfassende Retrospektive in Österreich
  • Marta Herford (2024) und Kunstmuseum Ravensburg (2025–26) – Kathrin Sonntag und Gabriele Münter: Das reisende Auge
  • Pavillon Populaire, Montpellier (2024) – Gabriele Münter et Eudora Welty: Au début, la photographie
  • Auch im Lenbachhaus selbst wurden seit 2017 in mehreren Ausstellungen zum Blauen Reiter immer wieder neue Perspektiven auf Münters Werk eröffnet.


Ausblick auf das Gedenkjahr 2027

Zum 150. Geburtstag Münters präsentiert das Lenbachhaus 2027 die Ausstellung

Die Blauen Reiterreiterinnen, eine Kooperation mit 

  • dem Museum Wiesbaden, 
  • dem Paula Modersohn-Becker Museum Bremen 
  • und der Fondazione Marianne Werefkin Ascona.
 Gabriele Münter wird darin als zentrale Figur der künstlerischen Netzwerke der Moderne vorgestellt.


Der Festakt zum Jubiläum findet am 19. Februar 2027 in Murnau statt

Das Fest wird von der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung im Münter-Haus, das als Gedenkstätte vielfältige neue Forschungsprojekte zu Leben und Werk der Künstlerin vorbereitet,  organisiert.


Internationale Bedeutung und Sammlungsankäufe

Die wachsende internationale Anerkennung Münters zeigt sich auch in den Ankäufen bedeutender Werke durch führende Museen, darunter 

  • das Centre Pompidou (Paris), 
  • das Museum of Modern Art (New York), 
  • das Van Gogh Museum (Amsterdam), 
  • das Detroit Institute of Arts, 
  • das Busch-Reisinger Museum (Harvard University), 
  • das Museum Ludwig (Köln), 
  • die Kunstsammlung NRW (K20/K21), 
  • das Museum Ostwall (Dortmund) 
  • und das Schlossmuseum Murnau.


Matthias Mühling, Direktor des Lenbachhauses und Erster Verwaltungsratsvorsitzender der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung und Isabelle Jansen, Geschäftsführerin und Kuratorin der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung:

„Gemeinsam mit der UNESCO freuen wir uns auf das Jahr 2027 im Zeichen von Gabriele Münter – der Künstlerin und Stifterin, der wir unsere internationale Strahlkraft und die weltweit größte Sammlung von Kunst des Blauen Reiter verdanken. Ihr Andenken ist uns ein kunsthistorisches Anliegen und eine Herzensangelegenheit.“


Pressemeldung: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München - München, 4. November 2025