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Dienstag, 4. November 2025

UNESCO: Gabriele Münter "Gedenkjahr 2027"

 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München


UNESCO übernimmt Schirmherrschaft für das Gedenkjahr anlässlich des 150. Geburtstags von Gabriele Münter 2027

 

2027 ein Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin Gabriele Münter (1877–1962)

 

München - Die BLAUEN REITERINNEN. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München und die Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung freuen sich über die Entscheidung der UNESCO-Generalkonferenz, im Jahr 2027 ein Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin Gabriele Münter (1877–1962) auszurufen und hierfür die Schirmherrschaft zu übernehmen. Die UNESCO würdigt mit Gabriele Münter eine Wegbereiterin der Moderne!

Königsplatz in Munich, Königsplatz subway stop leads directly to the Kunstbau and the Lenbachhaus, photo: Helga Waess


Vom 30. Oktober bis 13. November 2025 tagt die UNESCO-Generalkonferenz in Samarkand, Usbekistan

Das höchste Entscheidungsgremium der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation, in dem 194 Mitgliedstaaten vertreten sind, entscheidet über Programm, Budget und über die Ehrung herausragender Persönlichkeiten der Weltgeschichte.

Am 3. November beschloss die UNESCO-Generalkonferenz, anlässlich des 150. Geburtstags von Gabriele Münter am 19. Februar 2027 die Schirmherrschaft für ein internationales Gedenkjahr zu Ehren der Künstlerin zu übernehmen.

 

Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission:

„Mit Gabriele Münter würdigt die UNESCO eine Künstlerin, die die Moderne und ihre Rezeption entscheidend geprägt hat. Münter war eine Wegbereiterin der Gleichberechtigung in der Kunst, Mitbegründerin des Blauen Reiter und schließlich seine Rettung: Während der NS-Herrschaft versteckte sie Werke von Kandinsky, Klee und vielen anderen. Ihr Schaffen, ihr Mut und ihr Einsatz für die Kultur sind bis heute beeindruckend.“


Internationale Anerkennung und weltweite Ausstellungen zu Ehren von Gabriele Münter

Zeitgleich mit der UNESCO-Tagung 

eröffnet am 6. November 2025 im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, die Ausstellung 

  • Gabriele Münter: Contours of a World, 

eine Kooperation des Guggenheim Museum mit der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung und dem Lenbachhaus München.


Seit der großen Retrospektive Gabriele Münter – Malen ohne Umschweife (2017) 

engagieren sich das Lenbachhaus und die Stiftung für eine internationale Wiederentdeckung der Künstlerin. 

Restaurierungen und Forschungsprojekte haben zahlreiche bislang unbekannte Werke zugänglich gemacht.

Die Ausstellung "Gabriele Münter - Malen ohne Umschweife" tourte erfolgreich durch 

  • das Louisiana Museum of Modern Art (Humlebæk), 
  • das Museum Ludwig (Köln), 
  • das Zentrum Paul Klee (Bern), 
  • das Museo Nacional Thyssen-Bornemisza (Madrid) 
  • und das Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris.


Weitere Projekte folgten, darunter:

  • Bucerius Kunst Forum, Hamburg (2023) – Gabriele Münter: Menschenbilder
  • Leopold Museum, Wien (2023) – die erste umfassende Retrospektive in Österreich
  • Marta Herford (2024) und Kunstmuseum Ravensburg (2025–26) – Kathrin Sonntag und Gabriele Münter: Das reisende Auge
  • Pavillon Populaire, Montpellier (2024) – Gabriele Münter et Eudora Welty: Au début, la photographie
  • Auch im Lenbachhaus selbst wurden seit 2017 in mehreren Ausstellungen zum Blauen Reiter immer wieder neue Perspektiven auf Münters Werk eröffnet.


Ausblick auf das Gedenkjahr 2027

Zum 150. Geburtstag Münters präsentiert das Lenbachhaus 2027 die Ausstellung

Die Blauen Reiterreiterinnen, eine Kooperation mit 

  • dem Museum Wiesbaden, 
  • dem Paula Modersohn-Becker Museum Bremen 
  • und der Fondazione Marianne Werefkin Ascona.
 Gabriele Münter wird darin als zentrale Figur der künstlerischen Netzwerke der Moderne vorgestellt.


Der Festakt zum Jubiläum findet am 19. Februar 2027 in Murnau statt

Das Fest wird von der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung im Münter-Haus, das als Gedenkstätte vielfältige neue Forschungsprojekte zu Leben und Werk der Künstlerin vorbereitet,  organisiert.


Internationale Bedeutung und Sammlungsankäufe

Die wachsende internationale Anerkennung Münters zeigt sich auch in den Ankäufen bedeutender Werke durch führende Museen, darunter 

  • das Centre Pompidou (Paris), 
  • das Museum of Modern Art (New York), 
  • das Van Gogh Museum (Amsterdam), 
  • das Detroit Institute of Arts, 
  • das Busch-Reisinger Museum (Harvard University), 
  • das Museum Ludwig (Köln), 
  • die Kunstsammlung NRW (K20/K21), 
  • das Museum Ostwall (Dortmund) 
  • und das Schlossmuseum Murnau.


Matthias Mühling, Direktor des Lenbachhauses und Erster Verwaltungsratsvorsitzender der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung und Isabelle Jansen, Geschäftsführerin und Kuratorin der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung:

„Gemeinsam mit der UNESCO freuen wir uns auf das Jahr 2027 im Zeichen von Gabriele Münter – der Künstlerin und Stifterin, der wir unsere internationale Strahlkraft und die weltweit größte Sammlung von Kunst des Blauen Reiter verdanken. Ihr Andenken ist uns ein kunsthistorisches Anliegen und eine Herzensangelegenheit.“


Pressemeldung: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München - München, 4. November 2025

Dienstag, 14. Oktober 2025

Gegenwartskunst im Lenbachhaus ab 14. Oktober 2025

 Lenbachhaus - München - Gegenwartskunst

 

Ausstellung "Shifting the Silence. Die Stille verschieben" - Gegenwartskunst im Lenbachhaus im Münchner Kunstareal

 

Ausstellung zur Gegenwartskunst im Lenbachhaus - ab 14. Oktober 2025 

 

München. Bei der Ausstellung "Shifting the Silence. Die Stille verschieben" bildet den Leitgedanken bei der neuen Ausstellung zur Gegenwartskunst.  Assoziationen  rund um die Kunstwerke und ein ein offenes Interpretationsmuster wollten die Kuratoren der Show Eva Huttenlauch und Matthias Mühling dem Betrachter an die Hand geben. "Shifting the Silence" ist der Titel des letzten Buches von Etel Adnan, das  2021 erschien. Die deutsche Übersetzung "Die Stille verschieben" erschien posthum 2022. Am Ende ihres Lebens verfasst, reflektiert Etel Adnan in diesem letzten literarischen Werk melancholisch, poetisch und sehr persönlich die großen Themen des Lebens. Es sind Alltagsbeobachtungen, Gefühle, Anekdoten oder auch Erinnerungen die in kurzen Prosastücken definiert werden.

Königsplatz à Munich, la station de métro Königsplatz mène directement au Kunstbau et au Lenbachhaus, photo : A. Waess

 

Etel Adnans intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod schafft eine ernste, philosophische Tiefe 

Zugleich aber feiert Etel Adnan die Schönheit des Lebens, was als eine politische Gegenwehr gegen gesellschaftliches Verstummen verstanden werden kann. Es ist der Text einer Malerin, deren künstlerische Karriere als Schriftstellerin und Philosophin begann. Ein Raum der Ausstellung ist daher ihren Gemälden gewidmet.

Die Ausstellung möchte sich ein zentrales Anliegen von "Shifting the Silence" zu eigen machen: 

das Nachdenken über die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen. 

Eine Versprachlichung – also eine Übersetzung von Kunstwerken und ästhetischen Erfahrungen in Worte und in Sprache – stellt in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung dar. Denn Sprache ist nicht nur ein Mittel zur Verständigung, sie ist zugleich begrenzt und manchmal sogar hinderlich, wenn es darum geht, vielschichtige Eindrücke und Wahrnehmung zu vermitteln. 

Etel Adnan schlägt in ihrem Buch vor, die Stille zu "verschieben" – also die Grenzen des Sagbaren zu erweitern und das Poetische der vielen Ausdrucksformen der Künste nicht zu rationalisieren, sondern als Eigenwert anzunehmen.

 

Das Lenbachhaus zeigt in der neuen Ausstellung diese Spur, welche die Grenzen des Sagbaren überschreitet und in eigener, visueller Sprache still und doch nicht leise auf den Betrachter trifft

 

Die Ausstellung im Lenbachhaus präsentiert Kunstwerke der Gegenwart von folgenden Künstlern

Etel Adnan, Saâdane Afif, Nevin Aladağ, Harold Ancart, Tolia Astakhishvili, Leilah Babirye, Cana Bilir-Meier, Mel Bochner, Thea Djordjadze, Simone Fattal, Amy Feldman, Dan Flavin, Isa Genzken, Adrian Ghenie, Zvi Goldstein, Sheela Gowda, Giorgio Griffa, Philipp Gufler, Samia Halaby, Candida Höfer, Jenny Holzer, KAYA, Alexander Kluge, Jiří Kovanda, Goshka Macuga, Nick Mauss, Rosemary Mayer, Małgorzata Mirga-Tas, Roméo Mivekannin, Matt Mullican, Marcel Odenbach, Roman Ondak, Anri Sala, Curtis Talwst Santiago, Spomenko Škrbić, Sung Tieu, Gülbin Ünlü, Nicole Wermers und Issy Wood. 

 








Mittwoch, 8. Januar 2025

Munich : expositions d'art au Lenbachhaus et dans le bâtiment d'art

 Conseil munichois : les superbes expositions du Lenbachhaus et du Kunstbau Munich attirent les visiteurs comme par magie !


Nombre record de visiteurs en 2024 à la Städtische Galerie im Lenbachhaus et au Kunstbau München - trois expositions collectives peuvent encore être visitées au moins jusqu'en mars 2025


370 924 VISITEURS À LA LENBACHHAUS EN 2024 - soit une augmentation de près de 70 000 visiteurs par rapport à l'année précédente



Munich. "2024 a été l'année la plus réussie depuis 2015 et donc probablement la deuxième année la plus réussie depuis l'ouverture du musée en 1929. Toute l'équipe de la maison est fière d'avoir conçu et mis en œuvre ce programme", a déclaré Matthias Mühling à la presse. La Städtische Galerie im Lenbachhaus et le Kunstbau Munich ont enregistré un total de 370 924 visites en 2024, soit une augmentation d'environ 23 % par rapport à l'année précédente (302 655). La Lenbachhaus a accueilli plus de 2 000 groupes et environ 700 classes scolaires qui ont vécu les expositions comme un lieu animé pour l'éducation artistique. Le record de 22 430 billets annuels vendus montre également que les visites des musées sont appréciées et répétées.


Königsplatz à Munich, la station de métro Königsplatz mène directement au Kunstbau et au Lenbachhaus, photo : A. Waess

Trois expositions collectives peuvent encore être visitées au moins jusqu'en mars 2025 à la Städtische Galerie im Lenbachhaus et au Kunstbau Munich


.Les expositions collectives

  •     «Le Cavalier Bleu. Une nouvelle langue"
  •     « Mais vivre ici ? Non merci. Surréalisme + Antifascisme”
  •     et "Rosemarie Trockel / Thea Djordjadze. limitation de la vie"

 a contribué de manière significative au succès de la Lenbachhaus et peut encore être visité jusqu'en mars 2025.


Matthias Mühling, directeur de la Städtische Galerie im Lenbachhaus, se réjouit de l'accueil positif réservé à ses expositions



« Nous sommes ravis de la réponse positive et du vif intérêt suscité par notre programme diversifié. «Les expositions personnelles du peintre britannique Joseph Mallord William Turner, de l'artiste chinois Cao Fei et du prix Nobel turc Orhan Pamuk ont ​​particulièrement séduit un large public»
, déclare Matthias Mühling, directeur de la Städtische Galerie im Lenbachhaus et du Kunstbau Munich et président de la Fondation Gabriele Münter et Johannes Eichner.

En 2024, la Lenbachhaus a également présenté des expositions à Londres, Madrid, Herford et Montpellier


Depuis 2024, le Lenbachhaus collabore à l'échelle internationale pour présenter la collection Blaue Reiter à la Tate Modern de Londres et le travail de Gabriele Münter au Musée national Thyssen-Bornemiza - de même également à la Marta Herford et au Pavillon Populaire de Montpellier.

Galerie municipale du Lenbachhaus et bâtiment d'art de Munich


Luisenstrasse 33
80333 Munich

    
Frais d'entrée

  •     Régulier 10 €
  •     Réduit 5 €
  •     Entrée gratuite moins de 18 ans

 
    
Horaires d'ouverture

  •     Mar-dim 10h-18h
  •     jeu. 10h à 20h

Munich 2025: Art exhibitions in the Lenbachhaus and in the art building

 Munich tip: Super exhibitions in the Lenbachhaus and the Kunstbau Munich magically attract visitors!


Record number of visitors in 2024 in the Städtische Galerie im Lenbachhaus and in the Kunstbau München - three group exhibitions can still be visited at least until March 2025


370,924 VISITORS IN THE LENBACHHAUS IN 2024 - an increase of almost 70,000 visitors compared to the previous year



Munich. “2024 was the most successful year since 2015 and therefore probably the second most successful year since the museum opened in 1929. The entire team at the house is proud to have designed and implemented this program,” Matthias Mühling told the press. The Städtische Galerie im Lenbachhaus and Kunstbau Munich recorded a total of 370,924 visits in 2024 - an increase of around 23% compared to the previous year (302,655). The Lenbachhaus welcomed over 2,000 groups and around 700 school classes who experienced the exhibitions as a lively place for art education. The record of 22,430 annual tickets sold also shows that museum visits are enjoyed and repeated.


Königsplatz in Munich, Königsplatz subway stop leads directly to the Kunstbau and the Lenbachhaus, photo: Helga Waess

Three group exhibitions can still be visited at least until March 2025 in the Städtische Galerie im Lenbachhaus and Kunstbau Munich


.The group exhibitions

  •     “The Blue Rider. A new language"
  •     “But live here? No thanks. Surrealism + Antifascism”
  •     and "Rosemarie Trockel / Thea Djordjadze. limitation of life"


 contributed significantly to the success of the Lenbachhaus and can still be visited until March 2025.


Matthias Mühling, director of the Städtische Galerie im Lenbachhaus, is pleased about the positive response to his exhibitions


“We are thrilled by the positive response and the lively interest in our diverse program. “The solo exhibitions of the British painter Joseph Mallord William Turner, the Chinese artist Cao Fei and the Turkish Nobel Prize winner Orhan Pamuk in particular appealed to a broad audience,” says Matthias Mühling, director of the Städtische Galerie im Lenbachhaus and Kunstbau Munich and chairman of the Gabriele Münter and Johannes Eichner Foundation.

In 2024, the Lenbachhaus also showed exhibitions in London, Madrid, Herford and Montpellier


Since 2024, the Lenbachhaus has been collaborating internationally to present the Blaue Reiter collection at the Tate Modern in London and the work of Gabriele Münter at the Museo Nacional Thyssen-Bornemiza - the same also at the Marta Herford and the Pavillion Populaire in Montpellier.

Municipal gallery in the Lenbachhaus and art building in Munich


Luisenstrasse 33
80333 Munich

    
Entrance fees

  •     Regular €10
  •     Reduced €5
  •     Free entry under 18 years
 
    
Opening hours

  •     Tue–Sun 10 a.m.–6 p.m
  •     Thu 10 a.m. to 8 p.m

München: Kunstausstellungen im Lenbachhaus und im Kunstbau

München-Tipp: Super-Ausstellungen im Lenbachhaus und im Kunstbau München ziehen Besucher magisch an!


Besucherrekord im Jahr 2024 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und im Kunstbau München - Drei Gruppenausstellungen können mindestens bis März 2025 noch besucht werden


370.924 BESUCHER IM LENBACHHAUS IM JAHR 2024 - ein Zuwachs von fast 70.000 Besucher*innen im Vergleich zum Vorjahr


München. „2024 war das erfolgreichste Jahr seit 2015 und damit wohl das zweiterfolgreichste Jahr seit der Eröffnung des Museums in Jahr 1929. Das gesamte Team des Hauses ist stolz darauf, dieses Programm konzipiert und umgesetzt zu haben“,  sagte Matthias Mühling gegenüber der Presse. Die Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München verzeichnete im Jahr 2024 insgesamt 370.924 Besuche - das ist ein Zuwachs von rund 23% im Vergleich zum Vorjahr (302.655). Das Lenbachhaus verzeichnete über 2.000 Gruppen und etwa 700 Schulklassen, die die Ausstellungen  als lebendigen Ort der Kunstvermittlung erlebten. Auch der Rekord von 22.430 verkauften Jahreskarten zeigt, dass Museumsbesuche gerne und auch wiederholt wahrgenommen werden.

Königsplatz in München, U-Bahn-Haltestelle Königsplatz führt direkt zum Kunstbau und zum Lenbachhaus, Foto: Helga Waess

Drei Gruppenausstellungen können mindestens bis März 2025 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München noch besucht werden

.Die Gruppenausstellungen

  • „Der Blaue Reiter. Eine neue Sprache“, 
  • „Aber hier leben? Nein danke. Surrealismus + Antifaschismus“ 
  • sowie "Rosemarie Trockel / Thea Djordjadze. limitation of life"
 trugen maßgeblich zum Erfolg des Lenbachhauses bei und können bis März 2025 noch besucht werden.



Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, freut sich über die positive Resonanz seiner Ausstellungen


„Wir sind begeistert von der positiven Resonanz und dem regen Interesse an unserem vielseitigen Programm. Besonders die Einzelausstellungen des britischen Malers Joseph Mallord William Turner, der chinesischen Künstlerin Cao Fei und des türkischen Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk haben ein breites Publikum angesprochen“, so Matthias Mühling, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München sowie Vorsitzender der Gabriele Münter- und Johannes Eichner- Stiftung.

Das Lenbachhaus zeigte 2024 auch Ausstellungen in London,  Madrid, Herford und Montpellier

Das Lenbachhaus hat seit 2024 in internationalen Kooperationen die Präsentation der Sammlung des Blauen Reiter in der Tate Modern in London und zum Werk von Gabriele Münter im Museo Nacional Thyssen-Bornemiza - gleiche auch im Marta Herford und im Pavillion Populaire in Montpellier.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München

Luisenstraße 33
80333 München

    
Eintrittspreise

  • Regulär 10 €
  • Ermäßigt 5 €
  • Freier Eintritt unter 18 Jahren

 
    
Öffnungszeiten

  • Di–So 10–18 Uhr
  • Do 10–20 Uhr

Montag, 4. März 2024

Ausstellung: Turner im Lenbachhaus / Tate Britain

 Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses in München


Die Lichtmalerei Turners in der Ausstellung "Three Horizons" wurde in München gezeigt

Ausstellung - Die Münchner Turner-Ausstellung 


Turner in München. Wenn man den Namen Turner hört, erschließen sich dem geistigen Blick jene flirrenden, verschwommenen und doch lichtdurchfluteten Landschaftsgemälde und jene flirrenden Seestücke, die der bedeutendste britische Künstler Joseph Mallord William Turner  (1775-1851) in der Epoche der Romantik malte. Lichtmalerei, Bewegung durch Mehrdimensionalität und Atmosphäre schaffen, das waren Turners Themen, die sich in jedem einzelnen Werk zusammenfinden. Übrigens reiste der Künstler im Jahr 1840 auch durch Deutschland, wo er z.B, die Walhalla skizzierte. Die Ausstellung "Three Horizons" zeigt anhand 40 Ölbildern und ebenso vielen Aquarellen und Zeichnungen die Handschrift und Einmaligkeit Turner's. Der Brite William Turner war ein Vorläufer der Impressionisten und der Abstraktion. Die Ausstellung in München wurde von Karin Althaus und Nicholas Maniu kuratiert und vom Lenbachhaus gemeinsam mit der Tate Britain in London (hier befindet sich der Künstlernachlass Turners - siehe unten) verwirklicht. 


Königsplatz in München - hier finden sich das Lenbachhaus mit dem Kunstbau im U-Bahn-Zwischengeschoß, der Propyläen, Glyptothek, die Staatlichen Antikensammlungen, Pressefotoarchiv: Helga Waess


 Der Künstler Joseph Mallord William Turner (1775-1851) 

Joseph Mallord William Turner (1775–1851) hat in seiner zeit die Landschaftsmalerei praktisch neu erfunden und mit seinem Stil die Moderne vorbereitet. Turner erhielt bereits im Alter von 14 Jahren aufgrund seiner Landschafts- und Architekturzeichnungen ein Stipendium an der Royal Academy of Arts in London. In seiner Zeit gab es noch keinen Lehrstuhl für Landschaftsmalerei (erst im 19. Jahrhundert wurde diese Gattung gelehrt), aber Turner studierte die Natur, welche direkt in seine Malerei integriert wurde. Sein Skizzenbuch im Gepäck reiste er durch die britische Landschaft und später auch durch Europa und bereitete in Skizzen seine Atelierbilder in Öl und Aquarell vor. Das Aquarell bot ihm in seiner Lichtmalerei viele Möglichkeiten um seine direkte  Naturerfahrung umzusetzen.

Turners Bilder dokumentieren die Welt seiner Zeit im rasanten Wandel

In dem Seestück Entrance of the Meuse (Mündung der Maas, 1819) sehen wir das Segelschiff als Spielball der Wellen. Im Snow Storm (Schneesturm, 1842) ein Dampfschiff im Schneesturm. Mit Leichtigkeit nehmen wir die Bewegung war, die Unmittelbarkeit des Wetters und die Gewalt der Natur. Das Wetter, das Licht und die Atmosphäre sind seine Themen und integrieren die  Überwältigende der Natur.


Die Ausstellung Three Horizons geht der Frage nach, wie sich der Künstler (aus-)bildete und inszenierte

Turners Selbstrepräsentation  bei Ausstellungen in der Londoner Royal Academy sind legendär. Er kuratierte selbst eine Sammlung von 100 eigenen Werken (Teil des späteren Turner Bequest) und schenkte diese - quasi als ein künstlerisches Vermächtnis -  der Öffentlichkeit. William Turner kam einst selbst aus einfachen Verhältnissen und hatte auch zahlreichen Fehlschläge in seinem Leben zu verzeichnen. Seine Lehrtätigkeit an der Academy wurde häufig wegen „mangelhaften“ Redetalents kritisiert. All dem zum Trotz visualisieren seine  Lektionen für Studierende, seine Lecture Diagrams Ansätze der Perspektivtheorie sehr treffend.

Die Ausstellung Three Horizons will die Blickwinkel Turners gegenüberstellen, welche häufig drei oder gar vier Ansichten des Meeres beinhalten und neue Sichtweisen eröffnen. 

Das "Phänomen Turner" soll aus drei Perspektiven zeigen wie sich Turner in der Londoner Kunstszene positionierte:

  • der Künstler
  • der private Turner der künstlerische Konventionen überwand
  • und an dritter Stelle die Rezeptionsgeschichte seines Gesamtwerks


Turner Bequest: Die Tate verwaltet den Nachlass Turners mit gut 300 Ölgemälden und mehreren tausend Skizzen und Aquarellarbeiten

"Der Turner Bequest, der in seiner Gesamtheit fünf Jahre nach dem Tod des Künstlers 1851 in öffentlichen Besitz gelangte und seit 1910 von der Tate als Teil der nationalen Kunstsammlung verwaltet wird, umfasst 300 Ölgemälde sowie mehrere tausend Skizzen und Aquarellarbeiten: 
Während die Gemäldesammlung das ganze Spektrum von Turners Ölarbeiten abdeckt und frühe Experimente, großformatige Ausstellungsstücke sowie sein oftmals als „impressionistisch“ bezeichnetes Spätwerk beinhaltet, geben die gesammelten Zeichnungen, Aquarelle und Skizzenbücher einen tiefen Einblick in seine Arbeitsmethoden. Aus dieser weltweit größten Turner Sammlung zeigen wir rund 40 Gemälde sowie 40 Aquarelle und Skizzen aus allen Werkphasen." (Pressemeldung: Lenbachhaus)


Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Münchner Lenbachhauses und der Tate Britain in London. Sie wurde vom Förderverein Lenbachhaus e.V. unterstützt.


Ausstellung: "Turner. Three Horizons"

Ort: 
Kunstbau
am Königsplatz in München
im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Königsplatz

Zur Ausstellung kann die Publikation
 "Turner. Ein Lesebuch" / "Turner. A Reader" 

mit Texten aus rund 200 Jahren weitere Einblicke in das Leben und schaffen des Vorläufers der Impressionisten geben (Hrsg. von Karin Althaus, Nicholas Maniu und Matthias Mühling. Mit einer Einführung von Sam Smiles und einem Nachwort von Amy Concannon. Edition Lenbachhaus 8, ca. 400 Seiten und 100 Abbildungen, im Lenbachhaus zu erwerben für 22 EUR)