Mittwoch, 30. November 2022

2023 Ausstellungen in der SK Stiftung-Kultur in Köln

Ausstellungsprogramm der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln für 2023 


Räume und Landschaften bilden einen Schwerpunkt des Ausstellungsjahres in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln


Das Ausstellungsjahr 2023 in der Photographischen Sammlung in Köln


Köln. Das Ausstellungprogramm 2023 gibt den fotografischen Ansichten von Räumen und Landschaften Raum. In zwei aufeinander folgenden Einzelausstellungen werden international anerkannte Photographinnen präsentiert: Es beginnt im März mit dem Werk der Amerikanerin Lucinda Devlin - ihr wird erstmals in Europa eine Retrospektive gewidmet. Devlins Interieurs zeigen  eine spezifische Funktionalität der Räume. Auf sie folgt die Ausstellung von  Simone Nieweg im Herbst 2023. Ein Fotograf den der Außenraum samt Feldern, Gärten und Wiesen interessiert. Sie werden im Wechselspiel mit den Natur- und Landschaftsaufnahmen von August Kotzsch gezeigt. Letzerer zäholt zu den "Frühmeistern deutscher Photographie". Es folgen zwei weitere Kabinettausstellungen, welche zum einen der August-Sander-Preisträgerin 2022 Sora Park gewidmet sind und zum anderen Laurenz Berges und seinem Projekt „Das Becherhaus in Mudersbach“.

 

Natur im Kurpark Baden-Baden, Foto: A. Waess - Blogcover Kunst-Kultur-Blog


 Das Ausstellungsprogramm 2023


Lucinda Devlin – Frames of Reference


"Die Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Lucinda Devlin (*1947) umfasst mit ca. 90 Exponaten und einer Videoarbeit neun Werkreihen, die bis heute entstanden und Ausdruck der von ihr betrachteten amerikanischen Kultur sind. Vorwiegend sind es funktionsorientiert eingerichtete Innenräume, die sie in ihren formal stimmigen, quadratisch ausgearbeiteten Farbphotographien aufnimmt. Räume, die den Menschen zu bestimmten Anlässen, zur Durchführung verschiedener Maßnahmen, teils aus medizinischen Gründen, teils zur Erholung zur Verfügung gestellt werden und die keine Privaträume sind. Personen sucht man in Lucinda Devlins Bildern vergebens und doch berichten die Ansichten eindrücklich über menschliche Befindlichkeiten, Werte und existenzielle Rahmenbedingungen. Die Serie „The Omega Suites“ (1991–1998), eine sachliche Dokumentation von amerikanischen Hinrichtungsräumen, machte die Künstlerin berühmt. Seit 2007 sind es zudem in der Serie „Field Culture“ die Hervorbringungen und Gerätschaften der industriellen Landwirtschaft, aufgenommen etwa in Indiana, Iowa oder Montana, die ihre Aufmerksamkeit finden. Seit 2010 arbeitet sie darüber hinaus an formal strengen Landschaftsstudien am Lake Huron in Michigan sowie an den amerikanischen Salzseen in Utah." (Pressetext der Stiftung)


  •  Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur
  • in Zusammenarbeit mit der Künstlerin
  • Laufzeit: 10. März –16. Juli 2023 (Eröffnung 9. März)



Simone Nieweg – Pflanzungen, Felder, Ackerland


Die Künstlerin studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf und ist Meisterschülerin von Bernd Becher. Ihre Arbeiten finden sich in internationalen Sammlungen in Deutschland, den USA, Großbritannien und den Niederlanden.

"Seit über 30 Jahren widmet sich Simone Nieweg (* 1962) mit ihrer Großbildkamera dem ländlichen Außenraum und registriert das, was dem Land Struktur und Kontinuum gibt. Der einfühlsam sensible Blick in die Natur sowie auf Bereiche, die der Mensch nutzbar gemacht hat, ist für sie ein selbstverständlicher – kein Thema, das sich durch die heute immer drängenderen Fragen um den Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ergeben hat. Dennoch gewinnen ihre Bilder gerade in der jetzigen Zeit, in der die existentiellen Grundlagen der Menschheit zur Debatte stehen, eine enorme Aktualität. Sie eröffnen uns den Blick für die Schönheit der Natur ebenso wie für die Ästhetik, die sich aus dem Eingriff in die Umwelt ergeben kann: einfache Nutzgärten, Grabeland, Felder, Wiesen und Ackerland sind ihr Untersuchungsbereich. Simone Nieweg setzt ihre Arbeit in verschiedenen Regionen und Ländern um, so vornehmlich in Teilen Deutschlands oder auch in mehreren französischen Regionen."
(Pressetext der Stiftung)


  • Eine Ausstellung der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Zusammenarbeit mit der Künstlerin
  • Laufzeit: 8. September 2023 – 21. Januar 2024 (Eröffnung 7. September)


August Kotzsch – Natur, Landschaft, Genre. Historische Photographien


Die Kabinettausstellung wird etwa 50 Photographien von August Kotzsch umfassen, die im Vergleich mit den Werken von Simone Nieweg eine spannende Bildlektüre zwischen Vergangenheit und Gegenwart bedeuten.

"Noch wenig bekannt ist August Kotzsch (1836–1910), obwohl er zu den wichtigen Frühmeistern deutscher Photographie gehört. Aus einer Winzerfamilie aus Loschwitz bei Dresden stammend, gründete der künstlerisch hochbegabte junge Mann um 1860 ein photographisches Atelier, übernahm vor Ort zahlreiche Aufträge, fertigte aber mit Hingabe auch Bilder aus eigener Liebhaberei: Zauberhafte Landschaftsstücke, Gartenwinkel, Stillleben, Früchte aus eigener Ernte und auch Nachbargehöfte wurden zu seinen Motiven. Kleinode, die mit einem großen Detailreichtum ein wirklichkeitsgetreues wie auch romantisches Bild seiner Umgebung zeichnen." (
Pressetext der Stiftung)

  • Laufzeit: 8. September 2023 – 21. Januar 2024 (Eröffnung 7. September)


 


Sora Park – „Bei mir, bei Dir“

Sora Park (* 1991 in Gimpo, Südkorea) zeigt in dieser Ausstellung Arbeiten aus ihrer Serie „Bei mir, bei Dir“, 2018–2021, mit der sie 2022 den August Sander-Preis gewann.

Die Serie von Sora Park führt  eine bestimmte Lebensphase vor Augen. Es ist die studentische Zeit, in der der Weg in die Zukunft offen ist, eine vermeintlich freie Zeit. Sora Parks Porträts scheinen nach der eigenen Identität, nachdem, was Geborgenheit, Verständigung und der Zukunft zu fragen.

"Sora Park, die 2015 von Südkorea nach Deutschland gezogen ist, lichtet Personen ihres persönlichen Umfeldes ab, überwiegend Menschen ihrer Altersgruppe und Mitstudierende, entweder in deren oder in ihrer eigenen Wohnung. „Ich möchte vergleichen und gegenüberstellen, wie Menschen zu Hause oder an einem neuen Ort reagieren und sich verhalten“, so die Photographin. „Es geht mir aber auch darum, die Gemütsverfassung einer Person einzufangen und herauszufinden, was ihre Mimik, Gestik und Körpersprache im Verhältnis zu ihrer Umgebung über sie verrät.“ (Pressetext der Stiftung)

  • Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Künstlerin, August Sander-Preisträgerin 2022
  • Laufzeit: 8. September – 5. November 2023 (Eröffnung 7. September)


 


Laurenz Berges: Das Becherhaus in Mudersbach


Mit der Dokumentation „Das Becherhaus in Mudersbach“ führt uns der Photograph in die historische Wohnkultur des Siegerlands ebenso wie in die frühe Lebensumgebung des Künstlers Bernd Becher, der mit seinem photographischen Werk, das er gemeinsam mit Hilla Becher, geschaffen hat, weltberühmt wurde. Zwar änderte sich die Einrichtung des Fachwerkhauses, erbaut vom Großvater Bernd Bechers, über die Jahrzehnte, aber vieles aus früheren Zeiten blieb auch bestehen.


Mit dem Becherhaus hat Laurenz Berges ein tiefgründiges Terrain gefunden, in dem sich in besonderem Maß Zeitschichten abbilden bzw. sich die Spuren der Zeit allenthalben bemerkbar machen. Es ist ein Mikrokosmos, in dem sich über Generationen die Entwicklung und die Veränderungen eines Familienlebens mit seinen verschiedenen Mitgliedern abbildet. Laurenz Berges gewährt uns somit Eintritt in eine lebendige Kulisse der Vergangenheit.

 

  • Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Künstler
  • Laufzeit: 12. November 2023 – 21. Januar 2024 (Eröffnung 12. November)

 

 

 

SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Öffnungszeiten: täglich außer mittwochs von 14 bis 19 Uhr


Eintritt: 6,50 € (ermäßigt 4 €), erster Montag im Monat freier Eintritt!


Öffentliche Führungen finden wöchentlich jeweils sonntags um 15 Uhr statt. Thematischer Schwerpunkt jeweils am ersten Sonntag des Monats (Führungsgebühr: 2€, zuzüglich. Eintritt).


SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Im Mediapark 7

50670 Köln