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Sonntag, 5. April 2026

Tipp: Besuch der Pinakothek in der Kunststadt München

 München - Der Ruf als Kunststadt und Isar-Athen wurde von Ludwig I. begründet

 

Ludwig I. erträumte sein „Isar-Athen” und legte den Grundstein für "München als Kunststadt" in Deutschland - 700 Gemälde erzählen in der Alten Pinakothek von 400 Jahren Kunstgeschichte ... 

 

Am 7. April 1826 vor 200 Jahren wurde in München der Grundstein der Alten Pinakothek gelegt - sie sollte die Wittelsbacher Gemäldesammlungen ausstellen


MÜNCHEN. König Ludwig I. legte erbaute sein Isar-Athen, das bis heute im Kunstareal Besucherinnen und Besucher aus aller Welt anzieht. München ist bei einem Deutschlandbesuch ein Muß für die internationalen Gäste. Am 7. April 1826, vor genau 200 Jahren, wurde der Grundstein für eines der bedeutendsten Museumsgebäude Europas gelegt: die Alte Pinakothek. Der 7. April war bewusst gewählt worden, handelte es sich doch um den Geburtstag des Malers Raffael (Raffaello Santi), „dessen Genius die höchste Vollkommenheit in der Malerey erreicht hat“, wie es in der begleitenden Rede hieß. Mit diesem historischen Moment im Jahr 1826 konkretisierte sich die Vision von König Ludwig I., der München zu einem Zentrum der Kunst und Kultur von internationalem Rang entwickeln wollte: „Ich will aus München eine Stadt machen, die Teutschland so zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er nicht München gesehen hat.", indem er in der Nachbarschaft der 1816 gegründeten Glyptothek als Museum für antike Skulpturen eine Pinakothek für die Meisterwerke aus den Wittelsbacher Gemäldesammlungen errichten ließ.

 

Pinakothek der Moderne und Alte Pinakothek (unten rechts) - Collage und Fotos: Helga Waess

 

 

Ludwig I. erträumte sein „Isar-Athen” und legte den Grundstein für "München als Kunststadt" in Deutschland

Ursprünglich nicht zuletzt aus Brandschutzgründen vor den Toren der Stadt München in Zusammenspiel mit dem Königsplatz als Teil eines von Ludwig I. erträumten „Isar-Athens” geplant, bildet der Backsteinbau der Alten Pinakothek heute das Herzstück des Kunstareals. Für seine Sammlung an zeitgenössischer Kunst ließ Ludwig I. 1853 in direkter Nachbarschaft die „Neue“ Pinakothek errichten und schuf mit dieser Konzentration hochrangiger Sammlungs- und Ausstellungsgebäude – die nach Art eines korinthischen Tempels errichtete, heutige Antikensammlung wurde ab 1838 gebaut – die Voraussetzungen für ein Museumsviertel, das der Bildung der Bevölkerung dienen sollte, aber auch Münchens weltweiten Ruf als Kunststadt begründete.

Bis heute gilt die von dem bedeutenden Architekten Leo von Klenze im Stil der Neo-Renaissance entworfene Alte Pinakothek als Meilenstein der Museumsarchitektur

 Bereits bei ihrer Eröffnung im Jahr 1836 setzte sie neue, wegweisende Maßstäbe: Erstmals wurde ein Museumsgebäude mit Oberlichtsälen entworfen, das im Museumsbau international zum Vorbild wurde: Klenze konzipierte verglaste Dachaufbauten, die Dachlaternen, durch die das Tageslicht in großzügig bemessene Säle fiel. Sie waren für die weltberühmten Meisterwerke bestimmt, die durch die Sammelleidenschaft der Wittelsbacher über die Jahrhunderte zusammengetragen worden waren. Ergänzt wurden sie durch Kabinette auf der Nordseite. 

So entstand ausreichend Raum für rund 700 Werke, anhand derer das Publikum bis heute 400 Jahre Geschichte der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum ausgehenden Rokoko erleben kann. Als Maßstab für die Proportion der Säle diente das über sechs Meter hohe „Große Jüngste Gericht” von Peter Paul Rubens. Es hängt bis heute unverändert im Rubenssaal, als Teil einer der weltgrößten Rubenssammlungen, die zusammen mit den Werken der Altdeutschen Malerei zu den Höhepunkten der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehört. 

Nach starker Beschädigung in den Jahren 1943 und 1944 wurde der Wiederaufbau durch den Architekten Hans Döllgast von 1952 bis 1957 durchgeführt

 Hans Döllgast kämpfte für den Erhalt der Kriegsruine und legte Planungen zu einer Wiederherstellung vor, die durch die Wahl andersfarbiger Ziegel und vereinfachter Formen die Zerstörungen sichtbar ließ. 1953 gründeten Münchner Bürgerinnen und Bürger einen Verein, um den Wiederaufbau mit privaten Mitteln zu fördern. Bis heute zählt der Pinakotheks-Verein zu den maßgeblichen Unterstützern der Alten und seit 1979 auch der Neuen Pinakothek.

Döllgast verlegte den Haupteingang an die Nordseite und schuf eine großzügige Eingangshalle

Die einst mit Wandmalereien gestalteten Loggien an der Südseite ersetzte er durch eine monumentale Treppenanlage, die heute als beliebte Bühne und Motiv-Hintergrund für Fotoshootings und Selfies dient. Das ehemalige Vestibül und das Haupttreppenhaus auf der Ostseite wurden aufgegeben und zu Ausstellungssälen transformiert. Insgesamt blieb die Gebäudestruktur jedoch erhalten. Den markantesten Eingriff stellt neben dem Einbau der Treppenanlage die Überformung der Südseite dar, wo heute schlanke Stahlsäulen und schlichtes Mauerwerk statt Ornamenten die Kriegsschäden sichtbar machen. 

Diese Art des Wiederaufbaus, bei dem die Außenmauern mit unverputzten Trümmerziegeln so ergänzt wurden, dass die Bombenschäden als „Verletzung“ des Klenze­Baus erkennbar blieben, macht die Alte Pinakothek zu einem eindrucksvollen architektonischen Zeugnis der Erinnerung und zu einem Beispiel des Bauens unter demokratischen Vorzeichen in der noch jungen Bundesrepublik. Damit wirkt sie bis heute als Mahnmal, auch für die kommenden Generationen.

Die Sammlung der Alten Pinakothek zählt zu den bedeutendsten der Welt

Sie umfasst Meisterwerke europäischer Malerei vom 14. bis zum 18. Jahrhundert, darunter Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä., Leonardo da Vinci, Raffael, Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck, Rembrandt, Murillo und François Boucher. Mit beinahe einer halben Million Besuchenden im Jahr 2025 gehört die Alte Pinakothek zu den meistbesuchten Häusern im Kunstareal und steht als „Must See“ auf beinahe jeder Liste der Tourist:innen in München.


Das 200-jährige Jubiläum der Grundsteinlegung ist nicht nur Anlass zur Rückschau, sondern auch zur Würdigung der nachhaltigen kulturellen Bedeutung dieses Hauses

Die Alte Pinakothek steht bis heute für die Verbindung von architektonischer Innovation und künstlerischem Erbe – und bleibt vor den Originalen wie digital ein lebendiger Ort der Begegnung mit der Kunst.

Aktuelle Ausstellungen 

in der 

Alten Pinakothek in München


  • Wie Bilder erzählen: Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens
  • Von Turner bis van Gogh. Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek
  • Stolzer Strauß und wütender Tiger. Tierbronzen des 19. Jahrhunderts


 Mit einem vielfältigen Programm aus Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen lädt die Alte Pinakothek im Jahr 2026 dazu ein, ihre Geschichte neu zu entdecken und zugleich den Blick in die Zukunft zu richten.

Die Öffnungszeiten der Alten Pinakothek im Kunstareal

Täglich außer Montag: 10.00 - 18.00 Uhr 

Dienstags und Mittwochs: 10.00 - 20.00 Uhr

Montags: geschlossen
 

Donnerstag, 12. März 2026

Munich Tip: The Masterpieces in the Alte Pinakothek

Exhibition Tip: Masterpieces of Art History in Munich - Kunstareal


Two exhibitions at the Alte Pinakothek in Munich: the current permanent exhibition "Old Masters in Motion" and, starting March 24, the special exhibition "Proud Ostrich and Angry Tiger"


The Alte Pinakothek in Munich's Kunstareal will reopen on Thursday, March 12, 2026, after some construction work (ENGLISH, ITALIANO, FRANÇAIS, DEUTSCH)


Munich. The editorial team received good news today from the Alte Pinakothek: the construction work was completed ahead of schedule – therefore, it will reopen to art lovers on March 12, 2026. The Alte Pinakothek houses more than 700 paintings by famous Old Masters – including works by Albrecht Dürer, Rembrandt, Albrecht Altdorfer, Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Raphael, Titian, and Peter Paul Rubens. In over 19 halls and 47 galleries, masterpieces of art history are presented, including in special exhibitions. The exhibition "Proud Ostrich and Furious Tiger" visualizes the development of animal sculpture between 1830 and 1910 ("Stolzer Strauß und wütender Tiger“ wird die Entwicklung der Tierskulptur aus der Zeit von 1830 und 1910), the era in which animals became a free artistic motif. On display are the anatomically precise bronzes of Antoine-Louis Baryes, the sensitive nature studies of Pierre-Jules Mênes, and the strong, clear, and once-modern forms of August Gaul's animal sculptures...

Pinakothek der Moderne and Alte Pinakothek (bottom right) – both located in Munich's Kunstareal (Art District), photo collage: Helga Waess (Blog-Cover Kunst-Kultur-Blog)


The Alte Pinakothek in Munich presents 2026


March 24 to October 11, 2026


"Proud Ostrich and Furious Tiger"


Animal Bronzes of the 19th Century

LOCATION: Ground Floor, East Wing, Room IIc

Current permanent exhibition until December 31, 2026


"Old Masters in Motion"


Guided tours

Every Saturday, 2:00–3:00 p.m.

Alte Pinakothek – Kunstareal in Munich


Kunstareal Munich


Barer Str. 27, 80333 Munich

Opening Hours

  • Daily except Monday
  • 10:00 a.m. – 6:00 p.m.
  • Tuesdays and Wednesdays
  • 10:00 a.m. – 8:00 p.m.
  • Closed on Mondays


Text / Photo: Dr. Helga Waess


Consiglio per Monaco: i capolavori della Alte Pinakothek

Suggerimento per la mostra: Capolavori della storia dell'arte a Monaco di Baviera - Kunstareal


Due mostre all'Alte Pinakothek di Monaco di Baviera: l'attuale mostra permanente "Antichi Maestri in Movimento" e, a partire dal 24 marzo, la mostra speciale "Struzzo Fiero e Tigre Arrabbiata"


L'Alte Pinakothek nel Kunstareal di Monaco di Baviera riaprirà giovedì 12 marzo 2026, dopo alcuni lavori di ristrutturazione (ENGLISH, ITALIANO, FRANÇAIS, DEUTSCH)


Monaco di Baviera. La redazione ha ricevuto oggi una buona notizia dall'Alte Pinakothek: i lavori di ristrutturazione sono stati completati in anticipo rispetto al previsto, pertanto la riapertura al pubblico è prevista per il 12 marzo 2026. L'Alte Pinakothek ospita oltre 700 dipinti di famosi maestri del passato, tra cui opere di Albrecht Dürer, Rembrandt, Albrecht Altdorfer, Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffaello, Tiziano e Peter Paul Rubens. In oltre 19 sale e 47 gallerie, vengono presentati capolavori della storia dell'arte, anche in mostre speciali. La mostra "Struzzo fiero e tigre furiosa" illustra lo sviluppo della scultura animale tra il 1830 e il 1910 („Stolzer Strauß und wütender Tiger“ wird die Entwicklung der Tierskulptur aus der Zeit von 1830 und 1910), l'epoca in cui gli animali divennero un libero motivo artistico. In mostra i bronzi anatomicamente precisi di Antoine-Louis Baryes, i sensibili studi naturalistici di Pierre-Jules Mênes e le forme forti, chiare e un tempo moderne delle sculture animali di August Gaul...

Pinakothek der Moderne e Alte Pinakothek (in basso a destra), entrambe situate nel Kunstareal (Quartiere dell'Arte) di Monaco, collage fotografico: Helga Waess (Blog-Cover Kunst-Kultur-Blog)



L'Alte Pinakothek di Monaco presenta 2026


Dal 24 marzo all'11 ottobre 2026


"Struzzo fiero e tigre furiosa"


Bronzi animali del XIX secolo

UBICAZIONE: Piano terra, Ala Est, Sala IIc



Mostra permanente in corso fino al 31 dicembre 2026


"Antichi Maestri in Movimento"


Visite guidate

Ogni sabato, dalle 14:00 alle 15:00

Alte Pinakothek – Kunstareal di Monaco


Kunstareal Monaco

Barer Str. 27, 80333 Monaco



Orari di apertura

  • Tutti i giorni tranne il lunedì
  • 10:00 – 18:00
  • Martedì e mercoledì
  • 10:00 - 20:00
  • Chiuso il lunedì


Testo / Foto: Dott.ssa Helga Waess


Conseil munichois : les chefs-d’œuvre de l’Alte Pinakothek

Conseil exposition : Chefs-d'œuvre de l'histoire de l'art à Munich - Kunstareal


Deux expositions à l'Alte Pinakothek de Munich : l'exposition permanente actuelle « Les Maîtres anciens en mouvement » et, à partir du 24 mars, l'exposition temporaire « L'autruche fière et le tigre en colère »


L'Alte Pinakothek, située au Kunstareal de Munich, rouvrira ses portes le jeudi 12 mars 2026 après des travaux (ENGLISH, ITALIANO, FRANÇAIS, DEUTSCH)


Munich. La rédaction a reçu aujourd'hui une excellente nouvelle de l'Alte Pinakothek : les travaux ont été achevés plus tôt que prévu. L'établissement rouvrira donc ses portes aux amateurs d'art le 12 mars 2026. L'Alte Pinakothek abrite plus de 700 tableaux de grands maîtres anciens, parmi lesquels des œuvres d'Albrecht Dürer, Rembrandt, Albrecht Altdorfer, Sandro Botticelli, Léonard de Vinci, Raphaël, Titien et Pierre Paul Rubens. Plus de 19 salles et 47 galeries présentent des chefs-d'œuvre de l'histoire de l'art, notamment dans le cadre d'expositions temporaires. L’exposition « Autruche fière et Tigre furieux » retrace l’évolution de la sculpture animalière entre 1830 et 1910 („Stolzer Strauß und wütender Tiger“ wird die Entwicklung der Tierskulptur aus der Zeit von 1830 und 1910 ), période où l’animal s’affirme comme un motif artistique libre. On peut y admirer les bronzes d’Antoine-Louis Baryes, d’une précision anatomique remarquable, les études naturalistes empreintes de sensibilité de Pierre-Jules Mênes, ainsi que les formes fortes, nettes et résolument modernes des sculptures animalières d’August Gaul.

Pinacothèque d'art moderne et Alte Pinakothek (en bas à droite) – toutes deux situées dans le Kunstareal (quartier des beaux-arts) de Munich, collage photo : Helga Waess (Blog-Cover Kunst-Kultur-Blog)


L'Alte Pinakothek de Munich présente 2026


Du 24 mars au 11 octobre 2026


« L'autruche fière et le tigre furieux »


Bronzes animaliers du XIXe siècle

LIEU : Rez-de-chaussée, aile est, salle IIc



Exposition permanente en cours jusqu'au 31 décembre 2026


« Les maîtres anciens en mouvement »


Visites guidées

Tous les samedis, de 14 h à 15 h

Alte Pinakothek – Kunstareal de Munich
Kunstareal Munich


Barer Str. 27, 80333 Munich

Horaires d'ouverture

  • Tous les jours sauf le lundi
  • De 10 h à 18 h
  • Mardis et mercredis
  • 10h00 – 20h00 
  • Fermé le lundi


Texte/Photo : Dr Helga Waess


Mittwoch, 11. März 2026

München-Tipp: Die Meisterwerke in der Alten Pinakothek

 Ausstellungs-TIPP: Meisterwerke der Kunstgeschichte in München - Kunstareal

 

Zwei Ausstellungen in der Alten Pinakothek in München: die aktuelle Dauerausstellung "Alte Meister in Bewegung" und ab dem 24. März die Sonderausstellung „Stolzer Strauß und wütender Tiger“  

 

Die Alte Pinakothek im Münchner Kunstareal ist nach einigen Baumaßnahmen ab Donnerstag, dem 12. März 2026 wieder geöffnet (ENGLISH, ITALIANO, FRANÇAIS, DEUTSCH)

 

München. Die Redaktion erreicht heute eine gute Nachricht aus der Alten Pinakothek: die baulichen Maßnahmen wurden früher abgeschlossen - daher ist ab dem 12. MÄRZ 2026 für Kunstinteressierte wieder geöffnet. In der Alten Pinakothek finden sich mehr als 700 Gemälde berühmter Alter Meister - darunter Werke von Albrecht Dürer, Rembrandt, Albrecht Altdorfer, Sandro Botticelli, Leonardo da Vinci, Raffael, Tizian und Peter Paul Rubens. In über 19 Sälen sowie 47 Kabinetten werden die Meisterwerke der Kunstgeschichte unter anderem in Sonderausstellungen - - - Mit dem Titel „Stolzer Strauß und wütender Tiger“ wird die Entwicklung der Tierskulptur aus der Zeit von 1830 und 1910 visualisiert. Es ist die Epoche, welche das Tier zum freien Kunstmotiv wurde. Gezeigt werden die anatomisch präzisen Bronzen Antoine-Louis Baryes, die feinfühligen Naturstudien von Pierre-Jules Mênes und die starken, klaren und einst modernen Formen der Tierskulpturen von August Gaul ...  

Pinakothek der Moderne und rechts unten Alte Pinakothek - beide im Kunstareal der Landeshauptstadt München, Fotocollage: Helga Waess (Blog-Cover Kunst-Kultur-Blog)


Die Alte Pinakothek in München präsentiert 2026


 24. März bis 11. Oktober 2026

„Stolzer Strauß und wütender Tiger“  

Tierbronzen des 19. Jahrhunderts

ORT: Erdgeschoss, Ostflügel, Saal IIc

 

Aktuelle Dauerausstellung bis 31. Dezember 2026

„Alte Meister in Bewegung“ 


Ausstellungsführungen 

  • Jeden Samstag, 14:00–15:00 Uhr


Alte Pinakothek - Kunstareal in München


Kunstareal München

  • Barer Str. 27, 80333 München 

Öffnungszeiten

  • Täglich außer Montag
  • 10.00 - 18.00
  • Dienstags und Mittwochs
  • 10.00 - 20.00
  • Montags
  • geschlossen

 

Text / Foto: Dr. Helga Waess

Donnerstag, 15. Januar 2026

CONSEIL : Exposition Licorne à Potsdam jusqu'au 1er février 2026

À ne pas manquer : Exposition « La Licorne. La créature mythique dans l’art » jusqu’au 1er février 2026 au Musée Barberini


« La Licorne. La créature mythique dans l’art » – une exposition novatrice qui explore les motifs mythiques dans l’art et leur réception à travers les siècles – sera présentée à Cluny, en France, au printemps.


L’exposition « La Licorne. La créature mythique dans l’art » est visible jusqu’au 1er février 2026 au Musée Barberini – Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, Potsdam (lundi, mercredi, vendredi et dimanche : 10h-19h, fermé le mardi). Un catalogue de 400 pages accompagne l’exposition !  (ENGLISH, ITALIANO, DEUTSCHFrançais )


BERLIN - Cluny. Potsdam  mérite toujours le détour ! Ici, les visiteurs du monde entier peuvent découvrir l'art, la culture et l'histoire. Outre la ville historique, ses nombreux palais et les vastes jardins de l'ancienne résidence royale, le paysage idyllique du lac Havel invite à la contemplation. Le musée Barbarini, situé sur l'Alter Markt (Place du Vieux Marché), présente régulièrement des expositions exceptionnelles : actuellement à l'affiche, jusqu'au 1er février 2026, « La Licorne : Créature Mythique dans l'Art ». Plus que tout autre animal, la licorne a captivé l'imagination. Présente dans de nombreuses cultures depuis des siècles, elle se retrouve dans l'art chrétien et non européen, dans les sciences naturelles et la médecine, ainsi que dans une symbolique riche et variée. L'iconographie de la licorne invite à une réflexion sur la connaissance du monde, l'ambivalence et les projections. Pour la première fois, ce thème est exploré et présenté de manière exhaustive, de l'Antiquité à l'art contemporain. 

Cover Catalogue - at /barberini-shop.de

Les commissaires de cette exposition ont collaboré avec le musée de Cluny et le Grand Palais à Paris. Au Musée de Cluny, elle constitue la deuxième étape de son itinérance du 13 mars au 12 juillet 2026


 

L'exposition « La Licorne : Créature Mythique dans l'Art »


Présentée à Potsdam, l'exposition rassemble 150 œuvres et objets, notamment des pièces d'Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Angela Hampel, Rebecca Horn, René Magritte, Gustave Moreau, Aurélie Nemours, Olaf Nicolai, Joachim Sandrart, Marie Cécile Thijs et Maerten de Vos.

Les œuvres exposées illustrent une période allant du IIe millénaire avant J.-C. à nos jours. Outre des peintures et des estampes, l'exposition présente également des sculptures, des manuscrits, des tapisseries, des œuvres vidéo et des cabinets de curiosités.

Les prêteurs de l'exposition « La Licorne : Créature Mythique dans l'Art »


sont notamment l'Ashmolean Museum d'Oxford, la Galerie des Offices de Florence, la Voûte Verte de Dresde, le Musée Historique de Bâle, le Metropolitan Museum of Art de New York, le Musée du Louvre à Paris et le Musée du Prado à Madrid. le Rijksmuseum d'Amsterdam et le Victoria and Albert Museum de Londres.

La licorne symbolisait et symbolise encore la liberté et l'esprit indompté, la pureté et l'innocence, le naturel et l'affection.


L'histoire de la licorne trouve son origine en Inde, d'où elle s'est répandue en Chine et, via la Perse et l'Égypte, en Europe.

Ici, la licorne a acquis de nombreuses significations : elle était considérée comme un symbole du Christ, ce qui explique sa présence sur de nombreux retables ; elle était perçue comme un symbole de chasteté et était souvent représentée avec une jeune femme ; et l'on prêtait à sa corne des vertus médicinales miraculeuses, raison pour laquelle de nombreuses pharmacies portaient le nom de licorne.

Au Moyen Âge, l'existence de la licorne ne faisait aucun doute, puisqu'elle figurait également dans la Bible.

De plus, la corne miraculeuse de licorne, exposée dans certaines grandes églises, en était la preuve tangible : une longue tige blanche, torsadée en spirale et effilée à son extrémité.

Ce n’est qu’au XVIIe siècle que les naturalistes parvinrent à prouver qu’il s’agissait d’une dent de narval… Mais même cette découverte scientifique ne put entamer la fascination pour la licorne.

« La licorne est magique. Cette créature mythique est un symbole aux multiples facettes qui dégage une énergie associative particulière. On ne la trouve pas comme animal vivant dans les zoos, et pourtant elle est omniprésente : dans la culture populaire, dans la publicité et dans les chambres d’enfants »
, explique Michael Philipp, conservateur en chef du musée Barberini et commissaire de l’exposition. « La corne unique sur son front, qu'aucun autre animal à quatre pattes ne possède, est considérée comme un signe de son statut privilégié. Elle confère à la licorne un caractère extraordinaire, lui permettant d'appartenir à un monde autre que le nôtre. Ce statut surnaturel, cette familiarité lointaine, en font un support pour les aspirations et les idéaux, nourris par les récits et les images traditionnels. »

 

Des œuvres de Maerten de Vos à Rebecca Horn


La vaste exposition du Musée Barberini présente la toile monumentale de Maerten de Vos, qui, en 1572, représente une licorne comme une figure puissante et guerrière (Palais d'État, Jardins et Collections d'Art du Mecklembourg-Poméranie-Occidentale, Schwerin), ainsi qu'une sculpture du XVIIIe siècle représentant une licorne agenouillée, provenant du Tibet et initialement d'un temple bouddhiste (Musée Rietberg, Zurich).

Sur une faïence persane du XIIIe siècle, la licorne combat l'éléphant (Musées nationaux de Berlin, Musée d'Art islamique), et sur une tapisserie datant d'environ 1625, elle lutte contre des lions et des panthères (Domaine Adornes, Bruges).

…« Mais il y a aussi la chasse – Alexandre le Grand, comme le montre un manuscrit du XIIIe siècle, combat une armée entière de licornes (Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett), et sur un retable datant d’environ 1480, l’archange Gabriel poursuit la licorne jusqu’à la Vierge Marie (cathédrale d’Erfurt).

Sont exposés la grande corne de licorne de Saint-Denis, célèbre au Moyen Âge et visitée par de nombreux pèlerins (Musée de Cluny, Paris), ainsi que d'anciens pots d'apothicaire contenant de la poudre de licorne médicinale (Germanisches Nationalmuseum, Nuremberg ; Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg).

Vers 1533, Hans Baldung Grien peignit la licorne parmi d'autres créatures au Paradis (Angermuseum, Erfurt), et en 1650, Paulus Potter l'intégra à la légende d'Orphée domptant les bêtes sauvages (Rijksmuseum, Amsterdam).

Des récits de voyage imprimés font état d'apparitions présumées de licornes, et des naturalistes comme Conrad Gessner étudièrent l'animal (tous deux conservés à la Bibliothèque d'État de Berlin – Fondation du patrimoine culturel prussien).

De précieux objets d'art en ivoire ou en argent des XVIe et XVIIe siècles célèbrent ce magnifique animal (par exemple, la Voûte Verte, Collections d'art de l'État de Dresde).

L'importance de la licorne comme symbole de l'imagination créatrice pour les artistes depuis le XIXe siècle est illustrée par des œuvres d'Arnold Böcklin (Collection Schack de l'État de Bavière, Munich ; Musée national de Poznań, Poznań) et d'Arthur B. Davies, qui a représenté un paysage féerique avec quatre licornes vers 1906 (Metropolitan Museum of Art, New York), en passant par Alfred Kubin (Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg), René Magritte (collection privée) et Rebecca Horn (Tate, Londres).

L'inspiration artistique que suscite la licorne perdure encore aujourd'hui, comme en témoignent les photographies de Marie Cécile Thijs, les vidéos de Maïder Fortuné et les sculptures d'Olaf Nicolai.

L'exposition rassemble environ 150 œuvres couvrant près de 4 000 ans d'histoire de l'art, réparties dans neuf salles du musée : peintures, dessins, estampes, manuscrits enluminés, sculptures et tapisseries.

« Nombre de ces œuvres sont rarement prêtées », explique Ortrud Westheider, directrice du musée Barberini. « Nous sommes ravis que notre concept d’exposition ait convaincu plus de 80 prêteurs de 16 pays. »

 

Parmi les prêteurs figurent :


  • l’Albertina (Vienne), le musée Ashmolean (Université d’Oxford),
  • la Galerie des Offices (Florence),
  • le Germanisches Nationalmuseum (Nuremberg),
  • la Voûte verte des collections d’art de l’État de Dresde,
  • le Musée historique de Bâle,
  • la Bibliothèque nationale de Belgique (La Haye),
  • le MAK – Musée des arts appliqués (Vienne),
  • le Metropolitan Museum of Art (New York),
  • le musée du Louvre (Paris),
  • les Musées royaux d’Art et d’Histoire (Bruxelles),
  • le musée du Prado (Madrid),
  • le Rijksmuseum (Amsterdam),
  • le Szépmušvészeti Múzeum (Budapest),
  • et le Victoria and Albert Museum (Londres).


L'exposition


La Licorne : Créature Mythique dans l'Art


à voir jusqu'au 1er février 2026


Cette exposition majeure enrichit considérablement l'étude des motifs mythiques. À travers diverses perspectives d'histoire de l'art, la licorne est analysée sous un angle culturel, religieux et scientifique. Depuis des millénaires, ce motif revêt une signification symbolique dans les sagas et les légendes.

Catalogue de l'exposition :

La Licorne : Créature Mythique dans l'Art

- Catalogue de 400 pages (Prestel Verlag, Munich)
 

Le catalogue de l'exposition analyse les sources écrites et les interprète dans leur contexte historique. Les images et œuvres d'art sont comparées aux textes d'auteurs antiques, de théologiens chrétiens, ainsi que de naturalistes et de médecins du début de l'époque moderne.

Il comprend des textes de voyageurs et de naturalistes, de compilateurs, de moines, de médecins et de poètes, datant de 400 avant notre ère jusqu'à Rainer Maria Rilke et Umberto Eco.

 
Le catalogue comprend des essais de :

  • Adrien Bossard (Nice),
  • Béatrice de Chancel-Bardelot (Paris),
  • Barbara Drake Boehm (New York),
  • Michael Philipp (Potsdam),
  • Annabelle Ténèze (Lens),
  • et Stefan Trinks (Berlin).
 
« La recherche approfondie et les sources textuelles rassemblées dans le catalogue offrent de nouvelles perspectives pour l’histoire de l’art et démontrent comment la créature mythique a servi de support à la projection d’idées collectives et de récits culturels », explique Ortrud Westheider, directrice du musée Barberini. « L’exposition apporte ainsi une contribution majeure à l’étude des motifs mythiques dans l’art et de leur réception à travers les siècles. »

 

L'exposition a été créée en collaboration avec le Musée de Cluny et le Grand Palais, à Paris.


Au Musée de Cluny, elle constitue la deuxième étape de son itinérance

  • Du 13 mars au 12 juillet 2026


Conseil d'exposition :


« La Licorne. Créature mythique dans l'art » 

est présentée au Musée Barberini de Potsdam jusqu'au 1er février 2026.


Musée Barberini

Humboldtstr. 5–6
Alter Markt
Potsdam

Horaires d'ouverture :


  • Lundi, mercredi à dimanche : 10h00–19h00
  • Fermé le mardi
COVER: Einhorn: Das Fabeltier in der Kunst - Gebundene Ausgabe – 2025 -
von Béatrice de Chancel-Bardelot (Herausgeber), Séverine Lepape (Herausgeber), Michael Philipp (Herausgeber) ...,  ISBN: 978-3-7913-7799-5; Verlag: Prestel


Informations et extraits : Communiqué de presse du Musée Barberini - Potsdam


Dienstag, 13. Januar 2026

CONSIGLIO: Mostra degli unicorni a Potsdam fino al 1° febbraio 2026

Suggerimento per la mostra: Mostra Unicorno fino al 1° febbraio 2026 al Museo Barberini


"Unicorno. La creatura mitica nell'arte" – la mostra offre un contributo innovativo all'esplorazione dei motivi mitologici nell'arte e della loro ricezione nel corso dei secoli – la mostra si trasferirà a Cluny, in Francia, in primavera


La mostra "Unicorno. La creatura mitica nell'arte" è aperta al pubblico fino al 1° febbraio 2026 al Museo Barberini – Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, Potsdam (lun, mer–dom: 10:00–19:00, chiuso il martedì). Un catalogo di 400 pagine accompagna la mostra! (ENGLISH, ITALIANO, DEUTSCHFrançais )

 
BERLINO - Potsdam merita sempre una visita! Qui, visitatori da tutto il mondo possono immergersi nell'arte, nella cultura e nella storia. Oltre al centro storico, ai numerosi palazzi e agli ampi giardini dell'ex residenza reale, l'idilliaco paesaggio del lago Havel attira. E il Museo Barbarini sull'Alter Markt (Piazza del Mercato Vecchio) presenta regolarmente fantastiche mostre: attualmente è in mostra "Unicorno: la creatura mitica nell'arte" – fino al 1° febbraio 2026. Come nessun altro animale, l'unicorno ha catturato l'immaginazione. È stato documentato in molte culture per secoli. La presenza dell'unicorno è riscontrabile nell'arte cristiana ed extraeuropea, nelle scienze naturali e nella medicina, e in un simbolismo variegato. L'interazione con l'iconografia dell'unicorno invita a riflettere sulla conoscenza del mondo, sull'ambivalenza e sulle proiezioni. Per la prima volta, questo tema è stato esplorato ed esposto in modo completo, dall'antichità all'arte contemporanea. I curatori hanno collaborato con il Musée de Cluny e il Grand Palais di Parigi per questa mostra. … includono l'Ashmolean Museum di Oxford; la Galleria degli Uffizi di Firenze ...

COPERTINA: Unicorno: la creatura mitica nell'arte - Copertina rigida - 2025 - di Béatrice de Chancel-Bardelot (a cura di), Séverine Lepape (a cura di), Michael Philipp (a cura di) ..., ...,  ISBN: 978-3-7913-7799-5; Verlag: Prestel


La mostra "Unicorno: la creatura mitica nell'arte"


A Potsdam sono esposte 150 opere e oggetti, tra cui opere di Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Angela Hampel, Rebecca Horn, René Magritte, Gustave Moreau, Aurélie Nemours, Olaf Nicolai, Joachim Sandrart, Marie Cécile Thijs e Maerten de Vos.

Le mostre illustrano un periodo che va dal II millennio a.C. ai giorni nostri: oltre a dipinti e stampe, vengono presentati anche sculture, manoscritti, arazzi, opere video e oggetti provenienti da gabinetti delle curiosità.

I prestatori della mostra "Unicorno: la creatura mitica nell'arte"


includono l'Ashmolean Museum di Oxford; la Galleria degli Uffizi di Firenze; ​​la Volta Verde di Dresda; il Museo Storico di Basilea; il Metropolitan Museum of Art di New York; il Museo del Louvre di Parigi; il Museo del Prado di Madrid; il Rijksmuseum di Amsterdam; e il Victoria and Albert Museum di Londra.

L'unicorno simboleggiava e simboleggia ancora la libertà e lo spirito indomito, la purezza e l'innocenza, la naturalezza e l'affetto.

La storia dell'unicorno ha avuto origine in India, da dove si è diffusa in Cina e, attraverso la Persia e l'Egitto, in Europa.

Qui, l'unicorno ha acquisito molti significati: era considerato un simbolo di Cristo, motivo per cui veniva raffigurato in molte pale d'altare; era visto come un simbolo di castità e spesso raffigurato insieme a una giovane donna; e si diceva che il suo corno possedesse poteri medicinali miracolosi, motivo per cui molte farmacie prendevano il nome dall'unicorno.

Nel Medioevo, nessuno dubitava dell'esistenza dell'unicorno, poiché compariva anche nella Bibbia.


Inoltre, c'era il miracoloso corno di unicorno, esposto in alcune grandi chiese come prova visibile: una lunga asta bianca, attorcigliata a spirale, che si assottiglia verso l'alto.

Solo nel XVII secolo i naturalisti riuscirono a dimostrare che si trattava di un dente di narvalo. ... Ma nemmeno questa scoperta scientifica riuscì a sminuire il fascino dell'unicorno.

"L'unicorno è magico. 

Questa creatura mitica è un simbolo poliedrico che emana una speciale energia associativa. Non può essere visto come un animale vivo in nessuno zoo, eppure è onnipresente: nella cultura pop, nella pubblicità e nelle camerette dei bambini", spiega Michael Philipp, curatore capo del Museo Barberini e curatore della mostra. "L'unico corno sulla fronte, che nessun altro animale a quattro zampe possiede, è considerato un segno del suo status prescelto. Rappresenta l'unicorno come qualcosa di straordinario, appartenente a un mondo diverso da quello quotidiano. Questo status soprannaturale, la sua lontana familiarità, lo rendono uno schermo di proiezione per desideri e ideali, alimentati da storie e immagini tradizionali."

Opere d'arte da Maerten de Vos a Rebecca Horn


L'ampia mostra al Museo Barberini presenta il monumentale dipinto di Maerten de Vos, che nel 1572 ritrasse un unicorno come una figura possente e pronta alla battaglia (Palazzi, Giardini e Collezioni d'Arte di Stato del Meclemburgo-Pomerania Anteriore, Schwerin), nonché una scultura del XVIII secolo raffigurante un unicorno inginocchiato proveniente dal Tibet, proveniente da un tempio buddista (Museo Rietberg, Zurigo).

Su una piastrella persiana del XIII secolo, l'unicorno combatte contro un elefante (Musei Nazionali di Berlino, Museo d'Arte Islamica), e su un arazzo del 1625 circa, combatte contro leoni e pantere (Tenuta di Adornes, Bruges).

Ma c'è anche la caccia: Alessandro Magno, come mostra un manoscritto del XIII secolo, combatte contro un intero esercito di unicorni (Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett). In una pala d'altare del 1480 circa, l'Arcangelo Gabriele guida l'unicorno verso la Vergine Maria (Duomo di Erfurt).

Sono esposti il ​​grande corno dell'unicorno di Saint-Denis, famoso nel Medioevo e visitato da numerosi pellegrini (Musée de Cluny, Parigi), così come antichi vasi da farmacia contenenti polvere medicinale di unicorno (Germanisches Nationalmuseum, Norimberga; Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg).

Intorno al 1533, Hans Baldung Grien dipinse l'unicorno con altre creature nel Paradiso (Angermuseum, Erfurt) e nel 1650 Paulus Potter lo inserì nella leggenda di Orfeo, che doma le bestie feroci (Rijksmuseum, Amsterdam).

Diari di viaggio a stampa raccontano presunti avvistamenti di unicorni e scienziati naturalisti come Conrad Gessner hanno studiato la creatura (entrambi nella Biblioteca di Stato di Berlino - Fondazione per il Patrimonio Culturale Prussiano).

Preziosi vasi d'arte in avorio e argento celebravano il bellissimo animale nel XVI e XVII secolo (ad esempio, nella Volta Verde, Collezioni d'Arte Statali di Dresda).

Quanto l'unicorno sia diventato un esempio fondamentale di immaginazione creativa per gli artisti a partire dal XIX secolo è dimostrato da opere di 

Arnold Böcklin (Collezioni di Pittura Statale Bavarese - Collezione Schack, Monaco di Baviera; Museo Nazionale di Poznań, Poznań) e Arthur B. Davies, che raffigurò un paesaggio fiabesco con quattro unicorni intorno al 1906 (Metropolitan Museum of Art, New York), di Alfred Kubin (Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg) e René Magritte (collezione privata), e di Rebecca Horn (Tate, Londra).

. ... L'ispirazione artistica dell'unicorno continua ancora oggi, ad esempio nelle fotografie di Marie Cécile Thijs, nelle opere video di Maïder Fortuné o nelle sculture di Olaf Nicolai.



La mostra riunisce circa 150 opere che coprono un arco temporale di circa 4.000 anni, esposte in nove gallerie del museo, tra cui dipinti, disegni, stampe, manoscritti miniati, sculture e arazzi.


"Molte di queste opere vengono raramente concesse in prestito", afferma Ortrud Westheider, Direttrice del Museo Barberini. "Siamo lieti che il nostro concept espositivo abbia convinto oltre 80 prestatori provenienti da 16 paesi".

Tra i prestatori figurano:


  • l'Albertina di Vienna; l'Ashmolean Museum dell'Università di Oxford;
  • la Galleria degli Uffizi di Firenze;
  • il Germanisches Nationalmuseum di Norimberga;
  • la Volta Verde delle Collezioni d'Arte Statali di Dresda;
  • il Museo Storico di Basilea;
  • la Biblioteca Nazionale del Belgio dell'Aia;
  • il MAK - Museo di Arti Applicate di Vienna;
  • il Metropolitan Museum of Art di New York;
  • il Museo del Louvre di Parigi;
  • i Musei Reali di Arte e Storia di Bruxelles;
  • il Museo del Prado di Madrid;
  • il Rijksmuseum di Amsterdam;
  • lo Szépmušvészeti Múzeum di Budapest;
  • e il Victoria and Albert Museum di Londra.

La mostra
Unicorno: la creatura mitica nell'arte

sarà aperta fino al 1° febbraio 2026



Questa mostra completa fa progredire significativamente lo studio dei motivi mitologici. Da diverse prospettive storico-artistiche, il motivo dell'unicorno viene esaminato dal punto di vista culturale, religioso e scientifico. Per millenni, questo motivo ha rivestito un significato simbolico in saghe e leggende.

Catalogo della mostra:


Unicorno: la creatura mitica nell'arte


- Catalogo di 400 pagine (Prestel Verlag, Monaco di Baviera)

La pubblicazione della mostra analizza le fonti scritte e le interpreta nei rispettivi contesti storici. I singoli documenti visivi e le opere d'arte vengono confrontati con testi di autori antichi, teologi cristiani, scienziati naturali e medici della prima età moderna.

Contiene testi di viaggiatori e naturalisti, compilatori, monaci, medici e poeti dal 400 a.C. fino a Rainer Maria Rilke e Umberto Eco.

Il catalogo include saggi di


  • Adrien Bossard (Nizza),
  • Béatrice de Chancel-Bardelot (Parigi),
  • Barbara Drake Boehm (New York),
  • Michael Philipp (Potsdam),
  • Annabelle Ténèze (Lens),
  • e Stefan Trinks (Berlino).

"L'intensa ricerca accademica e le fonti testuali raccolte nel catalogo offrono nuove prospettive per la ricerca storico-artistica e dimostrano come la creatura mitica abbia svolto il ruolo di schermo di proiezione per idee collettive e narrazioni culturali", spiega Ortrud Westheider, Direttrice del Museo Barberini. "La mostra offre quindi un contributo innovativo allo studio dei motivi mitici nell'arte e alla loro ricezione nel corso dei secoli."


La mostra è stata creata in collaborazione con il Musée de Cluny e il Grand Palais di Parigi.

  • Al Musée de Cluny, la mostra è la seconda tappa del suo tour.
  • Dal 13 marzo al 12 luglio 2026

Consiglio per la mostra:

"L'unicorno. La creatura mitica nell'arte" è in mostra al Museo Barberini di Potsdam fino al 1° febbraio 2026.

Museo Barberini

Humboldtstr. 5–6
Alter Markt
Potsdam

Orari di apertura:

  • Lun, Mer–Dom: 10:00–19:00
  • Chiuso il martedì


Informazioni e spunti audio: Comunicato stampa del Museo Barberini - Potsdam

Montag, 12. Januar 2026

TIP: Unicorn exhibition in Potsdam until February 1, 2026

 Exhibition Tip: Unicorn Exhibition until February 1, 2026 at the Museum Barberini


"Unicorn. The Mythical Beast in Art" – the exhibition makes a groundbreaking contribution to the exploration of mythical motifs in art and their reception throughout the centuries  the exhibition concept convinced over 80 lenders from 16 countries


The exhibition "Unicorn. The Mythical Beast in Art" is on display until February 1, 2026 at the Museum Barberini – Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, Potsdam (Mon, Wed–Sun: 10 am–7 pm, closed Tuesdays). A 400-page catalog has been published to accompany the exhibition! (ENGLISH, ITALIANO, DEUTSCHFrançais )


Berlin – Potsdam is always worth a visit! Here, visitors from all over the world can experience art, culture, and history. In addition to the historic city, numerous palaces, and the expansive gardens of the former royal residence, the idyllic Havel lake district is a major attraction. And the Museum Barbarini at the Old Market Square regularly presents fantastic exhibitions: currently on display is "Unicorn. The Mythical Beast in Art" – until February 1, 2026. Like no other animal, the unicorn has captured the imagination. It has been documented in many cultures for centuries. The unicorn's presence is evident in Christian and non-European art, in natural science and medicine, and in a diverse symbolism. Engaging with the iconography of the unicorn invites reflection on world knowledge, ambivalences, and projections. For the first time, this theme has been explored and exhibited comprehensively, from antiquity to contemporary art. The curators collaborated with the Musée de Cluny and the Grand Palais in Paris for this project.

COVER: (German Catalogue) -  UNICORN . THE MYTHICAL BEAST IN ART . Catalog . Englisch - autor: Publ. Ortrud Westheider - English


The exhibition Unicorn: The Mythical Beast in Art


150 works and objects are on display in Potsdam, including pieces by Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Angela Hampel, Rebecca Horn, René Magritte, Gustave Moreau, Aurélie Nemours, Olaf Nicolai, Joachim Sandrart, Marie Cécile Thijs, and Maerten de Vos.

The exhibits illustrate a period from the second millennium BC to the present day—in addition to paintings and prints, sculptures, manuscripts, tapestries, video works, and cabinet objects are also presented.

The lenders to the exhibition "Unicorn: The Mythical Beast in Art"


include the Ashmolean Museum, Oxford; the Uffizi Gallery, Florence; the Green Vault, Dresden; the Historical Museum Basel; the Metropolitan Museum of Art, New York; the Louvre Museum, Paris; the Prado Museum, Madrid; the Rijksmuseum, Amsterdam; and the Victoria and Albert Museum, London.

The unicorn stood and still stands for freedom and untamed spirit, for purity and innocence, for naturalness and affection.


The story of the unicorn originated in India, from where it spread to China and—via Persia and Egypt—to Europe.

Here, the unicorn acquired many meanings: It was considered a symbol of Christ, which is why it was depicted in many altarpieces; it was seen as a symbol of chastity and was often painted with a young woman; and its horn was said to possess miraculous medicinal powers, which is why many pharmacies were named after the unicorn.

In the Middle Ages, no one doubted the existence of the unicorn, since it also appeared in the Bible.

Furthermore, there was the miraculous unicorn horn, displayed in some large churches, as visible proof: a long, white, spirally twisted rod that tapers to a point at the top.

It wasn't until the 17th century that naturalists were able to prove that it was a narwhal tooth. ... But even this scientific discovery could not diminish the unicorn's allure.

"The unicorn is magical. The mythical creature is a multifaceted symbol that emanates a special associative energy. It cannot be seen as a living animal in any zoo, yet it is omnipresent—in pop culture, in advertising, and in children's bedrooms,"
explains Michael Philipp, chief curator of the Museum Barberini and curator of the exhibition. "The single horn on its forehead, which no other four-legged animal possesses, is considered a sign of its chosen status. It portrays the unicorn as something extraordinary, belonging to a world other than the everyday one. This supernatural status, its distant familiarity, makes it a projection screen for longings and ideals, which are fed by traditional stories and images."

Artworks from Maerten de Vos to Rebecca Horn


The extensive exhibition at the Museum Barberini features the monumental painting by Maerten de Vos, who in 1572 portrayed a unicorn as a powerful, battle-ready figure (State Palaces, Gardens and Art Collections of Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin), as well as an 18th-century sculpture of a kneeling unicorn from Tibet, originally from a Buddhist temple (Museum Rietberg, Zurich).

On a 13th-century Persian tile, the unicorn battles the elephant (National Museums in Berlin, Museum of Islamic Art), and on a tapestry from around 1625, it fights lions and panthers (Adornes Estate, Bruges).
...`` But there is also hunting – Alexander the Great, as a manuscript from the 13th century shows, fights against an entire army of unicorns (Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett), and in an altarpiece from about 1480 the Archangel Gabriel chases the unicorn to the Virgin Mary (Erfurt Cathedral).

On display is the large horn of the unicorn from St. Denis, which was famous in the Middle Ages and visited by many pilgrims (Musée de Cluny, Paris), as well as old apothecary jars for medicinal unicorn powder (Germanisches Nationalmuseum, Nuremberg; Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg).

Around 1533, Hans Baldung Grien painted the unicorn with other creatures in Paradise (Angermuseum, Erfurt), and in 1650, Paulus Potter incorporated it into the legend of Orpheus, who tamed the wild beasts (Rijksmuseum, Amsterdam).

Printed travelogues tell of alleged unicorn sightings, and natural scientists like Conrad Gessner studied the animal (both in the Berlin State Library – Prussian Cultural Heritage Foundation).

Precious ivory or silver art vessels from the 16th and 17th centuries celebrate the beautiful animal (e.g., the Green Vault, Dresden State Art Collections).

The extent to which the unicorn has become a symbol of creative imagination for artists since the 19th century is demonstrated by works from 

  • Arnold Böcklin (Bavarian State Painting Collections – Schack Collection, Munich; National Museum in Poznań, Poznań) 
  • and Arthur B. Davies, who depicted a fairytale landscape with four unicorns around 1906 (The Metropolitan Museum of Art, New York),
  •  to Alfred Kubin (Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg) 
  • and René Magritte (private collection), and Rebecca Horn (Tate, London).

The artistic inspiration of the unicorn continues to this day, for example in the photographs of Marie Cécile Thijs, video works by Maïder Fortuné, and sculptures by Olaf Nicolai.

The exhibition brings together around 150 works spanning approximately 4,000 years in nine galleries of the museum, including paintings, drawings, prints, illuminated manuscripts, sculptures, and tapestries.

“Many of these works are rarely loaned out,” says Ortrud Westheider, Director of the Museum Barberini. “We are delighted that our exhibition concept convinced over 80 lenders from 16 countries.”

Lenders include:


  • the Albertina, Vienna, the Ashmolean Museum, University of Oxford,
  • the Uffizi Gallery, Florence,
  • the Germanisches Nationalmuseum, Nuremberg,
  • the Green Vault of the Dresden State Art Collections,
  • the Historical Museum Basel,
  • the National Library of Belgium, The Hague,
  • the MAK – Museum of Applied Arts, Vienna,
  • the Metropolitan Museum of Art, New York,
  • the Louvre Museum, Paris,
  • the Royal Museums of Art and History, Brussels,
  • the Prado Museum, Madrid,
  • the Rijksmuseum, Amsterdam,
  • the Szépmušvészeti Múzeum, Budapest,
  • and the Victoria and Albert Museum, London.

The exhibition

Unicorn: The Mythical Creature in Art

on view until February 1, 2026


This comprehensive exhibition significantly advances the study of mythical motifs. From various art historical perspectives, the unicorn motif is examined culturally, religiously, and scientifically. For millennia, this motif has held symbolic significance in sagas and legends.

Cover Catalogue - at /barberini-shop.de

Exhibition catalog:

Unicorn: The Mythical Creature in Art


- 400-page catalog (Prestel Verlag, Munich)

The exhibition publication analyzes written sources and interprets them within their respective historical contexts. The individual images and artworks are compared with source texts by ancient writers, Christian theologians, and also by natural scientists and physicians of the early modern period.

It includes texts by travelers and naturalists, compilers, monks, physicians, and poets from 400 BCE to Rainer Maria Rilke and Umberto Eco.

The catalogue includes essays by


  • Adrien Bossard (Nice),
  • Béatrice de Chancel-Bardelot (Paris),
  • Barbara Drake Boehm (New York),
  • Michael Philipp (Potsdam),
  • Annabelle Ténèze (Lens),
  • and Stefan Trinks (Berlin).

“The intensive scholarly research and the textual sources gathered in the catalogue offer new perspectives for art historical research and demonstrate how the mythical creature served as a projection screen for collective ideas and cultural narratives,”
explains Ortrud Westheider, Director of the Museum Barberini. “The exhibition thus makes a groundbreaking contribution to the study of mythical motifs in art and their reception throughout the centuries.”



The exhibition was created in collaboration with the Musée de Cluny and the Grand Palais, Paris.

At the Musée de Cluny, the show is the second stop on the tour.

March 13 to July 12, 2026

Exhibition tip:

"Unicorn. The Mythical Creature in Art" 

is on display at the Museum Barberini in Potsdam until February 1, 2026.

Museum Barberini

Humboldtstr. 5–6
Alter Markt
Potsdam

Opening hours

  • Mon, Wed–Sun: 10 am–7 pm
  • Closed Tuesdays

 
Information and sound bites: Press release from the Museum Barberini - Potsdam

 

TIPP: bis 1. Februar 2026 Einhorn-Ausstellung in Potsdam

 Ausstellungstipp: Einhorn-Ausstellung bis 1. Februar 2026 im Museum Barberini


"Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst" - die Ausstellung einen wegweisenden Beitrag zur Erforschung mythischer Motive in der Kunst und ihrer Rezeption durch die Jahrhunderte - die Ausstellung wandert im Frühjahr nach Cluny in Frankreich


Ausstellung EINHORN. DAS FABELTIER IN DER KUNST noch bis zum 1. Februar 2026 im Museum Barberini - Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, Potsdam (Mo, Mi–So: 10–19 Uhr, Dienstags geschlossen) - Zur Ausstellung ist ein 400-seitiger Katalog erschienen! (ENGLISH, ITALIANO, DEUTSCHFrançais )



BERLIN - Potsdam ist immer eine Reise wert! Denn hier können Besucher aus aller Welt Kunst, Kultur und Geschichte erleben. Neben der historischen Stadt, zahlreichen Schlössern und den weitläufigen Gärten der ehemaligen königlichen Residenz lockt die idyllische Havelseenlandschaft. Und das Museum Barbarini am Alten Markt zeigt immer wieder tolle Ausstellungen: zurzeit ist hier "Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst" zu sehen - noch bis zum 1. Februar 2026. Wie kein anderes Tier hat das Einhorn die Phantasie angeregt. Seit Jahrhunderten ist es in vielen Kulturen belegt. Die Spur des Einhorns zeigt sich in der christlichen und außereuropäischen Kunst, in Naturwissenschaft und Medizin und einer vielfältigen
Symbolik. Die Beschäftigung mit der Ikonographie des Einhorns lädt ein zu Reflexionen über Weltwissen, Ambivalenzen und Projektionen. Zum ersten Mal wurde nun dieses Thema im Überblick von der Antike bis zur zeitgenössischen Kunst erforscht und ausgestellt. Hierfür arbeiteten die Kuratoren mit dem Musée de Cluny und der GrandPalaisRmn in Paris zusammen.


COVER: Einhorn: Das Fabeltier in der Kunst - Gebundene Ausgabe – 2025 -
von Béatrice de Chancel-Bardelot (Herausgeber), Séverine Lepape (Herausgeber), Michael Philipp (Herausgeber) ...,  ISBN: 978-3-7913-7799-5; Verlag: Prestel

 

Die Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Gezeigt werden in Potsdam150 Werke und Objekte, darunter Arbeiten von Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien, Angela Hampel, Rebecca Horn, René Magritte, Gustave Moreau, Aurélie Nemours, Olaf Nicolai, Joachim Sandrart, Marie Cécile Thijs und Maerten de Vos. 

Die Exponate veranschaulichen eine Zeitspanne vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart - neben Gemälden und Grafiken werden auch Skulpturen, Manuskripte, Tapisserien, Videoarbeiten und Kunstkammerobjekte präsentiert. 

Zu den Leihgebern der Ausstellung "Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst"

zählen das Ashmolean Museum, Oxford, die Gallerie degli Uffizi, Florenz, das Grüne Gewölbe, Dresden, das Historische Museum Basel, das Metropolitan Museum of Art, New York, das Musée du Louvre, Paris, das Museo Nacional del Prado, Madrid, das Rijksmuseum, Amsterdam, und das Victoria and Albert Museum, London.


Das Einhorn stand und steht für Freiheit und Unbezähmbarkeit, für Reinheit und Unschuld, für Natürlichkeit und Zuneigung

Ihren Ursprung hat die Erzählung vom Einhorn in Indien, von wo aus sie sich nach China und – über Persien und Ägypten – nach Europa verbreitete.


Hier erhielt das Einhorn viele Bedeutungen: Es galt als Symbol für Christus, weshalb es
auf vielen Altarbildern gezeigt wurde, es galt als Zeichen der Keuschheit und wurde
oft mit einer jungen Frau gemalt, und seinem Horn wurden medizinische Wunderkräfte
nachgesagt, weshalb sich viele Apotheken nach dem Einhorn benannten.


Im Mittelalter zweifelte niemand an der Existenz des Einhorns, schließlich kam es ja
auch in der Bibel vor. 

Außerdem gab es als sichtbaren Beweis das wundersame Horn des Einhorns, das in manchen großen Kirchen zu sehen war: eine lange weiße, spiralig gedrehte Stange, die oben spitz zuläuft. 

 

Erst im 17. Jahrhundert konnten Naturforscher beweisen, dass es sich dabei um einen Zahn des Narwals handelt. ... Aber auch diese wissenschaftliche Erkenntnis konnte der Anziehungskraft des Einhorns
keinen Abbruch tun.


„Das Einhorn ist magisch. Das mythische Wesen ist ein vielschichtiges Zeichen, von dem eine besondere assoziative Energie ausgeht. Es ist in keinem Zoo als lebendes Tier zu sehen, aber zugleich allgegenwärtig – in der Popkultur, als Werbung oder in den Kinderzimmern“, erklärt Michael Philipp, Chefkurator des Museums Barberini und Kurator der Ausstellung. „Das eine Horn auf der Stirn, das kein anderer Vierfüßer trägt, gilt als Zeichen der Auserwähltheit. Es zeigt das Einhorn als etwas Außergewöhnliches, das einer anderen Welt als der alltäglichen angehört. Dieser übernatürliche Status, seine ferne Vertrautheit, macht es zu einer Projektionsfläche für Sehnsüchte und Idealvorstellungen, die sich aus überlieferten Geschichten und Bildern speist.“

 

Kunstwerke von Maerten de Vos bis Rebecca Horn

Die umfangreiche Ausstellung im Museum Barberini zeigt das monumentale Gemälde von Maerten de Vos, der 1572 ein Einhorn als machtvollen, kampfbereiten Charakter portraitierte (Staatliche Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin), aber auch die Plastik eines knienden Einhorns aus Tibet aus dem 18. Jahrhundert, die aus einem buddhistischen Tempel stammt (Museum Rietberg, Zürich).


Auf einer persischen Fliese aus dem 13. Jahrhundert kämpft das Einhorn gegen den Elefanten (Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst), auf einem Wandteppich von etwa 1625 gegen Löwen und Panther (Adornes Estate, Brügge). 

Aber es wird auch gejagt – Alexander der Große kämpft, wie ein Manuskript aus dem 13. Jahrhundert zeigt, gegen ein ganzes Heer von Einhörnern (Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett), auf einem Altargemälde von etwa 1480 scheucht der Erzengel Gabriel das Einhorn zur Jungfrau Maria (Erfurter Dom).


Zu sehen ist das große Horn des Einhorns aus St. Denis, das im Mittelalter berühmt war und von vielen Pilgern aufgesucht wurde (Musée de Cluny, Paris), ebenso wie alte Apothekengefäße für medizinisches Einhornpulver (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg; Deutsches Apotheken-Museum, Heidelberg). 

Um 1533 malte Hans Baldung Grien das Einhorn mit anderen Geschöpfen im Paradies (Angermuseum, Erfurt), Paulus Potter setzte es 1650 zur Legende von Orpheus, der die wilden Tiere besänftigt (Rijksmuseum, Amsterdam). 

Gedruckte Reiseberichte künden von angeblichen Einhorn-Sichtungen, Naturwissenschaftler wie Conrad Gessner erforschen das Tier (beide Staatsbibliothek Berlin – Preußischer Kulturbesitz). 

Kostbare Kunstkammergefäße aus Elfenbein oder Silber feiern im 16. und 17. Jahrhundert das schöne Tier
(u.a. Grünes Gewölbe, Staatliche Kunstsammlungen Dresden).


Wie sehr das Einhorn für Künstlerinnen und Künstler seit dem 19. Jahrhundert zu Musterbeispiel der kreativen Phantasie wurde, zeigen Werke von Arnold Böcklin (Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung Schack München; Muzeum Narodowe w Poznaniu, Posen) oder Arthur B. Davies, der eine märchenhafte Landschaft mit vier Einhörnern um 1906 ins Bild setzt (The Metropolitan Museum of Art, New York), von Alfred Kubin (Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg) und René Magritte (Privatsammlung) bis Rebecca Horn (Tate, London). 

Die künstlerische Inspiration des Einhorns wirkt bis in die jüngste Zeit, etwa in den Photographien von Marie Cécile Thijs, Videoarbeiten von Maïder Fortuné oder Skulpturen von Olaf Nicolai.


Die Ausstellung versammelt in neun Sälen des Museums rund 150 Werke aus einem Zeitraum von etwa 4000 Jahren, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken, illuminierte Manuskripte, Plastiken und Tapisserien. 

„Viele dieser Werke werden nur selten ausgeliehen“, sagt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Ausstellungskonzept über 80 Leihgeber aus 16 Ländern
überzeugen konnten.“
 

Zu den Leihgebern gehören 

  • die Albertina, Wien, das Ashmolean
  • Museum, University of Oxford, 
  • die Gallerie degli Uffizi, Florenz, 
  • das Germanische Nationalmuseum, Nürnberg, 
  • das Grüne Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, 
  • das Historische Museum Basel, 
  • die KB Nationale Bibliotheek, Den Haag,
  •  das MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien, 
  • das Metropolitan Museum of Art, New York,
  • das Musée du Louvre, Paris, 
  • die Musées royaux d’Art et d’Histoire, Brüssel,
  •  das Museo Nacional del Prado, Madrid, 
  • das Rijksmuseum, Amsterdam, 
  • das Szépmu´´vészeti Múzeum,Budapest, 
  • und das Victoria and Albert Museum, London.


Die Ausstellung 

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst 

noch bis 01. Februar 2026

 

Diese umfangreiche Ausstellung bringt die Erforschung mythischer Motive wesentlich voran. In verschiedenen kunsthistorischen Perspektiven wird das Motiv des Einhorns  kulturell, religiös und wissenschaftlich betrachtet. Über  Jahrtausende war dieses Motiv in Sagen und Legenden symbolisch von Bedeutung. 

Katalog zur Ausstellung: 

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

-  400-seitiger Katalog (Prestel Verlag, München)
 
In der Publikation zur Ausstellung werden Schriftquellen analysiert und  im jeweiligen zeithistorischen Kontext interpretiert. Die einzelnen Bildzeugnisse und Kunstwerke werden an Quellentexten antiker Schriftsteller, christlicher Theologen und ebenso an Naturforschern und Medizinern der Frühen Neuzeit gespiegelt. 

Darin finden sich Texte von Reisenden und Naturkundlern, von Kompilatoren, Mönchen, Ärzten und Dichtern vom Jahr 400 vor unserer Zeit bis zu Rainer Maria Rilke und Umberto Eco. 

Der Katalog enthält Aufsätze von 

  • Adrien Bossard (Nizza), 
  • Béatrice de Chancel-Bardelot (Paris), 
  • Barbara Drake Boehm (New York),
  • Michael Philipp (Potsdam), 
  • Annabelle Ténèze (Lens) 
  • und Stefan Trinks (Berlin).


„Die intensive wissenschaftliche Recherche und die im Katalog versammelten Textquellen erö#nen neue Impulse für die kunsthistorische Forschung und belegen, wie das Fabelwesen als Projektionsfläche für kollektive Vorstellungen und kulturelle Narrative diente“, erklärt Ortrud Westheider, Direktorin des Museums Barberini. „Damit leistet die Ausstellung einen wegweisenden Beitrag zur Erforschung mythischer Motive in der Kunst und ihrer Rezeption durch die Jahrhunderte.“ 


Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Musée de Cluny und der GrandPalaisRmn, Paris. 

Im Musée de Cluny ist die Schau als zweite Station vom

  • 13. März bis 12. Juli 2026

 

Ausstellungstipp 

noch bis zum 1. Februar 2026 im Museum Barberini in Potsdam

"Das Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst"


Museum Barberini 
Humboldtstr. 5–6 
Alter Markt 
Potsdam

Öffnungszeiten

  • Mo, Mi–So: 10–19 Uhr
  • Dienstags geschlossen 

 

Informationen und O-Töne: Pressemitteilung des Museum Barberini - Potsdam