August-Sander-Preis zur sachlich-konzeptuellen Photographie
Fotografie-Wettbewerb aus Köln: Hier die Shortlist für den August-Sander-Preis 2026 - 8 von 110 Photographinnen und Photographen gehen in die Endrunde
Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur und das August Sander Archiv
Köln. Zum fünften Mal wird 2026 der von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach gestiftete August-Sander-Preis vergeben, mehr als 110 Photographinnen und Photographen haben sich an der Ausschreibung beteiligt. Auch dieses Mal ist die Ausschreibung des Preises auf internationale Resonanz gestoßen, neben Deutschland sind Einsendungen aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, Schweiz und Spanien eingegangen. Außerhalb Europas erreichten uns Einsendungen aus Australien, China, Hongkong und den USA. - Der alle zwei Jahre ausgelobte August-Sander-Preis soll junge zeitgenössische künstlerische Ansätze der sachlich-konzeptuellen Photographie zu fördern. Die
Namensgebung des Preises erklärt sich dadurch, dass Die Photographische
Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit
größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876–1964)
besitzt. Vor dem Hintergrund der bedeutenden Porträtphotographien August Sanders sollen sich die Bewerber/-innen vorrangig auf das Thema
des menschlichen Porträts beziehen.
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| SZ-Zeppelin, Pressefotoarchiv: Helga Waess - Kunst-Kultur-Blog |
Die Jury des August-Sander-Preises hat aus der Fülle der Bewerber eine Shortlist bestehend aus 8 Positionen ausgewählt - aus folgender Liste wird der Preisträger oder die Preisträgerin hervorgehen:
- Frieder Bickhardt (Leipzig), „City Plaza“, 2016–2020 und 2022–2026
- Leon Duellberg (Essen), „Im Watt“, 2022–2024
- Johanna Eckhardt (Wedding), „Geteilter Himmel“, 2024–2025
- Michel Kekulé (Berlin), „Bestandslast“, 2023–2026
- Alexander Lackmann (Essen), „Gelb ist Geschichte!“, 2024–heute
- Sophie Nawova Meyer (Berlin), „Diese DDR“, 2024–heute
- Karla Schradi (Bielefeld), „Spiegel ohne Glas, 2023–2025
- Antine Karla Yzer (Hamburg), „It’s not violence, if it’s normal“, 2024–heute
Die für die Shortlist ausgewählten Projekte zeichnet eine besondere Sensibilität gegenüber gesellschaftsrelevanten Fragen aus
Vielfach wird Bezug genommen auf zeitgeschichtliche Ereignisse und Lebensbedingungen unter bestimmten politischen Systemen und reflektiert, wie Erfahrungen aus der Vergangenheit in der Gegenwart virulent sind und auf Lebensentwürfe einwirken. Das Verhältnis von Individuum und gesellschaftlichem Umraum wird am Beispiel verschiedener sozialer Gruppen ausgeleuchtet, bestimmte Problemfelder dabei angesprochen.
Die dokumentarischen und darstellerischen Möglichkeiten des Mediums der Photographie und des Porträts zeigen sich abermals in überzeugender Vielfalt, so die Jury, bestehend aus
- Dr. Anja Bartenbach, Stifterfamilie;
- Prof. Dr. Franziska Brons, Freie Universität, Berlin;
- Jean-Paul Deridder, Kurator, Brüssel;
- Andreas Mader, Photograph, Winterthur;
- Claudia Schubert, Kuratorin, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur.
