Dienstag, 14. Februar 2017

10 Jahre art KARLSRUHE - Internationale Kunstmesse für Klassische Moderne und Gegenwartskunst

art KARLSRUHE 2017

35.000 Quardratmeter für die Kunst - 10 Jahre art KARLSRUHE


16. bis 19. Februar 2017 auf dem Messegelände in Karlsruhe


Mit der Preview für geladene Gäste startet heute, am 15. Februar um 15 Uhr, die Art Karlsruhe, die Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst. Seit nunmehr 10 Jahren gibt es diese Kunstmesse, die zu ihrem Jubiäum mit zahlreichen Sonderausstellungen, Preisverleihungen und Talks rund um das Kunstgeschehen aufwartet. Ach ja, die insgesamt 200 Galerien aus 11 Ländern versprechen einen Überblick der besonderen ART.

Karlsruhe, Foto: Helga Waess

Sonderausstellungen auf der art KARLSRUHE


Den Besuchern werden in interessanten Sonderausstellungen bekannte Sammlungen und Sammelgebiete vorgestellt.

Kinderbuchillutrator und Grafiker Tomi Ungerer


Die Sammlung Würth, zeigt in einer schönen Ausstellung Tomi Ungerer (* 1931). Über 120 Werke des Illustrators und Karikaturisten aus den Bereichen Collage, Zeichnung und Objektkunst geben einen Einblick in das Schaffen des französischen Künstlers.

Die Ausstellung "30 Jahre Retour de Paris"

100 Quardratmeter Fläche stellt die Kunstmesse für die Präsentation der Stipendiaten mit Atelierstipendien an der Cité zur Verfügung. Internationale Kunststipendiaten werden seit 30 Jahren nach Paris eingeladen, um dort mit anderen Künstlern zusammen zukommen und sich zu vernetzen. Nun gibt es in Karlsruhe eine Überblicks-Show.

Sonderschau Druckgrafik

Es ist an der Zeit, dass einmal die Editeure eine Sonderausstellung erhalten. Insgesamt werden in dieser Schau 119 Werke der Druckgrafik präsentiert, die von den teilnehmenden Galerien für diese kuratierte Ausstellung beigesteuert wurden. Hier ist für jeden etwas dabei, denn preislich reicht die Spanne von 150 bis zu 80.000 Euro.


Aber es werden auch Preise vergeben

10. Hans Platscheck Preis


Jonathan Meese, lange Zeit das Enfant terrible des Zeitgenossen-Marktes, erhält auf der Kunstmesse den 10. Hans Platscheck Preis. Meeses Arbeiten mit Malerei und Text, Buchstaben, Wortbruchstücken sprechen an.

Über den art KARLSRUHE-Preis, 

das ARTIMA art meeting, die Messe-Talks und weitere Events werden wir in den nächsten Tagen hier berichten.

Dienstag, 7. Februar 2017

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag - eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig in Köln

Gerhard Richter zum 85. Geburtstag

"Gerhard Richter - Neue Bilder". Eine Jubiläumsausstellung im Museum Ludwig

Termin: 09. Februar bis 01. Mai 2017 in Köln


Neue, abstrakte Bilder, gewaltige Farbschichten, die fast explosiv aufgetragen und dann durch abschaben oder abkratzen verändert, ja, neu definiert wurden. Ganz neue, im Jahr 2016 gemalte Werke, werden dem eigenen Sammlungsbestand in Köln gegenüber gestellt. In diesen neuen Arbeiten findet sich Richters ganzes Schaffen: Das Auge sucht nach Strukturen und verliert sich in einer bunten Realität seiner Kunst.

Blog-Beitrag aus Muenchen, Foto: Helga Waess


Gezeigt wird aber auch Klassisches, das erkennen lässt wo Richter herkommt und was seine Künstlerseele in jener Zeit wahrnahm, wie das Gemälde "Ema" (Akt eine Treppe hinabsteigend).

Gerhard Richter zählt zu den großen Künstlern unserer Zeit


Im Jahr 1932 geboren, erhielt er von 1948 bis 1951 die Ausbildung als Bühnen- und Werbemaler und ging gleich anschließend zum Studium an die Kunstakademie Dresden. 1961 setzte er dieses Studium in Düsseldorf fort. Seine erste Einzelausstellung hatte Richter im Jahr 1964, wer seine Werke damals kaufte, hatte einen guten Riecher - wie man so schön sagt. Ab 1967 war der Künstler Gastdozent in Hamburg und schließlich von 1971 bis 1994 als Professor an der Düsseldorfer Akademie tätig.
Jetzt, im 85-igsten Lebensjahr, bekommt Gerhard Richter im Museum Ludwig in Köln eine Ausstellung.


Zu den großen Werken der Kunst des 20. Jahrhunderts zählen ohne Zweifel Gerhard Richters direkte, künstlerische Umsetzungen der realen Welt. Sie verwandelt sich in eine gemalte, verschwommene, teils kaum mehr erkennbare Realität. Anfangs gibt es noch Titel. Er reagiert künstlerisch auf politische Empfindungen und Begebenheiten.
Richter spielt mit Wahrnehmungen und malt eine sich öffnende Tür gleich fünf mal. Der Betrachter möchte hindurchgehen und doch ist dieser über 5 Meter lange Türen-Zyklus aus dem Jahr 1967 nur Illusion. Ein Gemälde-Zyklus, den Peter Ludwig damals kaufte und der in Köln unter den älteren Werken des Künstlers zu sehen sein wird.

Richter reagierte fast sofort auf die in den 80er Jahren in den Massenmedien publizierten Fotos. Er nahm alte Familienfotos zur Hand und schaffte auf dieser Grundlage überdimensionierte verschwommene schwarz-weiß Gemälde und Porträts. Der Titel dieser Gemälde wird das Statement seiner Werke.
Durch die Gemäldeserie "18. Oktober 1977" wird er in eine politische Ecke gerückt. Der RAF -Zyklus wurde 1995 für das Museum of Modern Art angekauft und wird seit dem in New York ausgestellt.

Ein Hauch Fotorealismus bleibt spürbar, denn hier liegen zumeist die Vorbilder, dennoch erscheinen diese Porträts wie mit unscharfer Brille betrachtet.
Das Unscharfe, das Verschwommene, das nach vielen Ansichten in der Wahrnehmung sich verändernde wird sein Thema bleiben. Historiengemälde einmal anders interpretiert. Sie werden zu Fenstern der Erinnerung.




Samstag, 4. Februar 2017

Bodensee Klassik - die Oldtimer-Rallye im Mai 2017

6. Bodensee Klassik 2017


Im Mai geht es zur Oldtimer-Rallye ins schöne Voralpenland


Wichtiger Termin: 4. bis 6. Mai 2017 


Im Mai treffen sich wieder Young- und Oldtimer-Fans zur Bodensee Klassik - ein Termin, den man sich als Freunde des klassischen Auto-Designs und ursprünglichen Fahrvergnügens vormerken sollte.

Ein echter Hingucker und pures Lebensgefühl
der "T1" - Bulli, Foto: Helga Waess (Archiv)

Die Rallye, bei der das Dabei-Sein wichtiger ist als die Schnelligkeit, geht wieder in Bregenz los. Die Strecke führt entlang der Alpen und schlängelt sich über die Vorarlberg-Region und das Allgäu bis ins oberschwäbische Ländle - vorbei geht es an landschaftlich schönen Panoramen und durch landwirtschaftlich gepflegte Wiesen.

Genf Internationale Motor Show im März 2017

Geneva Motor Show 2017


TIPP für den "Heißen Auto-Frühling"


9. bis 19. März 2017: Genfer Auto-Salon



GENF. Im März ist es wieder soweit! Der Internationale Auto Salon in Genf lädt zu einer europäischen Automesse. Eine Traditions-Veranstaltung, welche im Jahr 1905 - damals noch "Nationale Automobil- und Fahrradausstellung" - erstmals in der Schweiz stattfand.

Foto: Helga Waess

700 Automarken werden am Lac Léman gezeigt. Sportwagen und exotische Schlitten werden das  Auge reizen. Und wir sind sicher: fast jeder Autohersteller wird neben gängigen Motoren auch neue Antriebsmodelle vorstellen.

Der Quant 48Volt soll als E-Sportauto sogar 760 PS auf die Straße bringen.

Bayerischer Landwirtschaftlicher Hofball

Deutsches Theater


Bayerischer Landwirtschaftlicher Hofball 2017


Tipp: Sonntag. 5. Februar 2017, 19.00 Uhr



"Zünftig feiern mit Tracht und Tradition", so das Motto des Bayerisch Landwirtschaftlichen Hofballs. Das "Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt" und das Magazin "Echt Bayern" präsentieren den Hofball 2017.

Foto: Helga Waess


Traudi Siferlinger von den Wirtshausmusikanten des BR führt durch die Ballnacht. Es spielen die Traditionsgruppen: Tegernseer Tanzlmusi / Die Steirische Streich.
Der Hochzeitslader Erdäpfekraut und ein Tanzmeister werden für Stimmung sorgen.

Die gute bayerische Küche wird den bayerischen Lebensgenuss komplettieren.

Der Dresscode am Sonntagabend im Deutschen Theater heißt: Tracht oder festliche Abendgarderobe

Muenchner Tanznacht Fasching

Deutsches Theater - Faschingsball


"München tanzt durch die Welt" mit kubanischem Flair in den Weißwursthimmel


Samstag 4. Februar 2017. Tipp heute: Münchner Tanznacht ab 20.00 Uhr im Deutschen Theater



Im Fasching geht es auch in München rund. Es ist die Zeit der Bälle. Das Deutsche Theater lädt zu Walzer, Foxtrott, Rock und kubanischem Flair ein.

München im Fasching, Tanzende Marktfrauen auf dem
Viktualienmarkt, Foto: Helga Waess (Archiv)

Der Ball: Münchner Tanznacht!

Faschingsvolk und Tänzer sind aufgerufen mitzutanzen, wenn es heute zur Tagesschau-Zeit heißt: aktiv werden und mittanzen. Die traditionelle Münchner Tanznacht ist ein Highlight der Faschingszeit im Deutschen Theater.

Ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Tanzschulen 

Wenn die Tanzschulen zum Ball aufrufen, sind alle Musik- und Tanzstil-Richtungen dabei. Getanzt wird durch alle Säle des Deutschen Theaters.

Jeder Saal ist eine andere Tanzwelt

Der bekannte Hauptsaal wartet mit dem "Högl Dance Orchestra" auf. Hier werden die Ballgäste zum Dreivierteltakt schweben und sich zum Foxtrott "aufschwingen".
Für Rock'n'Roller wird  im Silbersaal die Band "Cagey Strings" aufspielen.
Und vergessen wir nicht das Foyer, wo der Feier-Hungrige eine Oase der Südsee findet. Die heißen Rhythmen Kubas von "Rafaelito Y Su Tumbao" werden sprühende Leidenschaft entzünden.

Und Bayern ist auch dabei: im "Weißwursthimmel" findet man typische Schmankerl und Musik von Francesco Blue.


Theater heißt aber auch: Show

Das Showprogramm und eine traditionelle Münchner Francaise um Mitternacht runden das ganze ab - dabei auch hier die Musikgruppen Cagey Strings und das Högl Dance Orchestra.

Mittwoch, 1. Februar 2017

FRAMED Analoge Photographien von Dimitri Davies in München

FRAMED - Analoge Photographien von Dimitri Davies


Reportagen und Menschenbilder des Münchner Fotografen Dimitri Davies 

Photo-Ausstellung: Noch bis 3. März bei Bagels & Muffins in der Barer Strasse 72 in München Schwabing


Die ganze Welt ist ein Foto, das unser Sehen und Denken bereichert - so könnte man jede Ausstellung des Münchner Fotografen Dimitri Davies umreißen. Und doch lohnt es sich immer wieder genauer hinzuschauen:

Bild zur Ausstellung FRAMED -
Analoge Photographien von
Dimitri Davies

Dimitri Davies sieht genau hin 


Nicht ein Luftzug, nicht ein Windhauch, der Bewegung bringt, scheint ihm zu entgehen. Er erfasst Motive, die er mit geschultem Auge exakt wahrnimmt und fokusiert.

In seiner aktuellen Ausstellung FRAMED  zeigt der Münchner Fotograf nun einen Querschnitt seiner ungewöhnlichen Fotoarbeiten:

Seine Moment-Blicke entstanden in St. Petersburg, in Paris, in Venedig und auch in München.

Reportagen. Menschenbilder. 


Momente, die mit Kamera konserviert werden und ein zeitgenössisches Bild von Orten und Menschen reflektieren. Begegnungen, Leben, die kurzzeitig nebeneinander stattfinden und durch die Kamera in einen Rahmen wandern.
FRAMED zeigt Menschen, Städte, Häuserschluchten und deren Miteinander.

Venedig ist und bleibt ein Mythos, die Tauben am Markusplatz und das Wasser der Lagune. In diesen Fotografien entdeckt man das alte und das aktuelle Venedig als Sehnsuchtsort und Fluchtpunkt aus dem Hier und Jetzt.

Alles scheint für diese eine Fotografie kurz stillgehalten zu haben, und sei es auch nur um das Auge des Betrachters zu reizen. Reale Existenzen als Kunstfotografie. Jede Aufnahme zeigt die Weltsicht ihres Fotografen und nimmt uns mit in bildhafte Erzähl-Stränge, mit in die Kamera von Dimitri Davies.

Sogar die Architektur erscheint einen Moment lang - und nur für ihn - organischer Natur gewesen zu sein, nicht endende Treppen, Fensterreihen im Sonnenlicht, Schachbrett-Flächen mit schmerzender Regelmäßigkeit und ihre Wahrnehmung im Kunstbetrieb.

In dieser fotografisch fixierten Welt, ist der Himmel eine Frau, hat ein Gesicht, das der fernen Weite wiederum einen Hintergrund für das sperrige und doch filigrane Gerippe einer Baumkrone bietet.

Eine riesige - eine kleine Welt. 

Aber alles liegt heute, in der Ausstellung FRAMED von Dimitri Davies, im Auge des Betrachters.

Der Fotograf Dimitri Davies lässt viel Raum für Fantasie und animiert den Betrachter zum Hinfühlen und Interpretieren


Davies präsentierte vor über zehn Jahren erstmals seine Reportage-Fotografien aus dem Irak. Damals mit Splitter-Schutzweste und Fotoapparat ausgerüstet, gehörte Dimitri Davies zu jenen Kriegs-Fotografen, die den Menschen im Krisengebiet dokumentierten. Seine Aufnahmen zeigten große Augen in entzauberten Kindergesichtern, die Trümmer der Häuser und wachsame Soldaten.

Davies war im Hebron an der Klagemauer.

Er zoomte verschleierte Frauen und ihre Kinder, die auf dem Weg zur Schule beschützt wurden - von Soldaten. Und der Dokumentar-Fotograf zeigte auch die andere Seite:
gegerbte Gesichter von Alten mit Turban, wissende Augen, die alles gesehen hatten. Realitäten, die man nur Vorort erlebt.