Montag, 25. März 2024

Shortlist-August-Sander-Preis-2024

 Der August-Sander-Preis 20204 widmet sich dem „Thema des menschlichen Porträts“

 

Zehn Photo-Künstler/innen in der engeren Auswahl: Die Shortlist für den August-Sander-Preis 2024 steht fest


Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach stiften in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, den AUGUST-SANDER-PREIS 2024

 

Köln. Für den ausgeschriebenen  August-Sander-Preis haben in diesem Jahr 120 Photographinnen und Photographen ihre Bewerbungen eingereicht. Die Einsendungen kamen aus Belgien, Finnland, Großbritannien, Italien, Österreich, Südafrika und den US. Der von Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach gestiftete August-Sander-Preis wird dieses Jahr zum vierten Mal vergeben. Auf Grundlage der Portraitfotografie Sanders wird der Preis 2024 wiederum dem „Thema des menschlichen Porträts“ gewidmet. Der August-Sander-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Der August-Sander-Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Eine erste Vorauswahl wurde von der hochkarätig besetzte Fachjury, bestehend aus Dr. Anja Bartenbach, Stifterfamilie, Gabriele Conrath-Scholl, Leiterin, Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Kirsten Degel, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, Bernhard Fuchs, Künstler, Düsseldorf, Prof. Dr. Martin Hochleitner, Salzburg Museum. (weitere Infos zum Preis in unserem Artikel zur Ausschreibung vom November 2023: Ausschreibung – AUGUST-SANDER-PREIS 2024. Ulla Bartenbach und Prof. Dr. Kurt Bartenbach stiften in Zusammenarbeit mit der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, den AUGUST-SANDER-PREIS 2024 - Bewerbungen für den Wettbewerb um den für Porträtphotographie bis 19. Januar 2024 einreichen


Platzhalter: Portrait-Gesicht der Bronze des "Heerführers Johann Tzerklas Graf von Tilly" von Ferdinand von Miller in der Feldherrenhalle am Odeonsplatz in München, Foto: Helga Waess (Pressearchiv)

 

Die Jury hat folgende 10 Positionen für die nähere Auswahl des Preisträgers des August-Sander-Preises 2024 bekanntgegeben:

Es wurden nur Arbeiten zur Begutachtung herangezogen, die einer thematisch gebundenen Bildgruppe oder Sequenz folgen.

 

Name des/der Photograph/in (Wohnort), "Thema der Einreichung", Entstehungszeit

 

  • Meret Eberl (Berlin), „NBSW“, 2022–2023
 Eine Serie über nicht-binäre Personen, die in der Sexarbeit tätig waren oder es immer noch
sind.
  • Karl Henrik Edlund (Helsinki, Finnland), „Fylgia“, 2017–2024
Eine scheinbar von narrativen Elementen losgelöste Sequenz, in der verschiedene
Personen, Zeitabschnitte und Orte aufeinandertreffen, photographisch umgesetzt etwa
durch Überlagerung, Collage und Montage.
  • Ronja Falkenbach (Berlin), „Raver“, 2023
Porträts von Männern und Frauen, aufgenommen sonntagsmorgens am Ausgang von
Berliner Clubs.
 
  • Mathilde Tijen Hansen (Berlin), „Sonnenallee”, seit 2022
Ein fortlaufendes Projekt über eine Straße in Berlin und ihre internationale Bewohnerschaft.
 
  • Alexander Komenda (Espoo, Finnland), „A Bowlful of Kumis”, 2017–2022
Ein Projekt über das alltägliche Leben und die Gesellschaft in Kirgisistan, ein Land geprägt
von seinem postimperialistischen Erbe und ethnischer Vielfalt.
 
  • Johanna Langenhoff (Hamburg), „Ich oder so“, 2023–2024
Selbsterforschung, Geschlechtsidentität und Bildfindung sind die zentralen Fragestellungen
dieser sehr persönlichen photographischen Serie
 
  • Melina Lehmacher (Düsseldorf), „Neue Stadt“; 2022–2024

 Die Serie fokussiert auf die Lebensrealität junger Frauen in Großstadtsiedlungen, die einst
als fortschrittliche „neue Städte“ konzipiert wurden und heute als gescheiterte
Zukunftsmodelle gelten.
  • Yola Moschitz (Graz), „soll ich so mich zeigen, wie ich wirklich bin“, 2022–2024
Porträts von jungen Menschen und gleichzeitig ein Ausloten des Entstehungsmoments
photographischer Porträts, von Gestaltungsmechanismen und der Wechselwirkung von
Oberfläche, Form und Hintergrund.
 
  • Tobias Nielsen (Niedereschbach), „The Trouts of Triberg”, seit 2020
Ein Projekt über die Phänomenologie der eher abgelegenen Region des südöstlichen
Schwarzwalds mit der von der Landwirtschaft geprägten Landschaft und den Menschen.
 
  • Philip Zietmann (Düsseldorf), „pardés“, 2023
Eine photographische Auseinandersetzung mit Besuchern eines städtischen Parks, ein
Ruhe- und Rückzugsort inmitten urbaner Hektik.
 


Begründung der Jury für ihre Auswahl

„Die für die Shortlist ausgewählten Serien weisen eine hohe Sensibilität gegenüber den bearbeiteten Themen auf, die ein breites Spektrum abdecken. Dies umfasst etwa die Dokumentation des Herkunftsortes wie des aktuellen Lebensumfelds und eine Reflexion der eigenen Identitätsfindung. Auch die Auseinandersetzung mit sozialen Räumen, gesellschaftlichen Zusammenhängen und Gruppierungen kommt zum Tragen. Ein experimenteller wie klassischer Umgang mit dem Medium der Photographie und seiner Materialität wie auch mit dem Genre des Porträts zeichnet die Positionen der Shortlist ebenso aus“, so die Jury.


Mitte April 2024 wird der/die vierte August-Sander-Preisträger/in und auch der Termin der Preisverleihung bekanntgegeben


Mit dem August-Sander-Preis solldn junge zeitgenössische künstlerische Ansätze, die im weitertesten Sinn der sachlich-konzeptuellen Photographie folgen, gefördert werden. Die Bezeichnung des Preises wurde gewählt, weil Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur mit dem August Sander Archiv das weltweit größte Konvolut mit originalen Werken August Sanders (1876–1964) besitzt. 



SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn

Im Mediapark 7
50670 Köln
www.sk-kultur.de