UNESCO - Welterbeliste erweitert
Die UNESCO hat drei bedrohte Stätten in Welterbeliste aufgenommen und die Altstadt von Odessa als gefährdet eingestuft
Altstadt von Odessa - Königreich Saba - Messe in Tripoli
UNESCO-Welterbekomitee. Am 25. Januar wurden in einer außerordentlichen Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO drei neue Stätten zum Welterbe erklärt. Außerdem wurde im Rahmen eines Notfallmechanismus die Altstadt von Odessa in der Ukraine, die Internationale Messe im libanesischen Tripoli und die Wahrzeichen des antiken Königreichs Saba im Jemen in die Liste des gefährdeten Menschheitserbes aufgenommen. Diese Einträge sind wichtig, damit die Gebiete technische und finanzielle Hilfen in Anspruch nehmen können, damit der Schutz und Erhalt dieser bedrohten Stätten gewährleistet wird.
SZ-Zeppelin - Cover Kunst-Kultur-Blog-Archiv, Foto: H. Waess |
Das Historische Zentrum von Odessa (Ukraine)
Die Stadt Odessa wurde im Jahr 1794 begründet. Die Handelsmetropole zog viele Menschen an die Schwarzmeerküste. Das alte Zentrum hat einen ".. quadratischen Grundriss, großzügige, von Bäumen gesäumte Straßen und eine eklektische Vielfalt architektonischer Stile aus. Zwar finden sich die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten, die Odessa auszeichnen, auch in anderen Städten Mittel- und Osteuropas, sind in ihrer Vielfalt aber nirgendwo derart gut bewahrt.Pressemeldung der UNESCO vom 25.Januar 2023
SZ-Zeppelin - Cover Kunst-Kultur-Blog-Archiv, Foto: H. Waess |
Das UNESCO-Welterbekomitee
Das Gremium des UNESCO WELTERBEKOMITEES "... entscheidet in der Regel jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1.157 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. 55 davon gelten als bedroht. Deutschland verzeichnet 51 Welterbestätten.(Pressemeldung der UNESCO vom 25. Januar 2023)
Dem Komitee gehören 21 Vertragsstaaten der Welterbekonvention an. Derzeit zählen dazu Ägypten, Äthiopien, Argentinien, Belgien, Bulgarien, Griechenland, Indien, Italien, Japan, Katar, Mali, Mexiko, Nigeria, Oman, Ruanda, Russland, St. Vincent und die Grenadinen, Saudi-Arabien (Vorsitz), Sambia, Südafrika und Thailand."